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Blaue Scheibenanemone (Nachzucht), Discosoma spec., 1 Polyp
| Deutscher Name: | Blaue Scheibenanemone (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Discosoma spec. |
| Synonyme: | Pilzkoralle, Mushroom, Blue Mushroom, Actinodiscus |
| Herkunft: | Nachzucht aus Aquarienhaltung; die Gattung stammt ursprünglich aus dem tropischen Indopazifik |
| Korallengruppe: | Scheibenanemone (Korallenanemone, Corallimorpharia) mit Zooxanthellen, ohne Kalkskelett |
| Lichtbedarf: | Wenig bis mittel; bei zu starkem Licht schrumpfen die Scheiben und die Farbe verblasst |
| Strömung: | Schwach bis mäßig, indirekte Wasserbewegung |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte 1,023–1,025), pH 8,0–8,4, KH 7–10 °dKH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Untere Riffzone, Bodenbereich oder schattige Steinflächen |
| Ernährung: | Hauptsächlich Photosynthese der Zooxanthellen, zusätzlich gelöste Nährstoffe und feines Planktonfutter |
| Wachstum: | Mittel bis zügig, vermehrt sich durch Teilung und Fußablösung |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach, gut für Einsteiger geeignet |
| Lieferform: | 1 Polyp |
Herkunft von Blaue Scheibenanemone (Nachzucht) (Discosoma spec.)
Scheibenanemonen der Gattung Discosoma gehören zu den Korallenanemonen (Corallimorpharia). Sie stehen zwischen den Steinkorallen und den Seeanemonen: Sie bilden kein Kalkskelett, sind aber im Körperbau eng mit den Steinkorallen verwandt. In der Natur besiedeln sie im tropischen Indopazifik bevorzugt geschützte, eher schattige Bereiche von Riffdächern, Lagunen und Riffhängen, wo sie oft dichte Teppiche aus vielen Einzelpolypen bilden. Die flache, runde Mundscheibe ist glatt bis leicht genoppt und kann je nach Form mehrere Zentimeter Durchmesser erreichen. Unser Artikel ist eine Nachzucht aus Aquarienhaltung in einer kräftig blauen Farbform. Nachzuchten sind an Aquarienbedingungen gewöhnt, schonen die natürlichen Bestände und gelten als besonders robust. Da sich viele Discosoma-Formen äußerlich kaum unterscheiden und die Systematik der Gattung noch nicht abschließend geklärt ist, wird die Art im Handel als Discosoma spec. geführt. Ältere Bezeichnungen wie Actinodiscus werden heute zur Gattung Discosoma gestellt. Die blaue Färbung entsteht durch fluoreszierende Farbstoffe im Gewebe und wirkt unter blaulastigem Licht besonders intensiv. Wie kräftig das Blau ausfällt, hängt von Licht und Wasserqualität im eigenen Becken ab.
Haltung im Riffaquarium
Die Blaue Scheibenanemone ist eine der unkompliziertesten Korallen für das Riffaquarium und eignet sich sehr gut für Einsteiger. Sie verzeiht kleinere Schwankungen der Wasserwerte und kommt auch mit etwas höheren Nährstoffwerten zurecht, wie sie in jungen Becken oder Fischbecken häufig vorkommen. Wichtig sind gedämpftes Licht und eine ruhige Wasserbewegung. Steht sie zu hell, ziehen sich die Scheiben zusammen, verlieren Farbe und können weißliche Wucherungen bilden. Ein Becken ab etwa 100 Litern bietet genug Platz für eine kleine Kolonie.
Licht, Strömung und Platzierung
Setzen Sie den Polypen in die untere Hälfte des Aquariums, auf einen Stein im Bodenbereich oder an eine schattige Stelle unter Überhängen. Scheibenanemonen wandern langsam, bis sie einen passenden Platz gefunden haben. Halten Sie zu Steinkorallen und anderen empfindlichen Nachbarn ausreichend Abstand, damit sich die Kolonie ausbreiten kann, ohne andere Tiere zu überwachsen.
Wasserwerte und Spurenelemente
Empfohlen werden ein Salzgehalt von 33–35 ‰ (Dichte 1,023–1,025), ein pH-Wert von 8,0–8,4, eine Karbonathärte von 7–10 °dKH und eine Temperatur von 24–27 °C. Messbare, aber niedrige Nitrat- und Phosphatwerte sind günstiger als ein völlig nährstoffarmes Wasser.
Ernährung und Fütterung
Den größten Teil ihrer Energie gewinnt die Scheibenanemone über die Photosynthese der eingelagerten Zooxanthellen. Zusätzlich nimmt sie gelöste organische Stoffe auf. Gelegentlich kann bei abgeschalteter Strömung feines Futter wie Staubfutter, Copepoden oder zerkleinertes Frostfutter direkt auf die Mundscheibe gegeben werden. Notwendig ist eine gezielte Fütterung nicht.
Wachstum und Vermehrung
Unter passenden Bedingungen vermehrt sich die Scheibenanemone zuverlässig. Neue Polypen entstehen durch Längsteilung oder durch Gewebestücke, die sich beim Wandern von der Fußscheibe lösen und zu neuen Tieren heranwachsen. So entsteht mit der Zeit eine dichte, farbige Gruppe. Abgeschnittene Teilstücke heilen gut und lassen sich auf kleinen Steinen wieder ansiedeln.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Discosoma ist für die meisten Riffbewohner friedlich, besitzt aber Nesselzellen und kann empfindliche Steinkorallen in unmittelbarer Nähe schädigen oder durch Überwachsen verdrängen. Planen Sie deshalb einige Zentimeter Abstand ein. Fische, auch viele Kaiser- und Falterfische, lassen Scheibenanemonen in der Regel in Ruhe. Garnelen und Schnecken werden normalerweise nicht gefährdet.
Eingewöhnung
Lassen Sie den verschlossenen Beutel zunächst etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarium treiben, damit sich die Temperatur angleicht. Danach geben Sie über die Tropfmethode langsam Aquarienwasser hinzu, bis Salzgehalt und Wasserwerte angeglichen sind. Setzen Sie den Polypen anschließend ohne Beutelwasser an einen schattigen, strömungsarmen Platz und erhöhen Sie das Licht erst nach einigen Tagen.
Lieferung
Geliefert wird ein einzelner Polyp der blauen Scheibenanemone aus Nachzucht, in der Regel auf einem kleinen Stein oder Gesteinsstück aufsitzend. Die Angabe „1 Polyp“ bedeutet, dass Sie genau ein Einzeltier erhalten, aus dem sich unter passenden Bedingungen nach und nach eine Kolonie entwickeln kann.
| Temperaturbereiche: | Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.