Afrikanischer Leierschwanz-Schleimfisch, Meiacanthus mossambicus
70,99 €*
21 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 2,10 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Afrikanischer Leierschwanz-Schleimfisch, Meiacanthus mossambicus
| Deutscher Name: | Afrikanischer Leierschwanz-Schleimfisch |
| Wissenschaftlich: | Meiacanthus mossambicus |
| Synonyme: | Mozambique Fangblenny, Mozambique Blenny, African Blenny |
| Herkunft: | Westlicher Indischer Ozean, Ostafrika, Madagaskar, Komoren |
| Riffaquarium-tauglich: | Geeignet: korallensicher, sehr kleine Krebstiere gefährdet |
| Verträglichkeit: | Friedlich, einzeln oder als Paar, keine nahen Verwandten |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 7–9 °dKH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | ab etwa 120 Liter mit reichlich eingefahrenem Lebendgestein |
| Futter: | Mysis, Artemia, Copepoden, gehacktes Krill, Granulat |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach bis mittel, robust und futterfest |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich kaum erkennbar |
| Zucht möglich: | Nachzuchten werden im Handel angeboten |
| Maximale Größe: | Bis etwa 10 cm |
| Liefergröße: | ca. 4,0-5,0 cm |
Herkunft von Afrikanischer Leierschwanz-Schleimfisch (Meiacanthus mossambicus)
Der Afrikanische Leierschwanz-Schleimfisch stammt aus dem westlichen Indischen Ozean. Sein Verbreitungsgebiet umfasst die Küsten Ostafrikas einschließlich Mosambik, dem die Art ihren wissenschaftlichen Namen verdankt, sowie Madagaskar und die Komoren; ein Vorkommen auf den Seychellen wird vermutet, ist aber umstritten. Er lebt auf Korallenriffen mit eher spärlichem bis mäßigem Korallenwuchs und hält sich gern über Korallenschutt und Geröllflächen auf. Anders als viele bodengebundene Schleimfische schwebt er häufig frei einige Zentimeter über dem Riff und schwimmt mit typisch wellenförmigen Bewegungen umher. Jungtiere sammeln sich oft in kleinen Gruppen, während erwachsene Tiere einzeln oder paarweise leben. Er gehört zu den Säbelzahnschleimfischen: Im Unterkiefer trägt er zwei vergrößerte Fangzähne mit Giftdrüsen, die er ausschließlich zur Verteidigung einsetzt. Raubfische lernen schnell, ihn zu meiden, weshalb andere Schleimfischarten sein Aussehen nachahmen. Seine Färbung ist ansprechend: Der Vorderkörper zeigt ein bläuliches Grau, das nach hinten in ein warmes Gelb übergeht, und die Schwanzflosse ist mit verlängerten Spitzen leierförmig ausgezogen, was ihm seinen deutschen Namen eingebracht hat.
Eignung für das Riffaquarium
Der Afrikanische Leierschwanz-Schleimfisch ist ausgesprochen riffverträglich. Stein- und Weichkorallen, Anemonen, Muscheln und größere Garnelen werden nicht beachtet. Sehr kleine Krebstiere wie winzige Zwerggarnelen oder Copepoden können jedoch gefressen werden. Für gemischte Riffaquarien ist er daher sehr gut geeignet.
Vergesellschaftung und Verhalten
Die Art ist friedlich und gegenüber den meisten Riffbewohnern wie Riffbarschen, Anemonenfischen, Zwergkaiserfischen und Grundeln unproblematisch. Artgenossen und nahe verwandte Säbelzahnschleimfische werden in kleineren Becken oft nicht geduldet; daher ein Einzeltier oder ein bereits verpaartes Paar pflegen. Sehr große Raubfische sind als Mitbewohner ungeeignet.
Wasserwerte und Temperatur
Empfehlenswert sind stabile Riffwerte: Dichte 1,023 bis 1,025 bei 25 °C, was etwa 34 bis 35 Promille Salzgehalt entspricht, pH-Wert 8,1 bis 8,4 und KH 7 bis 9 °dKH. Die Temperatur sollte zwischen 24 und 27 °C liegen. Die Art ist robust und verzeiht kleinere Schwankungen besser als viele andere Riffbewohner.
Aquarium und Einrichtung
Für ein Tier oder ein Paar genügt ein gut eingefahrenes Aquarium ab etwa 120 Litern mit reichlich Lebendgestein. Wichtig sind viele Spalten und kleine Höhlen, in die er sich bei Störung zurückziehen kann; gern bezieht er auch leere Röhren von Würmern oder Bohrmuscheln. Da Säbelzahnschleimfische gute Springer sind, sollte das Becken sorgfältig abgedeckt sein.
Futter und Futterumstellung
In der Natur frisst die Art Zooplankton und winzige Wirbellose am Boden. Im Aquarium nimmt sie Mysis, angereicherte Artemia, Copepoden, gehacktes Krill und Muschelfleisch sowie feines Granulat und Flockenfutter mit pflanzlichem Anteil meist problemlos an. Zwei bis drei kleine Fütterungen täglich sind ideal. Lebendgestein liefert zusätzlich natürliche Nahrung.
Eingewöhnung
Den Transportbeutel zunächst im abgedunkelten Becken schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Danach über die Tropfmethode langsam Beckenwasser zugeben, bis Salzgehalt und pH-Wert nach etwa 45 bis 60 Minuten angepasst sind. Beim Umsetzen nicht mit der Hand greifen, da ein Biss mit den Giftzähnen schmerzhaft sein kann.
Geschlechtsunterschiede
Männchen und Weibchen sind äußerlich kaum zu unterscheiden; Männchen werden mitunter etwas größer und zeigen länger ausgezogene Schwanzflossenspitzen. Paare erkennt man vor allem an ihrem harmonischen Zusammenleben.
Zucht
Die Art bildet feste Paare und legt klebrige Eier, die über einen fädigen Haftstiel in Höhlen oder Röhren befestigt und vom Männchen bewacht werden. Die Larven leben anschließend im Plankton. Spezialisierte Züchter haben die Aufzucht erfolgreich etabliert, sodass Nachzuchten im Handel erhältlich sind.
Endgröße und Lebenserwartung
Der Afrikanische Leierschwanz-Schleimfisch erreicht eine Gesamtlänge von bis zu etwa 10 cm. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
|---|
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.