154,99 €*
46 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 4,60 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Ocellaris-Clownfisch „Midnight“, Amphiprion ocellaris
| Deutscher Name: | Ocellaris-Clownfisch „Midnight“ |
| Wissenschaftlich: | Amphiprion ocellaris |
| Synonyme: | Falscher Clownfisch, Falscher Anemonenfisch, Ocellaris, Common Clownfish, Midnight Clownfish, Midnight Ocellaris, Schwarzer Ocellaris-Clownfisch |
| Herkunft: | Zuchtform des Ocellaris-Clownfischs (Art: tropischer Indopazifik); dieser Artikel ist eine Nachzucht |
| Riffaquarium-tauglich: | Korallen: geeignet bis bedingt geeignet; Garnelen und andere Wirbellose: überwiegend geeignet, sehr kleine Tiere können gefährdet sein |
| Verträglichkeit: | Paarweise oder einzeln; gegenüber Artgenossen und ähnlichen Fischen revierbildend, später auch gegenüber Händen im Becken |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte 1,023–1,025), pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | Einzeltier ab ca. 80 Litern, Paar ab ca. 100–120 Litern |
| Futter: | Allesfresser: Frostfutter (Mysis, Artemia, Copepoden), hochwertiges Trockenfutter und Granulat |
| Schwierigkeitsgrad: | Einsteigergeeignet, robust |
| Geschlechts-Unterschiede: | Zwittrig (erst männlich, später möglicherweise weiblich); das größere, dominante Tier ist das Weibchen |
| Zucht möglich: | Im Aquarium möglich (Haftlaicher mit Brutpflege durch das Männchen); Aufzucht der Larven anspruchsvoll |
| Maximale Größe: | ca. 8–10 cm (Weibchen größer); angebotene Größe 3–4 cm |
| Liefergröße: | ca. 3,0-4,0 cm |
Herkunft von Ocellaris-Clownfisch „Midnight“ (Amphiprion ocellaris)
Der Ocellaris-Clownfisch, wissenschaftlich Amphiprion ocellaris, stammt aus dem tropischen Indopazifik. Sein natürliches Verbreitungsgebiet reicht von Nordwestaustralien über weite Teile Südostasiens bis zu den japanischen Ryukyu-Inseln. Dort lebt er in geschützten Lagunen und an Riffhängen in geringer Tiefe, meist nur bis etwa 15 Meter, und ist eng an Großanemonen gebunden, in deren Tentakeln er Schutz sucht. Er bildet monogame Paare, oft zusammen mit einigen kleineren, nicht fortpflanzungsfähigen Artgenossen. Die Farbform „Midnight“ gibt es allerdings nicht in dieser Weise im Riff: Sie ist eine in Zuchtanlagen entstandene und über Generationen selektierte Variante mit einem fast einfarbig schwarzen Körper. Junge Tiere sind häufig zunächst orange oder bräunlich und dunkeln mit zunehmendem Alter nach; manche behalten etwas Orange im Gesicht. Dunkle Naturformen des Ocellaris-Clownfischs sind aus Nordaustralien bekannt, ob und wie eng die Midnight-Linien mit ihnen verwandt sind, ist nicht gesichert. Dieser Artikel ist eine Nachzucht. Solche Tiere sind an das Leben im Aquarium und an Fertigfutter gewöhnt und entlasten die Wildbestände der Riffe, auf denen die Art zu den meistgehandelten Meeresfischen gehört.
Eignung für das Riffaquarium
Als Riffbewohner ist der Ocellaris-Clownfisch im Riffaquarium grundsätzlich willkommen, aber nicht völlig unproblematisch. Steinkorallen (SPS) und Weichkorallen werden in aller Regel nicht angefressen. Bedingt geeignet ist er, weil er sich gern einen Ersatzwirt sucht: Das können Euphyllien, Kupferanemonen oder Weichkorallen wie Lederkorallen sein, die er dann ständig beschwimmt und teils mit seinen Bewegungen reizt. Das ist meist unschädlich, kann empfindlichere Korallen aber über längere Zeit zum Einziehen bringen. Garnelen, Einsiedler, Schnecken, Seesterne und Muscheln werden in der Regel in Ruhe gelassen; sehr kleine oder frisch gehäutete Garnelen können in der Nähe der Wirtsstelle jedoch bedrängt werden, ein Paar mit Gelege verteidigt sein Revier besonders entschlossen. Anemonen sind erwünschte Partner, aber nicht jede Anemone wird angenommen, und eine Anemonenhaltung stellt eigene Anforderungen an Licht und Wasserqualität. Der Clownfisch ist nicht giftig; Springen ist selten, ein dicht abgedecktes Becken ist dennoch sinnvoll. Insgesamt: Korallen geeignet bis bedingt geeignet, Garnelen und übrige Wirbellose überwiegend geeignet.
Vergesellschaftung und Verhalten
Clownfische sind nicht die gesellige, friedliche Gruppe, die ihr Ruf vermuten lässt. Ein Paar harmoniert gut, wenn beide Tiere gemeinsam jung eingesetzt werden und sich selbst ordnen. Das größere Tier wird zum Weibchen und dominiert. Eine Gruppe von mehr als zwei Tieren führt in Beckengrößen unter 400 Litern meist zu Mobbing bis hin zum Tod des Unterlegenen. Gegenüber anderen Clownfisch-Arten, auch dem Percula-Clownfisch, besteht ein hohes Konfliktrisiko; mehrere Arten sollten nicht zusammen gehalten werden. Auch gegenüber Riffbarschen, Dottybacks oder ähnlich gefärbten Fischen kann es zu Streit kommen. Mit ruhigen Beifischen wie Grundeln, Kardinalbarschen oder Feenbarschen funktioniert die Vergesellschaftung in der Regel gut. Mit zunehmendem Alter verteidigen Clownfische ihre Wirtsstelle und ihr Revier, auch gegenüber der Hand des Pflegers. Als letzte Fische in ein bestehendes Becken eingesetzt, werden sie meist besser akzeptiert, als wenn sie als erste Bewohner einziehen. Nachzuchten sind oft etwas umgänglicher, den Revierinstinkt verlieren sie aber nicht.
Wasserwerte und Temperatur
Gehalten wird im Meerwasser- beziehungsweise Riffaquarium mit stabilen Werten: Salzgehalt 33–35 ‰ beziehungsweise Dichte 1,023–1,025, pH-Wert 8,1–8,4, Karbonathärte (KH) 7–10 °dKH und eine Temperatur von 24–27 °C. Wichtig ist weniger der exakte Wert als dessen Stabilität: Schwankungen von Salzgehalt, KH und Temperatur belasten die Fische mehr als geringe Abweichungen von der Idealspanne. Ammonium, Nitrit sollten nicht nachweisbar sein; Nitrat bleibt am besten niedrig. Eine gute Strömung mit ruhigeren Zonen kommt der Art entgegen, da sie als nicht besonders kräftiger Schwimmer ruhigere Bereiche zur Rast nutzt.
Aquarium und Einrichtung
Für ein einzelnes Tier empfehlen wir ein Becken von mindestens 80 Litern, für ein Paar sind etwa 100–120 Liter eine realistische Untergrenze. Wichtiger als das reine Volumen ist die Struktur: Ein aufgebautes Riffgerüst mit Höhlen, Überhängen und einer Anemone, Koralle oder einem festen Rückzugsplatz hilft, Spannungen zu entschärfen. Weil die Tiere ein Revier um ihren Wirt aufbauen, braucht das Paar zusätzlichen Schwimmraum. Das Becken muss gut abgedeckt sein, da Springen zwar selten, aber nicht ausgeschlossen ist.
Futter und Futterumstellung
Der Ocellaris-Clownfisch ist ein Allesfresser. In der Natur frisst er Plankton, Algen und von der Anemone abgefallene Reste. Im Aquarium akzeptieren Nachzuchten meist sofort Granulat und hochwertiges Flockenfutter und nehmen daneben gern Frostfutter wie Mysis, Artemia, Copepoden oder fein geschnittene Meerestiere. Eine Futterumstellung ist bei Nachzuchten in der Regel kaum nötig, kann aber bei Tieren, die an anderes Futter gewöhnt waren, einige Tage dauern, indem man Frost- und Trockenfutter abwechselnd und in kleinen Portionen anbietet. Gefüttert wird ein- bis zweimal täglich in kleinen Mengen, was die Wasserqualität schont und eine Verfettung vermeidet. Zusätzlich fördert abwechslungsreiche Kost die Farbentwicklung der dunklen Tiere.
Eingewöhnung
Nach dem Transport sollte der Beutel zunächst ungeöffnet im Becken schwimmen, damit sich die Temperatur angleicht. Danach wird das Tier mit der Tropfmethode über etwa 45–90 Minuten langsam an Salzgehalt und Wasserwerte des Beckens gewöhnt, indem Beckenwasser nach und nach in einen Eimer mit Transportwasser tropft. Der Fisch wird anschließend ohne das Transportwasser mit einem Kescher eingesetzt. Gedämpftes Licht und keine Störungen in den ersten Stunden erleichtern das Einleben. Idealerweise durchläuft jeder Neuzugang vorher eine Quarantäne, auch wenn es sich um eine Nachzucht handelt. Beobachten Sie in den ersten Tagen Fressverhalten und Atmung.
Geschlechtsunterschiede
Wie alle Anemonenfische ist die Art ein proterandrischer Zwitter: Alle Tiere beginnen als Männchen. Wird das Weibchen entfernt, wandelt sich das größte Männchen in ein Weibchen um. Das Weibchen ist deutlich größer und dominant. In einem Paar ist das größere Tier also das Weibchen. Bei Jungtieren von 3–4 Zentimetern sind äußerlich keine Geschlechter erkennbar; bei der Farbform Midnight gibt auch die Färbung dazu keine Auskunft.
Zucht
Der Ocellaris-Clownfisch gehört zu den am häufigsten nachgezogenen Meeresfischen und laicht im Aquarium regelmäßig. Das Paar legt die Eier auf einer glatten Fläche ab, etwa auf Stein oder Keramik, und das Männchen bewacht und befächelt das Gelege. Die Larven schlüpfen nach etwa einer Woche, meist in der Nacht, und leben zunächst im freien Wasser. Die Aufzucht ist anspruchsvoller als die Haltung, weil die winzigen Larven Rotatorien und später Artemia-Nauplien benötigen und empfindlich auf Wasserqualität reagieren. Bei Zuchtformen wie Midnight ist nicht vorhersehbar, wie viele Nachkommen die gewünschte Färbung zeigen. Auch erscheint die Farbe oft erst bei Heranwachsenden.
Endgröße und Lebenserwartung
Ausgewachsen werden Ocellaris-Clownfische je nach Quelle etwa 8–11 cm lang, wobei die Weibchen größer werden als die Männchen; die angebotenen Tiere sind mit 3–4 cm noch Jungfische. Die Lebenserwartung wird für die Art im Freiland auf etwa 6–10 Jahre geschätzt; in guter Aquarienhaltung werden häufig rund 10 Jahre erreicht, Einzeltiere vermutlich auch mehr. Für die Zuchtform Midnight gibt es keine eigenen belastbaren Daten, es ist von ähnlichen Werten auszugehen.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
|---|
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.