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Gelbe Fidschi-Lederkoralle (Nachzucht), Sarcophyton elegans, Größe S–M
| Deutscher Name: | Gelbe Fidschi-Lederkoralle (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Sarcophyton elegans |
| Synonyme: | Gelbe Lederkoralle, Fidschi Lederkoralle, Fiji Yellow Leather, Yellow Leather Coral, Gelbe Pilzlederkoralle |
| Herkunft: | Nachzucht; Art im Indopazifik von Fidschi bis zu den Seychellen |
| Korallengruppe: | Weichkoralle, Lederkoralle mit Zooxanthellen |
| Lichtbedarf: | Hell, viel Licht für die gelbe Färbung |
| Strömung: | Kräftig und wechselnd |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Oberer bis mittlerer Bereich, freistehend mit viel Abstand |
| Ernährung: | Photosynthese, gelegentlich feines Plankton |
| Wachstum: | Eher langsam, flach gewellter Kopf |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel, braucht Licht, Strömung und stabile Werte |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Gelbe Fidschi-Lederkoralle (Nachzucht) (Sarcophyton elegans)
Die Gelbe Fidschi-Lederkoralle ist eine der farbenprächtigsten Lederkorallen und vor allem durch Importe von den Fidschi-Inseln bekannt geworden, auf die auch ihr deutscher Name zurückgeht. Ihr Verbreitungsgebiet reicht jedoch weiter durch den Indopazifik, mit Nachweisen unter anderem von Tonga, Neukaledonien und den Seychellen. Sie lebt bevorzugt in klarem, lichtreichem Wasser an Außenriffen und in flachen Riffbereichen, meist in etwa vier bis dreißig Metern Tiefe, wo eine kräftige Wasserbewegung herrscht. Die Kolonien bilden einen kurzen Stamm mit einem breiten, oft stark gewellten und gefalteten Kopf, dessen große Oberfläche ihr in der starken Strömung des Flachwassers hilft. Kennzeichnend ist die leuchtend kanariengelbe bis goldgelbe Färbung von Stamm, Kopf und den kurzen Polypen. In ihrem Gewebe leben Zooxanthellen, die mithilfe des Lichts einen großen Teil der Nahrung liefern; die intensive Gelbfärbung bleibt vor allem unter hellem Licht erhalten. Wie andere Lederkorallen bildet sie Terpenverbindungen zur Abwehr. Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Nachzucht, also um einen im Aquarium vermehrten Ableger, der die Wildbestände schont.
Haltung im Riffaquarium
Die Fidschi-Lederkoralle ist anspruchsvoller als viele andere Lederkorallen. Sie benötigt helles Licht, eine kräftige, wechselnde Strömung und sehr stabile Wasserwerte, um ihre leuchtend gelbe Farbe zu behalten. Nachzuchten sind bereits an Aquarienbedingungen gewöhnt und daher deutlich robuster als Wildfänge. Wie andere Lederkorallen häutet sie sich gelegentlich und zieht dann für einige Tage die Polypen ein. Aktivkohle bindet abgegebene Abwehrstoffe.
Licht, Strömung und Platzierung
Ideal ist ein freistehender Platz im oberen bis mittleren Bereich des Riffaufbaus mit viel Licht und kräftiger Strömung. Da sich der Kopf mit der Zeit flächig ausbreitet, sollte ausreichend Abstand zu anderen Korallen eingeplant werden. Eine langsame Gewöhnung an starkes Licht verhindert Gewebeschäden.
Wasserwerte und Spurenelemente
Bewährt haben sich eine Dichte von 1,023 bis 1,025, ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4, eine Karbonathärte von 7 bis 10 °dKH und eine Temperatur von 24 bis 27 °C. Nitrat und Phosphat sollten niedrig, aber messbar sein. Besonders wichtig sind gleichbleibende Bedingungen ohne starke Schwankungen.
Ernährung und Fütterung
Die Ernährung erfolgt hauptsächlich über die Photosynthese der Zooxanthellen und über gelöste Nährstoffe im Wasser. Eine gezielte Fütterung ist nicht nötig. Feines Plankton oder Staubfutter kann gelegentlich gereicht werden und wird von den Polypen aufgenommen.
Wachstum und Vermehrung
Die Fidschi-Lederkoralle wächst eher langsam und bildet meist einen niedrigen Stamm mit flachem, gewelltem Kopf. Je nach Strömung kann sie sich auch flach auf das Gestein legen und dort festwachsen. Ausgewachsene Kolonien können in der Natur bis etwa 50 Zentimeter Durchmesser erreichen. Die Vermehrung gelingt durch Abschneiden von Teilen des Kopfes.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Gegenüber Fischen und Wirbellosen ist die Koralle friedlich. Ihre Terpenverbindungen können jedoch Nachbarkorallen, vor allem Steinkorallen, beeinträchtigen. Ausreichend Abstand, gute Abschäumung und Aktivkohle sind daher sinnvoll. Die Eischnecke Ovula ovum frisst Lederkorallen und gehört nicht ins selbe Becken.
Eingewöhnung
Den Beutel zunächst 15 bis 20 Minuten im Aquarium schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Danach den Ableger über 30 bis 60 Minuten mit der Tropfmethode an den Salzgehalt gewöhnen. Anschließend zunächst etwas tiefer platzieren und über einige Tage bis Wochen schrittweise an das helle Licht gewöhnen.
Lieferung
Geliefert wird ein Nachzucht-Ableger in der Größenklasse S bis M. Diese Angabe beschreibt die ungefähre Größe des Ablegers im Vergleich zu kleineren und größeren Stücken. Form und Farbintensität können je nach Lieferung leicht variieren.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.