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Blauroter Perusalmler, Hyphessobrycon margitae, ca. 3,0-4,0 cm

Blau trifft Rot

Irisierende Seitenzone und rote Flossen leuchten im Schwarm.

Friedlicher Gruppensalmler

Ab zehn Tieren zeigt die Art ihr ruhiges Sozialverhalten.

Kompakte Endgröße

Mit rund 4 cm passend für bepflanzte Becken ab 80 Litern.

Weichwasser bevorzugt

Weiches, leicht saures Wasser unterstützt satte Farben.

Blauroter Perusalmler, Hyphessobrycon margitae, ca. 3,0-4,0 cm


Auf einen Blick: Blauroter Perusalmler, Hyphessobrycon margitae
Deutscher Name:Blauroter Perusalmler
Wissenschaftlich:Hyphessobrycon margitae
Synonyme:Rot-Blauer Perusalmler, Rotblauer Margitae-Salmler, Bleeding Blue Tetra, Red-Blue Peru Tetra
Herkunft:Peru, Region Loreto, Einzugsgebiet des Río Nanay
Gesellschafts-Aquarium:Friedlicher Gruppensalmler; mindestens 10 Tiere pflegen
Wasserwerte:Weich bis mäßig hart, pH etwa 5,5–7,2
Temperatur:22–26 °C
Beckengröße:Ab 80 Litern und mindestens 60 cm Kantenlänge
Bepflanzung:Gut strukturiert, mit Deckung und freien Schwimmzonen
Futter:Feines Trockenfutter sowie kleines Frost- und Lebendfutter
Geschlechts-Unterschiede:Männchen farbkräftiger, Weibchen meist etwas fülliger
Zucht möglich:Freilaicher ohne Brutpflege; separates Zuchtbecken empfohlen
Maximale Größe:Etwa 4 cm Standardlänge
Liefergröße:ca. 3,0-4,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Bedingt geeignet; adulte Garnelen meist unbehelligt, Nachwuchs gefährdet
Im Detail: Blauroter Perusalmler, Hyphessobrycon margitae

Herkunft von Blauroter Perusalmler (Hyphessobrycon margitae)

Hyphessobrycon margitae ist sicher aus Peru belegt. Das Typenmaterial stammt aus der Region Loreto und wurde 2013 aus dem Einzugsgebiet des Río Nanay importiert; eine enger gefasste Fundstelle nennt die Erstbeschreibung nicht. Der Río Nanay gehört zum westlichen Amazonasraum bei Iquitos und ist für sehr mineralarmes, häufig huminstoffreiches Wasser bekannt. Für die Art selbst sind jedoch bislang keine ausführlichen Freilanddaten zu Strömung, Gewässertiefe, Bodengrund oder Begleitfauna veröffentlicht. Entsprechend sollte man allgemeine Landschaftsbilder nicht als exakt dokumentiertes Mikrohabitat ausgeben. Für die Aquarienpraxis bietet sich dennoch eine ruhige, naturnah wirkende Gestaltung an: Dunkler Sand, Wurzeln, etwas Falllaub und gedämpftes Licht lassen die blau schimmernde Körperzone besonders schön hervortreten. Freie Schwimmflächen sollten zwischen bepflanzten oder mit Holz gegliederten Randbereichen erhalten bleiben. Da ein Teil der angebotenen Tiere aus Importen stammen kann und Handelsbezeichnungen nicht einheitlich verwendet werden, empfiehlt sich bei Neuzugängen eine sorgfältige Eingewöhnung an Temperatur und Leitwert. Die Art wurde erst 2016 wissenschaftlich beschrieben und ist im Handel noch deutlich seltener als viele bekannte Hyphessobrycon-Arten.

Vergesellschaftung

Der Blaurote Perusalmler ist ein friedlicher, geselliger Salmler, der nicht einzeln oder paarweise gehalten werden sollte. Eine Gruppe von mindestens zehn Tieren vermittelt Sicherheit und ermöglicht das natürliche Imponier- und Schwimmverhalten. In größeren Gruppen verteilen sich kurze Verfolgungen unter den Männchen besser, zugleich kommt das wechselnde Blau der Körperseiten eindrucksvoller zur Geltung. Als Gesellschaft eignen sich ruhige, ähnlich große Fische mit vergleichbaren Ansprüchen, beispielsweise kleine südamerikanische Salmler, Beilbauchsalmler oder friedliche Panzerwelse. Deutlich größere, räuberische oder sehr stürmische Arten sind ungeeignet. Trotz seiner geringen Körpergröße benötigt der Schwarm eine zusammenhängende freie Schwimmzone.

Passende Wasserparameter

Weiches, leicht saures Wasser entspricht der Herkunft aus dem Río-Nanay-System am ehesten. Für die Aquarienhaltung ist ein pH-Wert von etwa 5,5 bis 7,2 bei ungefähr 2 bis 10 °dGH ein vorsichtiger Praxisbereich. Die veröffentlichten Haltungsangaben weichen voneinander ab, weshalb stabile Verhältnisse wichtiger sind als das Ausreizen der Grenzwerte. Besonders Importtiere sollten langsam an abweichende Leitwerte gewöhnt werden. Eine geringe organische Belastung, regelmäßige Teilwasserwechsel und eine sanfte Filterströmung unterstützen die empfindliche Kiemen- und Schleimhautgesundheit. Huminstoffe aus geeignetem Laub oder Erlenzapfen können das gewünschte Weichwassermilieu ergänzen, ersetzen aber keine gute Wasserpflege.

Haltungstemperatur

Ein dauerhafter Temperaturbereich von 22 bis 26 °C ist für die Haltung gut geeignet. Rund 24 bis 25 °C bilden einen sinnvollen Mittelwert für ein Gesellschaftsaquarium. Höhere Temperaturen beschleunigen den Stoffwechsel und sollten nicht ohne besonderen Grund dauerhaft eingestellt werden. Beim Umsetzen neuer Tiere sind abrupte Temperaturwechsel zu vermeiden.

Beckengröße

Für eine Gruppe von mindestens zehn Tieren empfiehlt sich ein Aquarium ab etwa 80 Litern mit mindestens 60 cm Kantenlänge. Entscheidend ist eine ausreichend lange, ununterbrochene Schwimmstrecke im mittleren Beckenbereich. Größere Gruppen oder eine Vergesellschaftung mit weiteren Freiwasserfischen benötigen entsprechend mehr Raum. Eine dichte Besetzung kleiner Aquarien wird dem beweglichen Gruppenverhalten nicht gerecht und erschwert die dauerhafte Sicherung guter Wasserqualität.

Bepflanzung

Eine abwechslungsreiche Einrichtung verbindet geschützte Randzonen mit offenem Schwimmraum. Feinfiedrige Pflanzen, Moose, höhere Stängelpflanzen und einzelne Schwimmpflanzen bieten Deckung und dämpfen das Licht. Wurzeln und dunkler Bodengrund unterstreichen die irisierenden Blau- und Violetttöne, ohne das Becken vollständig zu verdunkeln. In der Mitte oder im Vordergrund sollte eine freie Zone für den Schwarm bleiben. Falllaub kann sparsam eingesetzt werden und schafft zusätzliche Struktur; verrottendes Material muss jedoch kontrolliert und bei Bedarf entfernt werden.

Futter

Über die natürliche Nahrung dieser Art liegen keine detaillierten Untersuchungen vor. Im Aquarium nimmt der Blaurote Perusalmler feines Flockenfutter, weiches Mikrogranulat und kleine Frostfuttersorten an. Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien und fein zerteilte Mückenlarven sorgen für Abwechslung und unterstützen eine gute Kondition. Wegen des kleinen Mauls müssen sämtliche Futterstücke passend bemessen sein. Mehrere kleine Portionen sind günstiger als eine große Fütterung. Eine abwechslungsreiche Ernährung ist besonders wichtig, wenn die kräftige Rotfärbung der Flossen und das intensive Blau gut entwickelter Männchen erhalten werden sollen.

Geschlechtsunterschiede

Beide Geschlechter erreichen ungefähr dieselbe Länge. Adulte Männchen zeigen gewöhnlich die kräftigere Färbung: Ihre blaue Körperzone wirkt intensiver, während vor allem After-, Schwanz- und Fettflosse deutlich rot werden können. Weibchen sind meist zurückhaltender gefärbt und erscheinen bei Laichansatz fülliger. Zusätzlich reichen die Bauchflossen der Männchen weiter nach hinten als bei den Weibchen. Bei jungen, frisch importierten oder noch nicht eingewöhnten Tieren ist eine sichere Unterscheidung deutlich schwieriger.

Zucht

Hyphessobrycon margitae ist ein eierlegender Freilaicher und betreibt keine Brutpflege. Für einen gezielten Ansatz eignet sich ein separates, schwach beleuchtetes Becken mit sehr sauberem, weichem und leicht saurem Wasser. Feines Moos, Laichmops oder ein Laichrost schützen einen Teil der Eier vor den Elterntieren. Gut konditionierte Paare oder eine kleine Zuchtgruppe werden eingesetzt und nach dem Ablaichen wieder herausgefangen. Die winzigen Jungfische benötigen zunächst besonders feines Aufzuchtfutter wie Infusorien oder Rädertierchen; später können frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien gereicht werden. Artspezifische, frei zugängliche Zuchtberichte sind noch vergleichsweise selten, daher sollten konkrete Zeit- und Wasserangaben vorsichtig erprobt werden.

Endgröße

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung dokumentiert Exemplare bis rund 4 cm Standardlänge, also ohne Schwanzflosse gemessen. Im Aquarium ist daher mit etwa 4 cm Körperlänge und einer geringfügig größeren Gesamtlänge zu rechnen. Männchen und Weibchen werden ungefähr gleich groß. Die angebotene Größe von 3 bis 4 cm entspricht bereits gut entwickelten bis annähernd ausgewachsenen Tieren.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Eine Vergesellschaftung mit Garnelen ist nur bedingt empfehlenswert. Große Amanogarnelen und kräftige, ausgewachsene Zwerggarnelen werden meist nicht als Beute betrachtet, eine vollständige Sicherheit besteht bei einem kleinen, tierisch fressenden Salmler jedoch nicht. Sehr kleine oder frisch gehäutete Garnelen können bedrängt werden. Junggarnelen passen problemlos ins Beuteschema und werden in einem offenen Gesellschaftsbecken deutlich dezimiert. Dichte Moospolster, feine Pflanzen und Laub verbessern ihre Chancen, reichen für eine gezielte Garnelenvermehrung aber nicht zuverlässig aus.

Temperaturbereiche: Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen

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1 Bewertung

28. November 2024 16:11

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Ein wunderschöner Fisch, sogar während der Balz farbenfroher als auf den Fotos im Internet

Ich habe mir die Rot-blauen Perusalmler zu bereits vorhandenen bestellt um den "Schwarm" zu erweitern. Vorher waren es 17 Stück, dazu bestellt habe ich 11 Stück. Die Fische waren knapp 16 Stunden auf dem Weg mit GO! Express, kamen aber dennoch alle unversehrt an. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit von 60 Minuten aufwärts durften die Fische auch schon ins Aquarium - und bereits nach ein paar Stunden konnte man sehen dass sich alle gleich mit den älteren Kollegen angefreundet haben :) Bis zum heutigen Tage leben sowohl die 17 Stück die wir schon länger haben, als auch die 11 von hier bestellten Rot-blauen Perusalmler und sind putzmunter. Ich halte die Fische bei einer Wassertemperatur von 25 Grad und einem PH-Wert von 7 in einem 240 Liter Becken. Beklagen kann ich mich nicht, ich werde hier auf jeden Fall wieder bestellen!

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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