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Europäischer Edelkrebs, Astacus astacus (Kaltwasser)

Heimischer Flusskrebs

Lebt in kühlen Gewässern mit hohem Sauerstoffgehalt und vielen Verstecken

Langlebig und robust

Erreicht bis zu 20 Jahre bei stabiler Wasserqualität und ausreichendem Schutz

Zucht möglich, aber anspruchsvoll

Weibchen tragen Eier im Winter, Jungtiere brauchen viele sichere Verstecke

Anspruchsvolle Haltung

Benötigt strukturreiche Teiche mit viel Sauerstoff und mind. 1 m² Fläche

Europäischer Edelkrebs, Astacus astacus (Kaltwasser)


Auf einen Blick: Europäischer Edelkrebs, Astacus astacus
Deutscher Name: Europäischer Edelkrebs
Wissenschaftlich: Astacus astacus
Synonyme: Edler Flusskrebs, Breitscheriger Flusskrebs
Herkunft: Ursprünglich in fast ganz Europa verbreitet, heute durch Krebspest vielerorts selten
Teichgröße: Mindestens 1 Quadratmeter pro Tier, größere Wasserflächen vorteilhaft
Wasserwerte: Mittleres bis hartes Wasser, pH 7,0 - 8,5, guter Sauerstoffgehalt
Temperatur: 4 - 22 °C, bevorzugt kühle, saubere Gewässer
Futter: Wasserpflanzen, Laub, kleine Tiere, Detritus, spezielles Krebsfutter
Geschlechtsunterschiede: Männchen meist größer und mit kräftigeren Scheren
Zucht möglich: Ja, aber nur bei optimalen Bedingungen
Maximale Größe: Bis zu 18 cm
Liefergröße: Ca. 5-10 cm
Im Detail: Herkunft und Beschreibung des Europäischen Edelkrebses (Astacus astacus)

Herkunft und Beschreibung des Europäischen Edelkrebses (Astacus astacus)

Der Europäische Edelkrebs, wissenschaftlich Astacus astacus, ist eine der bekanntesten einheimischen Krebsarten Europas. Früher weit verbreitet, ist sein Bestand durch die eingeschleppte Krebspest und die Zerstörung seiner natürlichen Lebensräume stark zurückgegangen. Edelkrebs-Populationen finden sich heute vor allem in klaren, sauerstoffreichen Gewässern mit einer naturnahen Struktur.
Sein Körper ist braun bis olivgrün gefärbt, mit einer charakteristisch breiten Scherenform, die ihn von anderen Krebsarten unterscheidet. Die Oberseite der Scheren ist meist leicht rötlich gefärbt. Männchen werden größer und besitzen im Verhältnis zur Körpergröße kräftigere Scheren. Seine robuste Erscheinung macht ihn zu einem faszinierenden Bewohner von naturnahen Teichen und Aquakulturen.
Der Europäische Edelkrebs kann ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen, wenn die Haltungsbedingungen optimal sind.

Natürlicher Lebensraum

Der Edelkrebs bewohnt vor allem klare Flüsse, Seen und Teiche mit kühlem, sauerstoffreichem Wasser. Er bevorzugt Verstecke in Uferböschungen, unter Steinen oder in Wurzeln, wo er sich tagsüber zurückzieht. In der Dämmerung und nachts wird er aktiv und geht auf Nahrungssuche.

Anforderungen an den Teich

Edelkrebsen sollte in Teichen genügend Platz zur Verfügung stehen, da es insbesondere während der Häutungsphasen zu Aggressionen und Kannibalismus kommen kann. Eine Mindestfläche von 1 Quadratmeter pro Tier ist ratsam. Der Teich sollte strukturreich mit Versteckmöglichkeiten, Pflanzen und Totholz gestaltet sein. Gute Wasserqualität mit einer funktionierenden Filterung ist essenziell.

Passende Wasserparameter

Der pH-Wert sollte zwischen 7,0 und 8,5 liegen, das Wasser darf mittelhart bis hart sein. Hohe Sauerstoffkonzentrationen sind besonders wichtig. Stehende oder schlecht durchlüftete Gewässer sind ungeeignet.

Ernährung

Der Edelkrebs ist ein Allesfresser mit Vorliebe für pflanzliche Nahrung wie Wasserpflanzen und Laub. Er frisst aber auch Aas, kleine wirbellose Tiere und spezielles Krebsfutter. Für eine gesunde Entwicklung sollten Laubblätter wie Eiche, Buche oder Seemandelbaumblätter angeboten werden.

Vergesellschaftung des Europäischen Edelkrebses

Der Edelkrebs kann mit friedlichen Fischen wie Moderlieschen oder Bitterlingen vergesellschaftet werden. Große oder aggressive Fische wie Barsche oder Raubfische sind ungeeignet, da sie Krebse angreifen könnten. Um Kannibalismus unter Krebsen zu vermeiden, sollten genügend Versteckmöglichkeiten vorhanden sein.

Geschlechtsunterschiede

Männliche Edelkrebsen haben größere und kräftigere Scheren im Verhältnis zum Körper. Weibchen besitzen eine breitere Schwanzplatte, um Eier zu tragen.

Die Zucht des Europäischen Edelkrebses

Die Zucht ist möglich, jedoch anspruchsvoll. Die Weibchen tragen die befruchteten Eier über den Winter an ihren Schwimmbeinen und entlassen im Frühjahr die Jungkrebse. Eine gute Wasserqualität und ausreichend Versteckmöglichkeiten sind essenziell für die erfolgreiche Aufzucht.

Maximale Größe des Europäischen Edelkrebses

Der Edelkrebs kann bis zu 18 cm groß werden, Männchen werden dabei meist etwas größer als Weibchen. Eine langsame, natürliche Wachstumsgeschwindigkeit führt zu einer höheren Lebenserwartung.

Temperaturbereiche: Kaltwasser (4-18°C) - kein Heizer

2 von 2 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen


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2 Bewertungen

14. Juli 2026 10:31

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Voll Zufrieden

Perfekt Verpackt und Wohlauf. Ein Traumhaft schönes Tier. Würde ich jederzeit wieder bestellen.

21. September 2024 15:42

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Toller Krebs

Hält sich gut im Kaltwasserbecken und Verträgt sich mit den Fischen

Fragen zum Artikel

Hallo, was bekomme ich bei Europäischer Edelkrebs geliefert, männlich oder weiblich, oder wie kann ich da was das Geschlecht betrifft gezielt bestellen. Grüße

Guten Tag,
Mit Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir bei diesen Tieren keine Geschlechterauswahl anbieten.

Hallo. Kann man den Flusskrebs gemeinsam mit Koi‘s halten Oder eher ungeeignet? LG, Thomas

Guten Tag
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Die Haltung von Edelkrebse (Astacus astacus) zusammen mit Kois ist nicht empfehlenswert. Kois benötigen wärmeres Wasser, während Edelkrebse kühle Temperaturen unter 20 °C brauchen. Zudem stören Kois durch ihr wühlendes Verhalten die Rückzugszonen der Krebse, und es besteht gegenseitige Verletzungsgefahr. Eine Vergesellschaftung ist nur in sehr großen, kühlen Naturteichen mit viel Struktur und geringem Fischbesatz denkbar.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie füttere ich meine Teichbewohner richtig?

Die Fütterung richtet sich nach der Art der Teichbewohner. Fische benötigen eine abwechslungsreiche Ernährung, die aus speziellem Teichfutter, Insektenlarven und pflanzlichen Bestandteilen bestehen sollte. Kois und Goldfische profitieren von hochwertigem schwimmendem Futter, während bodenlebende Arten wie Störe sinkendes Futter benötigen.

Wie oft sollte gefüttert werden? Im Sommer, wenn die Wassertemperatur über 15 °C liegt, können Fische 1-2 Mal täglich gefüttert werden. In der kalten Jahreszeit verlangsamt sich der Stoffwechsel – unter 10 °C sollte nur noch wenig, unter 5 °C gar nicht mehr gefüttert werden.

Was fressen Teichschnecken und Muscheln? Teichschnecken ernähren sich von Algen und abgestorbenem Pflanzenmaterial, können aber bei Bedarf mit Spirulina-Tabletten oder weichem Gemüse zugefüttert werden. Teichmuscheln filtern Mikroorganismen aus dem Wasser und benötigen keine zusätzliche Fütterung, solange der Teich biologisch ausgewogen ist.

Darf ich Brot oder Küchenabfälle füttern? Nein, Brot und andere Küchenreste sind ungeeignet, da sie das Wasser belasten und die Gesundheit der Tiere gefährden können. Es sollte ausschließlich hochwertiges Teichfutter oder natürliche, für die jeweilige Art geeignete Nahrung verwendet werden.

Wie verhindere ich eine Überfütterung? Füttern Sie nur so viel, wie die Tiere innerhalb weniger Minuten aufnehmen können. Reste sollten nicht im Wasser verbleiben, um eine Belastung des Wassers zu vermeiden. Eine gute Wasserqualität ist essenziell für gesunde Teichbewohner.

Wie werden Teichfische versendet?

Wie alle Fische sind auch Teichfische Wirbeltiere und werden von uns, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand der Teichtiere erfolgt grundsätzlich in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt bzw. bei Frost mit Heatpacks unterstützt.

Wie werden Wirbellose Teichtiere versendet?

Schnecken, Muscheln und Krebse sind wirbellose Tiere und können per DHL versendet werden. Die Tiere sind so gut verpackt, dass auch ein Transport über 2 oder 3 Tage den Tieren keine Probleme bereiten würde. In rund 90% der Fälle sind aber unsere DHL Pakete bereits am Folgetag des Versands beim Kunden. Wer seine Wirbellosen auf jeden Fall am nächsten Tag erhalten möchte, kann wahlweise per Tierkurier GO! versenden lassen.

Der Versand der Wirbellosen erfolgt unabhängig von der gewählten Versandart grundsätzlich in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Tiere mit zusätzlichem Wasservolumen vor zu starker Hitze geschützt. Bei Frost versenden wir sie mit zusätzlichen Heatpacks.

Wie neu gekaufte Teichbewohner eingewöhnen?

Um neue Teichbewohner wie Fische, Krebse, Muscheln oder Schnecken sicher in den Gartenteich einzugewöhnen, sollte eine behutsame Anpassung an die neuen Wasserbedingungen erfolgen. Falls bereits andere Tiere im Teich vorhanden sind, empfiehlt sich eine Quarantäne, um das Risiko von Krankheiten zu minimieren.

Die Eingewöhnung erfolgt nach einem schrittweisen Verfahren, unabhängig davon, ob Fische oder Wirbellose in den Teich eingesetzt werden.

Einsetzen von neuen Teichtieren:

  1. Setzen Sie die neuen Tiere mit dem Transportwasser in einen Eimer, eine Wanne oder einen separaten Behälter.
  2. Fügen Sie nach und nach Wasser aus dem Gartenteich hinzu, bis sich die Wassermenge innerhalb von 30-60 Minuten mindestens verdoppelt hat.
  3. Bei Fischen: Entnehmen Sie diese vorsichtig mit einem Kescher und setzen Sie sie in den Teich ein. Bei Muscheln und Schnecken: Platzieren Sie sie direkt auf den Teichgrund, damit sie sich selbstständig eingraben oder anhaften können. Bei Krebsen: Lassen Sie sie behutsam am Teichrand ins Wasser gleiten.
  4. Beobachten Sie die neuen Tiere in den nächsten Tagen regelmäßig auf Anzeichen von Stress oder Krankheiten. Eine neue Umgebung kann das Immunsystem schwächen und zu Anpassungsproblemen führen.
  5. Falls es sich um einen neu eingerichteten Teich handelt, sollten Sie die Wasserwerte, insbesondere den Nitritgehalt, in den ersten zwei Wochen nach dem Einsetzen der Tiere mindestens alle zwei Tage kontrollieren.
Woher stammen die bei Ihnen gekauften Teichtiere?

Unsere Wirbellosen stammen ausschließlich von einem deutschen Züchter, der die Tiere bereits in Teichen aufzieht. Auch fast alle unserer Fische stammen aus deutscher Nachzucht und werden direkt in Freilandteichen gezüchtet. Nur vereinzelt beziehen wir Tiere aus europäischer Nachzucht (z. B. aus Tschechien). In jedem Fall stammen unsere Teichtiere nicht aus Aquarien, sondern aus artgerechter Haltung unter Freilandbedingungen (Ausnahmen bilden hier nur die Rotflossenorfen, Zaccos, Makropoden und die Regenbogenelritzen, da diese auch in Aquarien gehalten werden können).

Brauche ich einen Filter oder eine Pumpe für meinen Teich?

Ob ein Filter oder eine Pumpe für den Teich notwendig ist, hängt von der Größe, dem Fischbesatz und der biologischen Selbstreinigungskraft des Teiches ab.

Wann ist ein Filter notwendig? Ein Teichfilter ist besonders dann erforderlich, wenn Fische gehalten werden, da diese durch ihre Ausscheidungen das Wasser belasten. Ohne eine Filteranlage kann sich schnell Ammoniak und Nitrit im Wasser ansammeln, was für Fische schädlich ist. In einem gut bepflanzten, naturnahen Teich mit wenigen oder keinen Fischen kann das Ökosystem die Wasserqualität oft selbst regulieren. Je mehr Fische im Teich leben, desto wichtiger wird ein leistungsfähiges Filtersystem.

Wann wird eine Pumpe benötigt? Eine Pumpe sorgt für eine gleichmäßige Wasserzirkulation und verbessert die Sauerstoffversorgung, was besonders an warmen Tagen wichtig ist. Stehende Gewässer neigen dazu, an Sauerstoffmangel zu leiden, was für Fische und andere Teichbewohner gefährlich werden kann. Falls der Teich einen Wasserfall, einen Bachlauf oder eine Fontäne besitzt, ist eine Pumpe unerlässlich, um die Wasserbewegung aufrechtzuerhalten.

Kann ein Teich ohne Filter oder Pumpe funktionieren? Ja, unter bestimmten Bedingungen kann ein Teich auch ohne technische Hilfsmittel auskommen. In einem gut geplanten Naturteich mit dichter Bepflanzung, wenig Fischbesatz und einem ausgeglichenen Nährstoffhaushalt übernehmen Pflanzen, Mikroorganismen und natürliche Prozesse die Reinigung und Sauerstoffversorgung. Eine ausreichende Tiefe (mindestens 80 cm) hilft, Temperaturschwankungen auszugleichen und die Wasserqualität zu stabilisieren.

Welche Filterarten gibt es?

  • Druckfilter: Geeignet für größere Teiche mit Fischbesatz, da sie hohe Wassermengen filtern und oft mit einer UV-Lampe zur Algenbekämpfung ausgestattet sind.
  • Durchlauffilter: Ideal für mittelgroße bis große Teiche mit vielen Fischen, da sie effizient mechanische und biologische Reinigung kombinieren.
  • Schwamm- oder Biofilter: Für kleinere Teiche oder Naturteiche ohne hohen Fischbesatz, da sie das Wasser schonend klären und nützliche Bakterien ansiedeln.

Fazit: Ob ein Filter oder eine Pumpe notwendig ist, hängt vom individuellen Teich ab. In einem Fischteich sind beide Komponenten meist unerlässlich, während ein gut durchdachter Naturteich oft ohne auskommt. Eine regelmäßige Kontrolle der Wasserwerte hilft dabei, den Bedarf an Technik besser einzuschätzen.

Geschlechtsauswahl bei unseren Teichbewohnern

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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