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Percula-Clownfisch Nachzucht, Amphiprion percula
| Deutscher Name: | Percula-Clownfisch Nachzucht |
| Wissenschaftlich: | Amphiprion percula |
| Synonyme: | Echter Clownfisch, Orangeclownfisch, Percula-Anemonenfisch, Orange Clownfish, Clown Anemonefish, Eastern Clownfish, Trauerband-Anemonenfisch |
| Herkunft: | Westlicher Pazifik: nördliches Great Barrier Reef, Neuguinea, Melanesien (hier als Nachzucht) |
| Riffaquarium-tauglich: | Korallen: geeignet; Wirbellose: bedingt bis weitgehend geeignet, Revierverhalten beachten |
| Verträglichkeit: | Als Paar oder Einzeltier; gegenüber anderen Clownfischen oft unverträglich |
| Wasserwerte: | Dichte 1,021–1,025, pH 8,1–8,4, KH 7–11 °dKH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | Ab ca. 100 Liter für ein Paar |
| Futter: | Allesfresser: Frost-, Flocken- und Granulatfutter, Zooplankton |
| Schwierigkeitsgrad: | Einsteigergeeignet (als Nachzucht) |
| Geschlechts-Unterschiede: | Weibchen größer, keine Farbunterschiede; Geschlechtswechsel vom Männchen zum Weibchen |
| Zucht möglich: | Im Aquarium bei Paaren möglich; Larvenaufzucht anspruchsvoll |
| Maximale Größe: | Männchen ca. 8 cm, Weibchen bis ca. 11 cm |
| Liefergröße: | ca. 3,0-4,0 cm |
Herkunft von Percula-Clownfisch Nachzucht (Amphiprion percula)
Der Percula-Clownfisch, in der Fachwelt auch Echter Clownfisch oder Orangeclownfisch genannt, stammt aus dem westlichen Pazifik. Sein natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom nördlichen Queensland und dem nördlichen Great Barrier Reef über Neuguinea und Neubritannien bis zu den Salomonen und nach Vanuatu. Dort lebt er in geschützten Lagunen und an Außenriffhängen in enger Gemeinschaft mit großen Wirtsanemonen, insbesondere der Prachtanemone Heteractis magnifica und der Teppichanemone Stichodactyla gigantea. Zwischen den Tentakeln findet er Schutz vor Fressfeinden, im Gegenzug verteidigt er seine Anemone und trägt zu deren Versorgung bei. Die Art lebt in kleinen, nach Größe geordneten Gruppen aus einem Weibchen, einem Zuchtmännchen und mehreren unreifen Männchen. Optisch ähnelt er stark dem Ocellaris-Clownfisch, lässt sich aber an den deutlich kräftigeren schwarzen Konturen der Binden und Flossen sowie an der Zahl der Rückenflossenstacheln unterscheiden. Das hier angebotene Tier ist eine Nachzucht, also kein Wildfang. Nachzuchten sind an das Leben im Aquarium gewöhnt und entlasten zugleich die natürlichen Bestände. Der Art wird derzeit kein Gefährdungsstatus zugeschrieben, sie gilt als nicht gefährdet.
Eignung für das Riffaquarium
Korallen: geeignet. Der Percula-Clownfisch zupft nicht an Steinkorallen, Weichkorallen oder Zoanthus und gilt als klassischer Riffbewohner. Er kann sich allerdings eine Koralle als Ersatz-Anemone auswählen, zum Beispiel eine Euphyllia, eine Weichkoralle oder eine Scheibenanemone, und diese dann ständig umschwimmen und bedrängen. Empfindliche Arten sollten deshalb beobachtet werden. Anemonen: Als Nachzucht ist er nicht auf eine Wirtsanemone angewiesen. Wer ihm eine bieten möchte, braucht ein eingefahrenes, stabiles Becken und Erfahrung mit Anemonen. Garnelen und andere Wirbellose: bedingt bis weitgehend geeignet. Größere Krebse, Schnecken, Muscheln und Seeigel werden in der Regel nicht behelligt. Während der Brutpflege verteidigt das Paar den Laichplatz jedoch energisch, dann können sehr kleine oder nahe am Gelege lebende Wirbellose bedrängt werden. Eine pauschale Garantie kann man bei Einzeltieren nicht geben.
Vergesellschaftung und Verhalten
Percula-Clownfische sind soziale, aber revierbewusste Fische. Am besten gelingt die Haltung als Paar oder als Einzeltier. Zwei fremde, bereits ausgewachsene Tiere vertragen sich häufig nicht, deshalb sollte ein Paar möglichst aus zwei gemeinsam aufgewachsenen Jungtieren entstehen. Das größere Tier wird mit der Zeit zum Weibchen, das kleinere bleibt Männchen. Es gibt eine strikte Rangordnung, und das Weibchen dominiert. Gegenüber anderen Clownfisch-Arten, vor allem ähnlich aussehenden wie dem Ocellaris-Clownfisch, kann es zu Streit kommen, daher empfiehlt sich im normalen Becken nur eine Clownfisch-Art. Auch gegenüber ruhigen oder neu eingesetzten Fischen kann das Tier ein Revier rund um seinen Lieblingsplatz verteidigen, besonders zur Laichzeit. Mit friedlichen Riffbewohnern, die genügend Ausweichraum haben, klappt die Vergesellschaftung meist gut. Sehr aggressive oder große Raubfische sind ungeeignet. Das Springen aus dem Becken ist selten, ein gut schließendes Abdeckgitter ist trotzdem sinnvoll.
Wasserwerte und Temperatur
Der Percula-Clownfisch bevorzugt stabile, tropische Meerwasserwerte. Empfohlen sind eine Dichte von 1,021 bis 1,025 (etwa 32 bis 35 Promille Salzgehalt), ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4, eine Karbonathärte von etwa 7 bis 11 °dKH und eine Temperatur von 24 bis 27 °C. Nitrit und Ammoniak sollten nicht messbar sein, Nitrat möglichst niedrig bleiben. Wichtiger als der exakte Wert ist die Konstanz. Starke Schwankungen bei Dichte, Temperatur oder KH belasten die Tiere. In Riffaquarien, die auf Korallen ausgerichtet sind, liegen die Werte meist ohnehin in diesem Bereich. Ein eingefahrenes Becken mit guter Strömung, sauberem Wasser und regelmäßigen Teilwasserwechseln ist die Grundlage für eine langfristig gesunde Haltung.
Aquarium und Einrichtung
Für ein einzelnes Jungtier genügt anfangs ein kleineres Becken, auf Dauer sollte man aber mit mindestens etwa 100 Litern für ein Paar planen. Angaben anderer Fachleute reichen von etwa 75 Litern bis zu deutlich größeren Becken, wenn weitere Fische oder Korallen dazukommen. Je größer das Becken, desto stabiler sind die Wasserwerte und desto leichter lassen sich Revierstreitigkeiten entschärfen. Wichtig sind Verstecke und Rückzugsräume aus Riffgestein, ein freier Schwimmraum im Vordergrund sowie eine glatte, flache Fläche, die als Laichplatz dienen kann. Ein Abdeckgitter schützt vor Sprüngen. Die Tiere halten sich meist im mittleren und unteren Wasserbereich auf, in der Nähe ihres Wirts oder ihrer Ersatzanemone.
Futter und Futterumstellung
Der Percula-Clownfisch ist ein Allesfresser. In der Natur frisst er Zooplankton, kleine Krebstiere, Würmer und Algen. Im Aquarium akzeptieren Nachzuchten in der Regel sehr rasch Frostfutter wie Mysis, Artemia, Copepoden oder fein geschnittenes Fisch- und Muschelfleisch sowie hochwertiges Flocken- und Granulatfutter. Eine Futterumstellung ist bei Nachzuchten meist unproblematisch, weil sie von klein auf an Trocken- und Frostfutter gewöhnt sind. Sinnvoll ist eine abwechslungsreiche Ernährung in zwei bis drei kleinen Portionen täglich. Pflanzliche Bestandteile, etwa Spirulina-haltiges Futter, runden den Speiseplan ab. Überfütterung belastet das Wasser und sollte vermieden werden. Futterreste sollten nicht liegen bleiben.
Eingewöhnung
Neu eintreffende Tiere werden zunächst mit ungeöffnetem, schwimmendem Beutel an die Temperatur des Beckens angeglichen. Danach öffnet man den Beutel und gleicht den Salzgehalt, den pH-Wert und die Wasserzusammensetzung langsam über die Tropfmethode an. Dafür tropft man über ein bis zwei Stunden, bei empfindlichen Tieren auch länger, Beckenwasser in einen Eimer oder Behälter, in dem das Tier schwimmt. Anschließend wird der Fisch mit einem Kescher umgesetzt, das Transportwasser kommt nicht ins Becken. Gedimmtes Licht in den ersten Stunden hilft, Stress zu vermeiden. Bei bereits vorhandenen Clownfischen empfiehlt sich, das Riffgestein vorher umzugestalten, damit der Neuling kein feststehendes Revier vorfindet. In den ersten Tagen sollte das Verhalten und die Futteraufnahme beobachtet werden.
Geschlechtsunterschiede
Alle Percula-Clownfische werden zunächst als Männchen geboren. Es handelt sich um protandrische Zwitter. Stirbt das Weibchen einer Gruppe, wandelt sich das größte Männchen zum Weibchen um, das nächstgrößere übernimmt die Rolle des Zuchtmännchens. Äußerlich unterscheiden sich die Geschlechter in der Färbung nicht, das Weibchen ist aber meist deutlich größer und kräftiger. Bei den derzeit angebotenen Jungtieren lässt sich das spätere Geschlecht noch nicht erkennen.
Zucht
Die Art lässt sich in menschlicher Obhut gut vermehren, und genau deshalb sind Nachzuchten verfügbar. Ein eingespieltes Paar legt mehrere hundert Eier auf eine flache, saubere Fläche nahe dem Wirt oder an einem Stein. Das Männchen bewacht und befächelt das Gelege, das nach etwa einer Woche schlüpft. Im Gesellschaftsbecken werden die Larven meist gefressen. Eine eigene Aufzucht verlangt ein getrenntes Becken, kleinstes Lebendfutter wie Rotiferen und Mikroalgen sowie später Artemia-Nauplien. Das ist deutlich anspruchsvoller als die reine Haltung.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Tiere werden mit etwa 3 bis 4 cm als Jungfische geliefert. Ausgewachsen erreichen Männchen im Durchschnitt etwa 8 cm, Weibchen bis etwa 11 cm. Die Lebenserwartung ist beachtlich: Für Aquarienhaltung werden in der Praxis meist etwa 10 bis 15 Jahre genannt, bei guter Pflege auch deutlich mehr. Für Freilandtiere gibt es Schätzungen von bis zu rund 30 Jahren, vor allem bei Weibchen. Die Angaben unterscheiden sich je nach Quelle, deshalb ist dies nur eine vorsichtige Orientierung. Ein Percula-Clownfisch ist also ein langjähriger Begleiter.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.