Pigeon-Blood-Diskus, Symphysodon discus, ca. 7,0-8,0 cm
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Pigeon-Blood-Diskus, Symphysodon discus, ca. 7,0-8,0 cm
| Deutscher Name: | Pigeon-Blood-Diskus |
| Wissenschaftlich: | Symphysodon discus |
| Synonyme: | Pigeon Blood Diskus, Pigeon-Diskus, Diskusbuntbarsch, Pigeon-Blood-Diskusfisch |
| Herkunft: | Zuchtform (Nachzucht); die Wildart Symphysodon discus stammt aus dem Amazonasgebiet Brasiliens, die Zuchtlinie ist nicht eindeutig einer Wildart zuzuordnen. |
| Gesellschafts-Aquarium: | Friedlicher, sozialer Schwarmfisch; in Gruppen ab 5–6 Tieren mit ruhigen Mitbewohnern. |
| Wasserwerte: | Weiches, saures bis leicht saures Wasser: pH ca. 5,5–7,0, GH ca. 1–8 °dH, KH ca. 1–4 °dH; sehr sauber, nitratarm. |
| Temperatur: | 28–30 °C, konstant. |
| Beckengröße: | Für eine kleine Gruppe ab ca. 250–300 Litern, langfristig besser 400 Liter und mehr; Höhe ab ca. 50 cm. |
| Bepflanzung: | Ruhiges Becken mit Wurzeln, Laub und wärmeverträglichen Pflanzen; Schwimmraum frei lassen, gedimmtes Licht. |
| Futter: | Fleischfresser/Allesfresser: Diskusgranulat, Frost- und Lebendfutter, Rinderherz-Mischungen; mehrere kleine Mahlzeiten täglich. |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich kaum erkennbar; sichere Unterscheidung nur über Paarbildung und Legeröhre/Genitalpapille zur Laichzeit. |
| Zucht möglich: | Möglich, aber anspruchsvoll: Paarbildung, Substratlaicher mit Brutpflege; Jungfische ernähren sich zunächst vom Hautschleim der Eltern. |
| Maximale Größe: | Adult ca. 15–20 cm; Lieferware hier 7–8 cm (Jungtiere). |
| Liefergröße: | ca. 7,0-8,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Große, wärmeverträgliche Garnelen bedingt möglich; Jungtiere und Zwerggarnelen werden gefressen oder vertragen die Wärme nicht. |
Herkunft von Pigeon-Blood-Diskus (Symphysodon discus)
Die Gattung Symphysodon stammt aus dem Amazonasbecken in Brasilien, wo Diskus in ruhigen, warmen und huminstoffreichen Gewässern leben – in Seitenarmen, überfluteten Uferzonen, Seen und langsam fließenden Bächen mit viel Totholz und Falllaub. Das Wasser dort ist sehr weich, sauer und arm an gelösten Stoffen. Der wissenschaftliche Name Symphysodon discus bezeichnet den Heckel-Diskus, der nach seinem Erstbeschreiber benannt ist und als eigenständige, gültige Art gilt. Über die Einteilung der übrigen Wildformen in weitere Arten wird in der Fachwelt allerdings bis heute diskutiert. Beim Pigeon Blood handelt es sich nicht um eine Wildform, sondern um eine gezielt gezüchtete Farbvariante, die in Zuchtbetrieben vermehrt wird. Viele dieser Linien entstanden durch Auslese und Kreuzungen verschiedener Diskusformen, sodass sich die Zuchtform nicht verlässlich einer einzigen Wildart zuordnen lässt. Die Tiere sind in der Regel an Aquarienbedingungen gewöhnt und deutlich unempfindlicher als Wildfänge, behalten aber das Bedürfnis nach Wärme, sauberem Wasser und Ruhe. Die Angabe zur Herkunft bezieht sich daher auf die Stammart, nicht auf die Handelsware selbst.
Vergesellschaftung
Diskus sind ausgesprochen soziale Buntbarsche und gehören nicht einzeln gehalten. Eine Gruppe ab fünf bis sechs Tieren hilft, Rangstreitigkeiten zu verteilen und lässt die Fische selbstsicherer auftreten. Untereinander bilden sie eine Rangordnung, die meist mit Imponieren und kurzen Scheinattacken ausgetragen wird; ernsthafte Verletzungen sind in ausreichend großen, strukturierten Becken eher selten. Zur Laichzeit können Paare ihr Revier energischer verteidigen. Als Mitbewohner eignen sich ruhige, wärmeliebende Fische wie größere Salmler (z. B. Kardinalsalmler, Rotkopfsalmler), Panzerwelse in Maßen sowie Metallpanzerwelse oder Harnischwelse. Ungeeignet sind Flossenzupfer, hektische Schwimmer und robuste, aggressive Buntbarsche, die den langsamen Diskus beim Futter verdrängen. Auch Skalare werden gelegentlich mit Diskus gehalten, bringen aber Krankheitsrisiken und Futterkonkurrenz mit; hier sollte man gut abwägen.
Passende Wasserparameter
Als Richtwert gilt weiches, leicht saures Wasser mit einem pH-Wert von etwa 5,5 bis 7,0, einer Gesamthärte von etwa 1 bis 8 °dH und einer Karbonathärte von etwa 1 bis 4 °dH. Nachzuchten kommen oft mit etwas härterem Wasser zurecht, doch stabile, eher weiche Werte erleichtern die Pflege und die Zucht. Entscheidender als einzelne Zahlen sind Konstanz und Sauberkeit: Nitrat sollte niedrig gehalten werden, Ammonium und Nitrit dürfen nicht nachweisbar sein. Regelmäßige, große Teilwasserwechsel mit temperiertem Wasser sind bei heranwachsenden Diskus besonders wichtig, da sie gutes Wachstum fördern. Huminstoffe aus Erlenzapfen oder Wurzeln können das Wasser naturnah gestalten. Die Angaben der Fachliteratur weichen etwas voneinander ab, daher bitte als Orientierung verstehen und die Werte am Wasser der Züchter-Herkunft ausrichten.
Haltungstemperatur
Diskus sind ausgesprochene Warmwasserfische. Üblich sind 28 bis 30 °C, die möglichst konstant gehalten werden sollten. Bei dauerhaft kühleren Temperaturen sind die Tiere anfälliger für Krankheiten und fressen schlechter. Ein zuverlässiger Regelheizer und ein zweiter Thermometer zur Kontrolle sind empfehlenswert. Beim Wasserwechsel sollte das Frischwasser gleich temperiert sein, um Temperaturschocks zu vermeiden.
Beckengröße
Die Fische sind jetzt 7–8 cm klein, erreichen aber einen hohen, scheibenförmigen Körper. Für eine kleine Gruppe junger Diskus sind etwa 250 bis 300 Liter ein sinnvoller Einstieg; langfristig empfehlen sich 400 Liter oder mehr für fünf bis sechs ausgewachsene Tiere. Eine Beckenhöhe von etwa 50 cm und eine Kantenlänge ab 120 cm geben den Fischen Platz zum Schwimmen und erleichtern die Rangordnung. Eine gute Abdeckung hält die Wärme im Becken, und eine kräftige, aber strömungsarme Filterung sorgt für sauberes Wasser.
Bepflanzung
Diskus fühlen sich in einem ruhigen, strukturierten Becken wohl: Wurzeln und Äste bieten Sichtschutz, Laub verleiht dem Wasser eine natürliche Färbung. Wärmeverträgliche Pflanzen wie Echinodorus, Anubias, Javafarn, Cryptocoryne oder Schwimmpflanzen gliedern das Becken. Der mittlere Bereich sollte offen bleiben, damit die Fische ungehindert schwimmen können. Als Bodengrund eignet sich feiner, weicher Sand. Gedämpftes Licht und Schwimmpflanzen beruhigen scheue Jungtiere. Scharfkantige Dekoration ist zu vermeiden, damit sich die Fische nicht verletzen.
Futter
Diskus sind Allesfresser mit Neigung zu tierischer Kost. Bewährt haben sich hochwertige Diskusgranulate und -flocken, ergänzt durch Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia, Mysis und Cyclops sowie Rinderherz-Mischungen. Junge Diskus wachsen schnell und werden mehrmals täglich in kleinen Portionen gefüttert, ältere Tiere ein- bis zweimal. Wichtig ist, Futterreste zeitnah zu entfernen, da sie die Wasserwerte belasten. Da Diskus eher langsam fressen, sollte auf eine Futterkonkurrenz durch zu flinke Mitbewohner geachtet werden. Neue Tiere benötigen manchmal etwas Eingewöhnung, bis sie sicher am Futter sind.
Geschlechtsunterschiede
Bei Diskus lassen sich die Geschlechter äußerlich kaum unterscheiden, und bei 7–8 cm großen Jungtieren ist eine Bestimmung nicht möglich. Hinweise geben allenfalls die Kopfform, die Flossenform oder die Genitalpapille zur Laichzeit, sie sind aber unzuverlässig. Am verlässlichsten ist die Beobachtung von Paarbildung und Revierverhalten. Man kauft daher am besten eine Gruppe und lässt sich die Paare selbst finden.
Zucht
Diskus sind Substratlaicher und betreiben eine ausgeprägte Brutpflege. Das Paar sucht sich eine senkrechte Fläche, etwa ein Rohr, einen Stein oder ein Blatt, reinigt sie und setzt dort die Eier ab. Beide Eltern bewachen das Gelege; die frisch geschlüpften Jungen ernähren sich zunächst vom Hautschleim der Eltern, später von feinem Futter wie Artemia-Nauplien. Voraussetzung sind sehr gutes, weiches Wasser, Wärme und Ruhe. Die Nachzucht ist machbar, erfordert aber Erfahrung und ein eigenes Zuchtbecken. Erste Gelege gelingen oft nicht, Eltern fressen die Eier mitunter auf.
Endgröße
Ausgewachsene Diskus erreichen je nach Linie etwa 15 bis 20 cm Körperlänge; die Wildart wird in der Literatur mit bis zu 20 cm angegeben. Die angebotenen Jungtiere sind 7–8 cm groß und wachsen bei guter Pflege über mehrere Monate heran. Der Körper ist hoch und scheibenförmig, sodass die Höhe der Länge nahekommt.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Erwachsene, große Garnelen wie Amano-Garnelen werden von Diskus in der Regel nicht aktiv bejagt, da diese Fische eher gemächlich fressen; sie bleiben aber ein Risiko, wenn sie klein oder frisch gehäutet sind. Die für Diskus nötigen 28–30 °C überfordern zudem viele Zwerggarnelen wie Neocaridina oder Caridina auf Dauer. Nachwuchs und Jungtiere der Garnelen werden als Futter betrachtet und sollten nicht erwartet werden. Eine gemeinsame Haltung ist deshalb nur mit großen, wärmeverträglichen Garnelen und viel Versteckmöglichkeiten sinnvoll und bleibt unsicher.
| Temperaturbereiche: | Sehr warm (27-30°C) - viel heizen |
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1 Bewertung
16. September 2025 14:43
Wieder alles erstklassig!!!
Ich habe zwei Exemplare von dieser Farbe bestellt und sie sehen sehr gesund aus. Ich bin,wie immer, stark begeistert, wie gut und sicher die Fische verpackt und versorgt werden.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.