Wichmanns Glasbarsch, Glossamia wichmanni, 8-10 cm
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Wichmanns Glasbarsch, Glossamia wichmanni, 8-10 cm
| Deutscher Name: | Wichmanns Glasbarsch |
| Wissenschaftlich: | Glossamia wichmanni |
| Synonyme: | keine bekannt |
| Herkunft: | Neuguinea |
| Gesellschafts-Aquarium: | bedingt geeignet |
| Wasserwerte: | weich bis mittelhart, pH ca. 6,0 - 7,5 |
| Temperatur: | ca. 24-28° C |
| Beckengröße: | ab 100 cm |
| Bepflanzung: | dicht mit Verstecken, gedämpftes Licht bevorzugt |
| Futter: | Carnivore; Frostfutter, Lebendfutter, hochwertige Proteinpellets |
| Geschlechts-Unterschiede: | schwer erkennbar, Männchen oft etwas schlanker |
| Zucht möglich: | Ja, Maulbrüter im männlichen Geschlecht |
| Maximale Größe: | bis zu 12 cm |
| Liefergröße: | ca. 8-10 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | nicht empfehlenswert |
Herkunft des Wichmanns Glasbarschs (Glossamia wichmanni)
Der Wichmanns Glasbarsch (Glossamia wichmanni) ist ein faszinierender, in Europa noch eher seltener Aquarienbewohner aus Neuguinea. Die Art bewohnt dort ruhige, klare Süßwasserflüsse und Bäche, die meist von dichter Ufervegetation gesäumt sind. In diesen Gewässern hält er sich bevorzugt in schattigen, strukturreichen Bereichen auf. Optisch besticht Glossamia wichmanni durch seine halbtransparente Erscheinung, die ihm zusammen mit seiner eleganten, gestreckten Körperform den Namen „Glasbarsch“ eingebracht hat. Die Tiere zeigen je nach Lichteinfall einen warmen Goldschimmer, durchzogen von zarten Streifen und mit auffällig großen Augen, die sie perfekt an das Dämmerlicht ihrer Heimat angepasst haben. Als ruhiger, eher dämmerungsaktiver Einzelgänger oder paarweise lebender Fisch benötigt er ein naturnah gestaltetes Aquarium mit Rückzugsmöglichkeiten.
Wichmanns Glasbarsch vergesellschaften
Die Vergesellschaftung von Glossamia wichmanni ist grundsätzlich möglich, sollte aber mit Bedacht erfolgen. Da es sich um einen ruhigen, aber räuberischen Fisch handelt, eignet er sich nicht für die Haltung mit sehr kleinen Arten oder Garnelen. Größere, friedliche Fische wie Regenbogenfische, robuste Salmler oder friedliche Grundfische wie Panzerwelse können hingegen gut passen. Am besten hält man ihn einzeln oder paarweise. Bei ausreichend Raum und Struktur im Becken ist auch die Haltung kleiner Gruppen denkbar, sofern genug Rückzugsbereiche vorhanden sind und keine Konkurrenz entsteht.
Passende Wasserparameter
Glossamia wichmanni bevorzugt weiches bis mittelhartes Wasser mit einem pH-Wert von etwa 6,0 bis 7,5. Besonders wichtig ist eine gute Filterung, da er sauerstoffreiches, sauberes Wasser schätzt. Regelmäßige Teilwasserwechsel sind ebenfalls ratsam, um die Wasserqualität dauerhaft stabil zu halten.
Haltungstemperatur
Die optimale Temperatur für Wichmanns Glasbarsch liegt zwischen 24 und 28 °C. In dieser Spanne zeigt er sich vital und futterfreudig. Kurzzeitige Schwankungen sind tolerierbar, sollten aber möglichst gering gehalten werden.
Die Beckengröße für Glossamia wichmanni
Für die Haltung von Glossamia wichmanni empfiehlt sich ein Aquarium mit einer Mindestlänge von 100 cm. Der Bodengrund sollte aus feinem Sand oder abgerundetem Kies bestehen, idealerweise kombiniert mit Wurzeln, Höhlen und Pflanzen, um dem Fisch Rückzugs- und Ruhebereiche zu bieten. Eine gedämpfte Beleuchtung oder Schwimmpflanzen helfen, eine natürliche, schattige Umgebung zu schaffen.
Bepflanzung
Die Bepflanzung sollte möglichst dicht sein und natürliche Verstecke bieten. Empfehlenswert sind robuste Arten wie Javafarn, Anubias oder Cryptocorynen, die auch bei geringem Licht gedeihen. Schwimmpflanzen wie Salvinia oder Froschbiss sorgen für gedämpftes Licht, was das Wohlbefinden des Glasbarschs steigert.
Das Futter für Wichmanns Glasbarsche
Als ausgesprochener Fleischfresser bevorzugt Glossamia wichmanni tierische Nahrung. Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Mysis, Daphnien oder kleine Insektenlarven werden sehr gerne angenommen. Auch hochwertige, proteinreiche Pellets für carnivore Fische können ergänzend gefüttert werden. Eine abwechslungsreiche Fütterung sorgt für Vitalität und intensivere Farben.
Geschlechtsunterschiede
Äußerlich sind die Geschlechter schwer zu unterscheiden. In der Regel sind Männchen etwas schlanker gebaut, während Weibchen einen fülligeren Bauch aufweisen – besonders zur Laichzeit. Verhalten kann hier ein zusätzlicher Indikator sein, da das Männchen beim Maulbrüten typischerweise ruhiger wird.
Die Zucht von Glossamia wichmanni
Glossamia wichmanni gehört zu den Maulbrütern im männlichen Geschlecht – ein faszinierendes Brutverhalten, bei dem das Männchen die befruchteten Eier in seinem Maul trägt, bis die Jungfische selbstständig sind. Für die Zucht ist ein ruhiges, strukturiertes Aquarium wichtig, in dem sich das Paar sicher fühlt. Nach dem Ablaichen nimmt das Männchen die Eier auf und pflegt sie mehrere Tage bis zum Schlupf. Eine stressfreie Umgebung ohne aggressive Beifische erhöht die Zuchterfolge deutlich.
Die Endgröße von Wichmanns Glasbarschen
Adulte Tiere erreichen eine Körperlänge von bis zu 12 cm. Bei guter Haltung und passender Ernährung können sie ein Alter von 6 bis 8 Jahren erreichen. Ihr langsames, aber zielstrebiges Schwimmverhalten macht sie zu ruhigen Beobachtungstieren im Aquarium.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Zwerggarnelen sind für Glossamia wichmanni keine geeigneten Mitbewohner. Aufgrund seines räuberischen Verhaltens werden Garnelen meist als Beute betrachtet und gefressen. Wer Garnelen im Aquarium halten möchte, sollte auf friedlichere Arten wie kleine Salmler oder Welse ausweichen.
| Temperaturbereiche: | Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.