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Pumpende Xenia (Nachzucht), Xenia umbellata, Größe M–L
| Deutscher Name: | Pumpende Xenia (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Xenia umbellata |
| Synonyme: | Pumpxenie, Pulsierende Xenia, Xenie, Pulsing Xenia, Pom Pom Xenia |
| Herkunft: | Nachzucht; Art im Roten Meer und westlichen Indischen Ozean |
| Korallengruppe: | Weichkoralle mit pulsierenden Polypen und Zooxanthellen |
| Lichtbedarf: | Mittel bis hell |
| Strömung: | Mäßig, indirekt und wechselnd |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 8–11 °dKH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Eigener Stein im mittleren Bereich, mit viel Abstand |
| Ernährung: | Photosynthese und gelöste Nährstoffe aus dem Wasser |
| Wachstum: | Sehr schnell, bildet rasch dichte Rasen |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach, wüchsig, Ausbreitung im Blick behalten |
| Lieferform: | Größe M–L |
Herkunft von Pumpende Xenia (Nachzucht) (Xenia umbellata)
Die Pumpende Xenia gehört zu den faszinierendsten Weichkorallen überhaupt, denn ihre Polypen öffnen und schließen sich in einem ständigen, rhythmischen Pulsieren. Die Art ist im Roten Meer und im westlichen Indischen Ozean weit verbreitet und besiedelt dort flache, lichtreiche Riffbereiche, Riffhänge und Gesteinsflächen, oft in dichten Beständen. Die Kolonien bestehen aus einem weichen, kurzen Stamm, an dessen Spitze zahlreiche Polypen mit je acht gefiederten Tentakeln sitzen, die an kleine Hände erinnern. In ihrem Gewebe leben Zooxanthellen, die über die Photosynthese einen großen Teil der Nahrung liefern. Untersuchungen zeigen, dass Xenia umbellata zusätzlich gelöste und feine organische Stoffe aus dem Wasser aufnimmt und dass sich diese gemischte Ernährung positiv auf Pumpbewegung und Wachstum auswirkt. Wozu das Pulsieren genau dient, ist noch nicht abschließend geklärt; es verbessert vermutlich den Austausch von Sauerstoff und Nährstoffen an der Oberfläche der Polypen. Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Nachzucht, also um einen im Aquarium vermehrten Ableger, der bereits an Haltungsbedingungen gewöhnt ist.
Haltung im Riffaquarium
Pumpende Xenien aus Nachzucht sind wüchsig und unkompliziert, reagieren aber empfindlich auf eine sinkende Karbonathärte und abrupte Veränderungen. Bleibt das Pulsieren aus, sind oft eine zu niedrige KH, zu starke oder zu schwache Strömung oder wenig Sauerstoff die Ursache. Leicht messbare Nährstoffwerte werden gern gesehen, sehr nährstoffarmes Wasser bremst das Wachstum. Ein gut eingestellter Abschäumer sorgt für reichlich Sauerstoff.
Licht, Strömung und Platzierung
Am besten wird die Xenia auf einem eigenen Stein im mittleren Bereich platziert, idealerweise umgeben von Sand, damit sie sich nicht über den gesamten Riffaufbau ausbreitet. Wichtig ist eine mäßige, indirekte Strömung; ein direkter, harter Strahl lässt die Stämme umkippen und hemmt das Pulsieren. Zu anderen Korallen sollte genügend Abstand bestehen.
Wasserwerte und Spurenelemente
Bewährt haben sich eine Dichte von 1,023 bis 1,025, ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4, eine Karbonathärte von 8 bis 11 °dKH und eine Temperatur von 24 bis 27 °C. Eine KH unter etwa 7 °dKH führt häufig dazu, dass das Pulsieren nachlässt. Nitrat und Phosphat dürfen leicht messbar sein.
Ernährung und Fütterung
Die Pumpende Xenia ernährt sich überwiegend über die Photosynthese ihrer Zooxanthellen und nimmt zusätzlich gelöste organische Stoffe direkt aus dem Wasser auf. Eine gezielte Fütterung mit Partikelfutter ist nicht erforderlich. Ein Becken mit normalem Fischbesatz liefert in der Regel ausreichend Nährstoffe.
Wachstum und Vermehrung
Unter guten Bedingungen wächst die Xenia sehr schnell und bildet durch Knospung an der Basis laufend neue Stämme. Abgelöste Teile setzen sich an anderer Stelle wieder fest. Überzählige Stämme lassen sich am besten durch Herausdrehen an der Basis entfernen und als Ableger weitergeben.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Gegenüber Fischen und Wirbellosen ist die Pumpende Xenia friedlich und nesselt kaum. Ihr größtes Risiko für Nachbarkorallen ist das schnelle Überwachsen. Steinkorallen und langsam wachsende Arten sollten daher mit deutlichem Abstand platziert werden.
Eingewöhnung
Den Beutel zunächst 15 bis 20 Minuten im Aquarium schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Danach den Ableger über 30 bis 60 Minuten mit der Tropfmethode an den Salzgehalt gewöhnen. Anschließend bei mittlerem Licht und mäßiger Strömung platzieren. In den ersten Tagen kann das Pulsieren schwächer sein.
Lieferung
Geliefert wird ein Nachzucht-Ableger in der Größenklasse M bis L, meist auf einem kleinen Stein. Diese Angabe beschreibt die ungefähre Größe des Ablegers im Vergleich zu kleineren und größeren Stücken. Die Anzahl der Stämme kann je nach Lieferung variieren.
| Temperaturbereiche: | Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.