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Midas-Schleimfisch, Ecsenius midas
| Deutscher Name: | Midas-Schleimfisch |
| Wissenschaftlich: | Ecsenius midas |
| Synonyme: | Goldener Schleimfisch, Persischer Schleimfisch, Midas Blenny, Golden Blenny, Persian Blenny, Lyretail Blenny |
| Herkunft: | Indopazifik inkl. Rotes Meer, von Ostafrika bis zu den Marquesas |
| Riffaquarium-tauglich: | Korallen: geeignet; Garnelen und Wirbellose: geeignet; kleine Planktonfresser: bedingt |
| Verträglichkeit: | Einzelhaltung ratsam; gegenüber anderen Schleimfischen oft zänkisch, sonst meist friedlich |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025 (ca. 35 ‰), pH 8,1–8,4, KH 8–12 °dKH |
| Temperatur: | 23–27 °C |
| Beckengröße: | Für ein Tier ab ca. 200 l empfohlen; Abdeckung zwingend |
| Futter: | Planktonfresser: Mysis, Artemia, Copepoden, feines Frost- und Trockenfutter |
| Schwierigkeitsgrad: | Einsteigergeeignet bis mittel, bei stabilen Wasserwerten robust |
| Geschlechts-Unterschiede: | Nur schwach ausgeprägt; Weibchen meist etwas kleiner, mit reduziertem ersten Rückenflossenstrahl |
| Zucht möglich: | Haftlaicher; Aquarienvermehrung bei Ecsenius bisher nicht verlässlich belegt |
| Maximale Größe: | Bis ca. 13 cm; Liefergröße hier 5–7 cm |
| Liefergröße: | ca. 5,0-7,0 cm |
Herkunft von Midas-Schleimfisch (Ecsenius midas)
Der Midas-Schleimfisch, wissenschaftlich Ecsenius midas, wurde 1969 von Walter Starck beschrieben und gehört zur Familie der Schleimfische (Blenniidae). Sein Verbreitungsgebiet ist riesig: Es reicht im Indopazifik vom Golf von Akaba im Roten Meer und der Südostküste Afrikas über den Indischen Ozean und Indonesien bis zu den Marquesas im Pazifik. Dort lebt er an klaren Küstenriffen und Außenhängen, meist in Tiefen zwischen etwa 2 und 40 Metern, bevorzugt in felsigen, korallenreichen Bereichen mit vielen Spalten und Löchern. Anders als viele Verwandte weidet er nicht überwiegend Algen ab, sondern ernährt sich vor allem von Zooplankton, das er im Mittelwasser aus der Strömung pickt. Deshalb sieht man ihn oft frei über dem Riff schwimmen, sogar in Gesellschaft von Fahnenbarschen, denen er sich in Färbung und Auftreten anpassen kann. Das ist eine clevere Tarnstrategie, die ihm Schutz bietet. Die Grundfarbe ist ein warmes Goldorange bis Gelb, oft mit einem hellblauen Schimmer unter dem Kinn, blau umrandeten Augen und einem dunklen Fleck nahe dem After. Ein Hinweis zur Einordnung: Die Art gilt nach der Roten Liste als nicht gefährdet. Für diesen Artikel ist keine Nachzucht angegeben; Tiere der Art stammen im Handel häufig aus Wildfängen, weshalb eine sorgfältige Eingewöhnung wichtig ist.
Eignung für das Riffaquarium
Korallen: geeignet. Der Midas-Schleimfisch frisst Zooplankton und zeigt an Steinkorallen, Weichkorallen und Polypen in der Regel kein Interesse; er nutzt sie lediglich als Aussichtsplatz. Garnelen und andere Wirbellose: geeignet, es sind keine Probleme mit üblichen Riffgarnelen, Schnecken, Einsiedlern oder Seesternen bekannt. Ein Restrisiko bei sehr kleinen Jungtieren lässt sich bei jedem Fisch dieser Größe nie ganz ausschließen. Bedingt geeignet ist er dagegen gegenüber kleinen, ähnlich lebenden Fischen: Berichte aus der Praxis beschreiben, dass er gelegentlich Feuerfische (Nemateleotris) oder Grundeln anzwickt, vor allem im engen Becken. Mit mehreren Schleimfischen, besonders der eigenen Art, kommt es leicht zu Streit. Der Fisch springt außerdem sehr gern: Eine eng schließende Abdeckung oder ein Gitter ist verpflichtend, auch wenn das Becken wenige Zentimeter Wasserstand unter dem Rand hat.
Vergesellschaftung und Verhalten
Der Midas-Schleimfisch ist ein aktiver, neugieriger Mittelwasserschwimmer und im Alltag meist friedlich, entwickelt aber ein deutliches Revierverhalten rund um seine Lieblingshöhle. Gegenüber anderen Schleimfischen ist er oft unverträglich, deshalb empfehlen wir die Einzelhaltung. Wer mehrere Schleimfische pflegen möchte, braucht ein sehr großes, strukturreiches Becken mit klar getrennten Revieren, und selbst dann bleibt ein Risiko. Mit Doktorfischen, Zwergkaiserfischen, Riffbarschen oder Lippfischen ähnlicher Größe klappt die Vergesellschaftung in der Regel, wenn ausreichend Versteckmöglichkeiten vorhanden sind. Kleine, friedliche Planktonfresser wie Feuerfische oder Zwerggrundeln können angegangen werden. Mit deutlich größeren Räubern sollte er nicht gehalten werden, da er als Beute gesehen werden kann. Setzen Sie ihn am besten nach den scheueren Mitbewohnern ein oder stellen Sie vorher die Dekoration um, damit Reviere neu verteilt werden.
Wasserwerte und Temperatur
Der Midas-Schleimfisch ist anpassungsfähig, profitiert aber wie alle Riffbewohner von konstanten Werten. Empfohlen sind eine Dichte von 1,023 bis 1,025 (entspricht etwa 32–35 ‰ Salzgehalt) bei 25 °C, ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4, eine Karbonathärte von 8 bis 12 °dKH und eine Temperatur von 23 bis 27 °C. Ammonium und Nitrit müssen null sein, Nitrat sollte niedrig bleiben. Mäßige bis lebhafte Strömung entspricht seinem Lebensraum, wichtig ist zusätzlich freier Schwimmraum vor dem Riffaufbau. Regelmäßige Teilwasserwechsel und eine gute Abschäumung helfen, die Wasserqualität dauerhaft stabil zu halten. Starke Schwankungen von Temperatur oder Salzgehalt sollten vermieden werden.
Aquarium und Einrichtung
Für einen einzelnen Midas-Schleimfisch empfehlen wir ein Becken ab etwa 200 Litern. Die Angaben in der Literatur gehen auseinander: Manche Quellen nennen schon rund 115 Liter, andere 200 Liter oder mehr. Wir raten zur größeren Variante, weil die Art gern im Mittelwasser schwimmt und Platz für ein Revier benötigt. Das Becken sollte eine Länge von mindestens 100 cm haben. Ein stabiler Riffaufbau mit vielen kleinen Höhlen, Löchern und Spalten ist wichtig, denn dort schläft der Fisch und zieht sich bei Stress zurück. Die Beckenabdeckung muss sicher geschlossen sein, weil der Fisch aus offenen Becken springen kann. Für die Haltung mehrerer Schleimfische sind deutlich größere Becken nötig, in der Regel mehrere hundert Liter.
Futter und Futterumstellung
Der Midas-Schleimfisch ist in der Natur ein Planktonfresser und kein reiner Algenweider. Im Aquarium nimmt er in der Regel Frostfutter wie Mysis, Artemia (angereichert), Cyclops und fein gehacktes Meeresfleisch an, außerdem hochwertiges Trockenfutter als Flocken, Granulat oder Pellets. Spirulina-haltige Produkte ergänzen die Kost sinnvoll, Algenaufwuchs im Becken wird nebenbei geknabbert. Da er aktiv schwimmt und kleine Mengen häufig frisst, füttern Sie zwei- bis dreimal täglich kleine Portionen. Frisch eingewöhnte Tiere akzeptieren Lebendfutter und Frostfutter meist am schnellsten; stellen Sie danach schrittweise auf Trockenfutter um. Eine gut eingefahrene Becken mit Copepoden ist ein zusätzlicher Gewinn. Beobachten Sie in den ersten Tagen, ob der Fisch tatsächlich frisst und einen leicht gerundeten Bauch behält.
Eingewöhnung
Vor dem Einsetzen empfiehlt sich eine Quarantäne, vor allem bei Wildfängen. Zum Akklimatisieren wird der Beutel zunächst ungeöffnet etwa 15 bis 20 Minuten im Becken temperiert. Danach öffnen Sie ihn und gleichen den Salzgehalt und die Temperatur langsam mit der Tropfmethode an, über etwa 45 bis 90 Minuten, wobei das Wasser im Eimer nicht mehr als verdoppelt werden sollte. Setzen Sie den Fisch ohne das Transportwasser mit einem Kescher ein und dämmen Sie das Licht in der ersten Stunde. Decken Sie das Becken sicher ab, denn in der ersten Zeit springen Neuzugänge besonders leicht. Bieten Sie viele Verstecke, damit er sich orientieren kann, und füttern Sie am ersten Tag nur sparsam. Schaut der Fisch nach Stunden noch dauerhaft dunkel gefärbt aus, prüfen Sie Wasserwerte und Mitbewohner.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter sind nur schwer zu unterscheiden. Nach Beobachtungen sind Weibchen meist etwas kleiner als Männchen und haben einen reduzierten ersten Rückenflossenstrahl. Für Händler und Pfleger ist das bei Jungtieren in der Liefergröße von 5 bis 7 cm kaum erkennbar, ein sicheres Geschlecht lässt sich daher nicht zusagen.
Zucht
Der Midas-Schleimfisch bildet in der Natur Paare, klebt seine Eier an Untergrund in Höhlen und Spalten, die Larven leben zunächst im freien Wasser (Plankton). Im Aquarium ist eine Nachzucht von Ecsenius-Arten bisher nicht verlässlich dokumentiert, eine Vermehrung im Heimbecken sollte also nicht erwartet werden. Auch Verpaarungen sind bei der territorialen Art riskant, zumal bei Schleimfischen Streit schnell eskaliert.
Endgröße und Lebenserwartung
Erwachsene Tiere erreichen etwa 13 cm Gesamtlänge, einzelne Wildfänge werden laut Berichten bis zu 15 cm groß. Die hier angebotene Größe von 5 bis 7 cm entspricht einem Jungfisch, der noch deutlich wachsen wird. Zur Lebenserwartung gehen die Angaben auseinander: Mehrere Quellen nennen etwa 2 bis 5 Jahre, andere 5 bis 8 Jahre im gut geführten Riffaquarium. Wir gehen daher vorsichtig von einigen Jahren aus, mit der Chance auf eine längere Lebensdauer bei stabilen Werten und guter Fütterung. Verlässliche Zahlen für Freilandtiere oder getrennt nach Geschlecht liegen nicht vor.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.