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Gefleckter Korallenwächter, Cirrhitichthys oxycephalus
| Deutscher Name: | Gefleckter Korallenwächter |
| Wissenschaftlich: | Cirrhitichthys oxycephalus |
| Synonyme: | Korallenwächter, Pixy-Korallenwächter, Coral Hawkfish, Pixy Hawkfish |
| Herkunft: | Indopazifik vom Roten Meer bis Polynesien sowie Ostpazifik |
| Riffaquarium-tauglich: | Bedingt geeignet: korallensicher, kleine Garnelen gefährdet |
| Verträglichkeit: | Territorial, einzeln halten, nur mit robusten Mitbewohnern |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 7–9 °dKH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | ab etwa 300 Liter mit gut strukturiertem Riffaufbau |
| Futter: | Frostfutter wie Mysis, Artemia, Krill, auch Granulat |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel, robust und gut eingewöhnbar |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich kaum erkennbar, Männchen meist größer |
| Zucht möglich: | Im Aquarium bisher nicht gezielt nachgezüchtet |
| Maximale Größe: | Etwa 10 cm |
| Liefergröße: | ca. 5,0-7,0 cm |
Herkunft von Gefleckter Korallenwächter (Cirrhitichthys oxycephalus)
Der Gefleckte Korallenwächter gehört zur Familie der Büschelbarsche, die im Englischen treffend als Hawkfish bezeichnet werden. Sein Verbreitungsgebiet ist riesig: Es reicht vom Roten Meer und der ostafrikanischen Küste über die Malediven, Indonesien und die Philippinen bis nach Japan, Australien, Neukaledonien und die Inseln Polynesiens. Darüber hinaus kommt die Art auch im östlichen Pazifik vom Golf von Kalifornien bis zu den Galapagosinseln vor. Dort besiedelt sie klare, korallenreiche Lagunen, Kanäle und Außenriffe von der Brandungszone bis in etwa 40 Meter Tiefe, meist zwischen zehn und 25 Metern. Typisch ist sein Lauerverhalten: Der Fisch sitzt mit seinen kräftigen, verdickten Brustflossenstrahlen auf Korallenästen oder unter Überhängen, beobachtet die Umgebung aufmerksam und stößt blitzschnell auf vorbeiziehende Kleinkrebse oder Jungfische zu. Die zahlreichen roten bis braunen Flecken auf hellem Grund und die feinen Fransen an den Rückenflossenstacheln sorgen für eine hervorragende Tarnung im Korallengeäst. Im Aquarium zeigt er dasselbe neugierige Verhalten und wird schnell zu einem zutraulichen Beobachter, der jede Bewegung vor der Scheibe verfolgt.
Eignung für das Riffaquarium
Gegenüber Stein- und Weichkorallen verhält sich der Gefleckte Korallenwächter unproblematisch, er nutzt sie lediglich als Sitzplatz. Kritisch sind dagegen kleine Garnelen wie Putzer-, Scherengarnelen oder Partnergarnelen von Grundeln, die als Beute betrachtet werden. Auch sehr kleine Fische, Borstenwürmer und Jungtiere anderer Arten sind gefährdet. Für ein reines Korallenbecken mit robusten Fischen ist er gut geeignet, für ein Garnelenbecken dagegen nicht.
Vergesellschaftung und Verhalten
Die Art ist revierbildend und kann gegenüber Neuzugängen, bodennahen Grundeln und Schleimfischen sowie ähnlich gebauten Fischen ruppig werden. Am besten hält man ein einzelnes Tier und setzt es erst nach den friedlicheren Mitbewohnern ein. Gute Partner sind etwa Doktorfische, Zwergkaiserfische, robuste Riffbarsche oder Lippfische mittlerer Größe. Mehrere Büschelbarsche nur in sehr großen Becken pflegen.
Wasserwerte und Temperatur
Empfehlenswert sind stabile Riffwerte: Dichte 1,023 bis 1,025 bei 25 °C, entsprechend etwa 34 bis 35 Promille Salzgehalt, pH-Wert 8,1 bis 8,4 und KH 7 bis 9 °dKH. Nitrat und Phosphat sollten im üblichen Riffbereich liegen. Die Temperatur liegt idealerweise zwischen 24 und 27 °C. Eine kräftige Strömung und gute Sauerstoffversorgung kommen dem Fisch entgegen.
Aquarium und Einrichtung
Für ein einzelnes Tier sollte das Becken mindestens etwa 300 Liter fassen. Wichtig ist ein abwechslungsreicher Riffaufbau mit erhöhten Aussichtspunkten, Korallenästen und Höhlen, von denen aus er sein Revier überblicken kann. Da Büschelbarsche bei Schreck springen können, ist eine Abdeckung oder ein Netzaufsatz dringend zu empfehlen.
Futter und Futterumstellung
Als Lauerjäger frisst der Gefleckte Korallenwächter in der Natur Kleinkrebse und kleine Fische. Im Aquarium nimmt er Frostfutter wie Mysis, Artemia, Krill, Copepoden und gehacktes Meeresfrüchtefleisch meist sofort an. Viele Tiere lassen sich zusätzlich an Granulat und hochwertiges Flockenfutter gewöhnen. Zwei bis drei kleinere Fütterungen am Tag sind ideal.
Eingewöhnung
Nach der Ankunft sollte der Beutel zunächst im abgedunkelten Becken schwimmen, damit sich die Temperatur angleicht. Danach wird über die Tropfmethode langsam Beckenwasser zugegeben, bis Salzgehalt und pH-Wert über etwa 45 bis 60 Minuten angeglichen sind. Das Licht bleibt am ersten Tag gedimmt. Wird der Fisch nach den Mitbewohnern eingesetzt, verringern sich Revierstreitigkeiten deutlich.
Geschlechtsunterschiede
Männchen und Weibchen sind äußerlich kaum zu unterscheiden; Männchen werden in der Regel etwas größer. Wie andere Büschelbarsche ist die Art ein Zwitter, der vom Weibchen zum Männchen umwandeln kann. Ein Männchen lebt in der Natur mit einem kleinen Harem aus mehreren Weibchen zusammen.
Zucht
In der Natur laicht die Art in der Dämmerung, wobei Männchen und Weibchen gemeinsam kurz ins freie Wasser aufsteigen und die Eier freigeben. Die Larven entwickeln sich im Plankton. Eine gezielte Nachzucht im Aquarium ist bisher nicht etabliert, gelegentliches Ablaichen kann aber beobachtet werden.
Endgröße und Lebenserwartung
Der Gefleckte Korallenwächter erreicht eine Gesamtlänge von etwa 10 cm und bleibt damit ein kompakter Büschelbarsch. Er wächst bei guter Fütterung zügig. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.