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Pazifischer Rotfeuerfisch, Pterois volitans
| Deutscher Name: | Pazifischer Rotfeuerfisch |
| Wissenschaftlich: | Pterois volitans |
| Synonyme: | Rotfeuerfisch, Eigentlicher Rotfeuerfisch, Indopazifischer Rotfeuerfisch, Feuerfisch, Red Lionfish, Volitan Lionfish, Truthahnfisch |
| Herkunft: | Indopazifik (v. a. westlicher Pazifik) |
| Riffaquarium-tauglich: | Ungeeignet für Garnelen, Krebse und kleine Fische; Korallen bedingt geeignet |
| Verträglichkeit: | Raubfisch; nur mit deutlich größeren, wehrhaften Fischen, Artgenossen eher nur klein und in großen Becken |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 8–12 °dKH |
| Temperatur: | 24–26 °C |
| Beckengröße: | Jungtier zunächst ab ca. 400 l, dauerhaft ab 500 l, besser 700 l und mehr |
| Futter: | Fleischfresser: Frostfutter wie Garnelen, Fischfilet, Krill; anfangs oft Lebendfutter |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel; robust, aber groß, gefräßig und giftig |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich kaum sicher erkennbar |
| Zucht möglich: | Im Aquarium nicht üblich; keine Nachzucht-Angabe zu diesem Artikel |
| Maximale Größe: | Lieferware 7–9 cm; erwachsen ca. 30–38 cm, maximal bis rund 45 cm |
| Liefergröße: | ca. 7,0-9,0 cm |
Herkunft von Pazifischer Rotfeuerfisch (Pterois volitans)
Der Pazifische Rotfeuerfisch gehört zur Familie der Skorpionfische und ist im tropischen Indopazifik zu Hause, mit Schwerpunkt im westlichen Pazifik. Sein nächster Verwandter, der Indische Rotfeuerfisch Pterois miles, ersetzt ihn weiter westlich, etwa vom Roten Meer bis Sumatra. Beide sehen sich sehr ähnlich und werden im Handel immer wieder verwechselt, der Unterschied liegt unter anderem in der Zahl der Flossenstrahlen. In der Natur besiedelt Pterois volitans Lagunen und Außenriffe, von trüben, küstennahen Bereichen bis in Tiefen von über 50 Metern. Tagsüber hält er sich gern versteckt in Höhlen und Spalten auf, oft regungslos und mit dem Kopf nach unten. Nachts geht er auf die Jagd: Mit weit gespreizten Brustflossen drängt er kleine Fische, Garnelen und Krabben in eine Ecke und schlingt sie mit einem einzigen Zug hinunter. Seine auffälligen Streifen und die fächerartigen Flossen sind eine Warnung, denn die Stacheln sind giftig. Wichtig zu wissen: Außerhalb seiner natürlichen Heimat, etwa in der Karibik und vor der Ostküste der USA, ist die Art eine problematische invasive Spezies. Aus diesem Grund darf ein Rotfeuerfisch niemals in freie Gewässer ausgesetzt werden. Für diesen Artikel liegt keine Angabe zu Nachzucht vor, daher gehen wir nicht von einer Nachzucht aus.
Eignung für das Riffaquarium
Ungeeignet für Garnelen, Krebse und kleine Fische; für Korallen nur bedingt geeignet. Der Rotfeuerfisch ist ein Lauerjäger, der alles frisst, was in sein großes Maul passt. Garnelen, Einsiedler, Krabben und kleine Riffbewohner wie Grundeln, Riffbarsche oder Seepferdchen sind darum keine Mitbewohner, sondern Beute. Korallen werden in der Regel nicht angefressen, doch das ist keine Freikarte: Die Art ist sehr gefräßig und erzeugt beim Fressen viel Schmutz und Nährstoffe, was empfindliche Steinkorallen im Riffbecken belasten kann. Mit robusten Weich- und Lederkorallen sowie großen, wehrhaften Fischen in einem großzügigen Becken ist die Kombination machbar. Ein klassisches, artenreiches Riffaquarium mit kleinen Wirbellosen ist dagegen nicht der richtige Ort. Wichtig: Auch Fische, die bei Einzug noch zu groß erscheinen, können später zur Beute werden, da das Tier schnell wächst.
Vergesellschaftung und Verhalten
Der Pazifische Rotfeuerfisch ist ein Raubfisch mit eher ruhigem, lauerndem Verhalten, aber ohne Rücksicht auf alles, was klein genug zum Verschlucken ist. Als Mitbewohner kommen nur Fische in Frage, die deutlich größer oder zumindest nicht schluckbar sind, etwa größere Lippfische, Kaiserfische oder Doktorfische. Sehr ruppige Arten können den eher gemütlichen Feuerfisch beim Futter bedrängen oder stressen. Lieferware von 7–9 cm wirkt harmlos, ist aber schon ein Jäger und wächst rasch. Artgenossen wurden zumindest im Jugendalter gemeinsam gepflegt, doch das gelingt nur in sehr großen Becken und ist kein Selbstläufer; Streit um Verstecke und Futter ist möglich. Planen Sie Höhlen und Überhänge ein, in denen er tagsüber ruhen kann. Neue Tiere verstecken sich anfangs oft, werden mit der Zeit aber meist sehr aktiv und zeigen sich im Freiwasser.
Wasserwerte und Temperatur
Dichte 1,023–1,025 (etwa 32–35 ‰ Salzgehalt), pH-Wert 8,1–8,4, Karbonathärte 8–12 °dKH, Temperatur 24–26 °C (vertragen werden grundsätzlich auch etwas breitere Bereiche, stabile Werte sind aber wichtiger). Ammonium, Nitrit und möglichst auch Nitrat sollten niedrig bleiben, denn der Rotfeuerfisch frisst viel und scheidet entsprechend viel aus. Eine kräftige Filterung und ein leistungsfähiger Eiweißabschäumer sind sinnvoll. Mäßige Strömung genügt. Beachten Sie, dass Feuerfische empfindlich auf kupferhaltige Medikamente reagieren; Behandlungen sollten deshalb nur gezielt und möglichst im separaten Becken erfolgen.
Aquarium und Einrichtung
Lieferware von 7–9 cm kommt zunächst in einem Becken ab etwa 400 Litern zurecht, aber die Art wächst schnell. Für die Dauerhaltung eines erwachsenen Tieres empfehlen sich mindestens 500 Liter, besser 700 Liter und mehr mit ausreichend Grundfläche und mindestens 150 cm Kantenlänge. Angaben aus der Fachliteratur und dem Handel liegen bei rund 450 bis 750 Litern für ausgewachsene Fische, daher bitte großzügig planen. Wichtig sind Höhlen, Überhänge und freier Schwimmraum. Ein Deckel oder eine Abdeckung ist ratsam: Springen gilt nicht als typisches Problem, aber Vorsicht schadet nicht, zumal der Fisch bei Stress oder Schreck unberechenbar reagieren kann. Giftrisiko: Die Stacheln von Rücken-, Bauch- und Afterflosse enthalten Gift. Ein Stich ist sehr schmerzhaft, kann Übelkeit und Kreislaufbeschwerden auslösen und sollte ärztlich abgeklärt werden. Arbeiten Sie im Becken mit Vorsicht, am besten mit Handschuhen, Futterzange und Fangbehälter statt Netz.
Futter und Futterumstellung
Der Rotfeuerfisch ist ein reiner Fleischfresser. Wildfänge nehmen anfangs oft nur lebende Futtertiere wie Futtergarnelen oder kleine Fische an. Mit Geduld lässt sich die Mehrzahl der Tiere auf Frostfutter umstellen: Garnelen, Krill, Fischfilet, Muschelfleisch oder Silberfisch, am besten an einer Futterzange oder Pinzette bewegt, damit das Futter wie Beute aussieht. Trockenfutter wird in der Regel nicht als Hauptnahrung angenommen, kann bei Gewöhnung allenfalls ergänzend ausprobiert werden. Jungtiere füttern Sie täglich bis alle zwei Tage, ausgewachsene Fische reichen auch mit zwei bis drei Mahlzeiten pro Woche. Vermeiden Sie Überfütterung, denn die Fische fressen sehr gierig und belasten das Wasser stark. Reste sollten zügig abgesaugt werden.
Eingewöhnung
Das Tier sollte im Beutel zunächst zur Ruhe kommen und dann in einer Tropfmethode über etwa 60 bis 90 Minuten langsam an Temperatur und Salzgehalt des Beckens angeglichen werden, am besten in einer abgedunkelten Umgebung. Wegen der giftigen Stacheln den Fisch nicht mit der Hand anfassen, sondern mit einem Behälter oder dicht gewebtem Kescher umsetzen und den Beutel vorsichtig über Wasser entleeren, ohne das Transportwasser ins Becken zu geben. Anfangs verstecken sich Rotfeuerfische oft und fressen noch nicht; bieten Sie Ruhe, Höhlen und gedämpftes Licht. Gelingt die erste Fütterung mit lebenden Garnelen oder frischem Futter nicht sofort, bleiben Sie geduldig. Eine Quarantäne wird empfohlen, wobei Kupfer nicht eingesetzt werden sollte.
Geschlechtsunterschiede
Ein sicherer äußerer Unterschied zwischen Männchen und Weibchen ist bei Lieferware nicht erkennbar. Geschlechtsreife tritt frühestens bei etwa 16 cm Länge ein. Für die Haltung spielt das Geschlecht keine Rolle, eine Paarbildung lässt sich nicht gezielt planen.
Zucht
Im Heimaquarium ist die Vermehrung nicht üblich. In der Natur laicht die Art regelmäßig, mancherorts etwa im Monatsrhythmus, und die Larven leben ungefähr einen Monat im offenen Wasser, bevor sie sich an Riffen ansiedeln. Für diesen Artikel ist keine Nachzucht angegeben.
Endgröße und Lebenserwartung
Erwachsene Tiere werden meist 30–38 cm lang, in Einzelfällen bis rund 45 cm; Lieferware mit 7–9 cm ist also noch weit vom Endmaß entfernt und wächst zügig. Die Lebenserwartung liegt nach den verfügbaren Angaben bei etwa 10 Jahren, in menschlicher Obhut werden teils 10–15 Jahre genannt, in Einzelfällen sogar etwas mehr. Verlässliche Unterschiede zwischen Geschlechtern oder zwischen Freiland und Aquarium sind nicht belegt. Rechnen Sie bei guter Pflege mit einem langjährigen Pflegling.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.