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Ferkelfrosch, Hemisus marmoratus

Einzigartiges Grabverhalten

Vergräbt sich bei Trockenheit rückwärts mit seiner spitzen Schnauze im Boden

Kein großer Wasserbedarf

Benötigt nur eine flache Wasserschale, kein großes Wasserbecken

Natürliche Tarnung

Marmorierte Hautfärbung sorgt für eine perfekte Tarnung im Substrat

Saisonale Haltung möglich

Luftfeuchtigkeit kann und sollte je nach Jahreszeit angepasst werden

Ferkelfrosch, Hemisus marmoratus


Auf einen Blick: Ferkelfrosch, Hemisus marmoratus
Deutscher Name: Ferkelfrosch
Wissenschaftlich: Hemisus marmoratus
Synonyme: Afrikanischer Grabfrosch, Marmorierter Ferkelfrosch
Herkunft: Nigeria – Savannen und lichte Wälder mit saisonalen Wasserstellen
Lebensweise: Bodenbewohnend, gräbt sich ein, nachtaktiv
Haltungsform: Halbfeuchtes Terrarium mit grabfähigem Bodengrund und flacher Wasserschale
Mindestgröße des Terrariums: 60x40x40 cm (LxBxH) für ein einzelnes Tier oder ein Paar
Temperatur & Luftfeuchtigkeit: 25-28°C am Tag, Nachtabsenkung auf 20-22°C, 60-70 % Luftfeuchtigkeit, Regenzeit bis 80 %
Beleuchtung: Tageslicht-LEDs ohne UV-Anteil, punktuelle Wärmelampe optional
Bodengrund: Grabfähige Erde-Lehm-Sand-Mischung, feucht aber nicht nass
Futter: Insekten, Würmer, gelegentlich Ameisen oder Springschwänze, Kalzium- und Vitaminzugabe empfohlen
Maximale Größe: bis zu 6 cm
Im Detail: Ferkelfrosch, Hemisus marmoratus

Lebensraum und Verhalten des Ferkelfroschs (Hemisus marmoratus)

Der Ferkelfrosch stammt aus den saisonalen Savannen Nigerias, wo er sich an den Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeit angepasst hat. Während der Trockenzeit gräbt er sich tief in den Boden ein, um Feuchtigkeit zu bewahren, und wird erst mit den ersten Regenfällen wieder aktiv. Seine Körperform mit der spitzen Schnauze macht ihn zu einem exzellenten Gräber, der sich rückwärts in den Boden eingräbt. In der Nacht kommt er aus seinem Versteck, um auf Insektenjagd zu gehen. Anders als viele andere Frösche benötigt er keinen großen Wasserteil, sondern nutzt temporäre Wasserstellen zur Fortpflanzung.

Die richtige Haltung im Terrarium

Für eine naturnahe Haltung sollte das Terrarium einen grabfähigen Bodengrund bieten. Eine Größe von 60x40x40 cm ist für ein einzelnes Tier oder ein Paar ausreichend. Der Bodengrund sollte aus einer Mischung aus Erde, Lehm und Sand bestehen, um das natürliche Graben zu ermöglichen. Eine flache Wasserschale reicht zur Befeuchtung aus. In den Wintermonaten kann die Luftfeuchtigkeit leicht reduziert werden, um die Trockenzeit zu simulieren.

Die richtige Bepflanzung

Da der Ferkelfrosch trockene Gebiete bevorzugt, sollte die Bepflanzung spärlich gehalten werden. Robuste Pflanzen wie Sansevieria, Aloen oder trockenheitsresistente Gräser eignen sich am besten. Korkstücke und Wurzeln bieten zusätzliche Verstecke.

Beleuchtung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Der Ferkelfrosch benötigt keine intensive Beleuchtung, eine LED-Tageslichtlampe ist ausreichend. Die Temperaturen sollten tagsüber zwischen 25-28°C liegen, nachts kann sie auf 20-22°C absinken. Eine punktuelle Wärmelampe kann genutzt werden, sollte aber nicht direkt auf den Boden gerichtet werden, alternativ kann man seitlich eine Heizmatte anbringen. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 60-70 % liegen und zur Simulation der Regenzeit auf 80 % erhöht werden.

Fütterung: Was frisst der Ferkelfrosch?

Der Ferkelfrosch jagt aktiv kleine Wirbellose. Heimchen, Grillen, kleine Heuschrecken und Würmer bilden die Hauptnahrung. Ergänzend können Ameisen oder Springschwänze angeboten werden, um die natürliche Ernährung nachzubilden. Das Futter sollte regelmäßig mit Kalzium und Vitaminen bestäubt werden.

Geschlechtsunterschiede bei Hemisus marmoratus

Männchen sind kleiner und geben während der Paarungszeit leise Quaklaute von sich. Weibchen sind etwas größer und robuster gebaut.

Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung

In der Natur legen Weibchen ihre Eier in feuchte Erdlöcher, nahe temporärer Wasserstellen. Mit dem ersten starken Regen schlüpfen die Kaulquappen und gelangen in Pfützen oder kleine Tümpel. In Terrarien ist die Nachzucht anspruchsvoll, da eine künstliche Regenzeit simuliert werden muss.

Die Endgröße und Lebenserwartung von Hemisus marmoratus

Der Ferkelfrosch erreicht eine Körperlänge von bis zu 6 cm und kann in Gefangenschaft bis zu 12 Jahre alt werden.

Nice-to-Know: Das besondere Grabverhalten des Ferkelfroschs

Der Ferkelfrosch gräbt sich mit seiner spitzen Schnauze rückwärts in den Boden ein – eine einzigartige Anpassung an das Leben in trockenen Gebieten!

Telefon: Terraristik: Telefonberatung (8.30-15.00 Uhr) und Anforderung aktueller Tier-Fotos per WhatsApp: 016099593364
Temperaturbereiche: Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede

Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:

  • Frösche
    • Meist eine glatte, feuchte Haut
    • Lange Hinterbeine für weite Sprünge
    • Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
    • Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
  • Kröten
    • Trockene, warzige Haut
    • Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
    • Können in trockeneren Gebieten überleben
    • Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
  • Unken
    • Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
    • Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
    • Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.

Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?

Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.

Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.

Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:

  • Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
  • Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
  • In der Regel keine Hautatmung haben.

Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.

Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).

Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?

Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.

Häufige Futterquellen für Amphibien:

  • Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
  • Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
  • Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)

Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?

Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:

  • Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
  • Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird

Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.

Halten Amphibien eine Winterruhe?

Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.

  • Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
  • Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
  • Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.

Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?

Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:

  • Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
  • Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
  • Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander

Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.

Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?

Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.

Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?

  • Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
  • Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
  • Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
  • Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
  • Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.

Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?

Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.

  • Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
  • Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
  • Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.

Alternative Proteinquellen für große Amphibien:

Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill

Fazit:

Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.

Wie werden Amphiben versendet?

Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.

Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.

Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?

Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.

Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:

  • Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
  • Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
  • Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.

Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.

Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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