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Warzels-Schachbrettzwergbuntbarsch Männchen, Dicrossus warzeli

Seltener Schachbrettbarsch

Sehr selten angebotener Zwergbuntbarsch vom Rio Tapajós

Deutsche Nachzucht

An Aquarienbedingungen und Ersatzfutter gewöhnte Tiere

Nur Männchen

Prächtige Männchen mit spatenförmiger Schwanzflosse

Sehr weiches Wasser

Braucht weiches, saures Wasser mit pH 4,5 bis 6,0

Warzels-Schachbrettzwergbuntbarsch Männchen, Dicrossus warzeli


Auf einen Blick: Warzels-Schachbrettzwergbuntbarsch Männchen, Dicrossus warzeli
Deutscher Name:Warzels-Schachbrettzwergbuntbarsch Männchen
Wissenschaftlich:Dicrossus warzeli
Synonyme:Warzels Schachbrettcichlide, Tapajós-Schachbrettbuntbarsch, Dicrossus sp. Tapajós, Warzel's Checkerboard Cichlid
Herkunft:Rio Tapajós, Brasilien; deutsche Nachzucht
Gesellschafts-Aquarium:Friedlich, Männchen untereinander revierbildend
Wasserwerte:Sehr weich und sauer, pH 4,5–6,0, GH unter 3 °dH
Temperatur:25–29 °C
Beckengröße:Ab 80 cm, große Bodenfläche
Bepflanzung:Feiner Sand, Falllaub, Wurzeln, ruhige Zonen
Futter:Kleines Frost- und Lebendfutter, feines Granulat
Geschlechts-Unterschiede:Männchen größer, mit spatenförmiger Schwanzflosse
Zucht möglich:Offenbrüter, Weibchen übernimmt die Brutpflege
Maximale Größe:Männchen etwa 6–7 cm, Weibchen etwa 3,5–4 cm
Liefergröße:ca. 3,0-6,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Bedingt, Garnelennachwuchs wird gefressen
Im Detail: Warzels-Schachbrettzwergbuntbarsch Männchen, Dicrossus warzeli

Herkunft von Warzels-Schachbrettzwergbuntbarsch Männchen (Dicrossus warzeli)

Der Warzels-Schachbrettzwergbuntbarsch ist der seltenste Vertreter der Schachbrettbuntbarsche im Aquarium. Er ist im Einzugsgebiet des Rio Tapajós in Brasilien heimisch, einem großen Zufluss des Amazonas. Dort lebt er in kleinen Klarwasserbächen mit Sandboden und Inseln aus Falllaub, deren Wasser praktisch keine Härte hat und oft einen pH-Wert unter 5, teils sogar unter 4 aufweist. Die Fische suchen den Boden nach kleinen Wirbellosen und Detritus ab und drehen dabei Blätter um. Typisch ist das Muster aus drei Längsreihen dunkler, strichartiger Flecken auf den Körperseiten, das ihnen den Namen Schachbrettbuntbarsch eingebracht hat. Entdeckt und 1992 erstmals nach Deutschland gebracht wurde die Art von dem Buntbarschkenner Frank Warzel, nach dem sie benannt ist. Lange als Dicrossus sp. Tapajós bekannt, wurde sie 2010 wissenschaftlich als Dicrossus warzeli beschrieben. Die hier angebotenen Tiere sind deutsche Nachzuchten, die an Aquarienbedingungen und Ersatzfutter gewöhnt sind. Verkauft werden ausschließlich Männchen, da vom Lieferanten derzeit keine Weibchen verfügbar sind.

Vergesellschaftung

Der Warzels-Schachbrettzwergbuntbarsch ist ein friedlicher, etwas scheuer Zwergbuntbarsch. Männchen beanspruchen ein Revier am Boden und vertragen sich untereinander nur in großen, gut gegliederten Becken. Ein einzelnes Männchen lässt sich gut mit ruhigen Salmlern wie Rotkopfsalmlern oder Beilbauchfischen und kleinen Panzerwelsen pflegen, die das sehr weiche, saure Wasser vertragen. Hektische oder ruppige Mitbewohner verdrängen die Tiere.

Passende Wasserparameter

Die Art braucht sehr weiches, saures Wasser: pH 4,5 bis 6,0, eine Gesamthärte unter 3 °dH und kaum messbare Karbonathärte. Osmose- oder Regenwasser, Torffilterung sowie Erlenzapfen und Laub sind dafür hilfreich. Auch Nachzuchten zeigen nur in solchem Wasser ihr volles Verhalten. Regelmäßige, gut angeglichene Teilwasserwechsel halten die Belastung gering.

Haltungstemperatur

Gehalten wird bei 25 bis 29 °C. Die Temperatur sollte möglichst stabil bleiben.

Beckengröße

Für ein Männchen mit passenden Beifischen genügt ein Aquarium ab 80 cm Länge. Entscheidend ist eine große Bodenfläche mit Sichtschutz, damit das Tier ein Revier besetzen kann. Mehrere Männchen brauchen deutlich größere Becken.

Bepflanzung

Ein feiner Sandboden mit einer Schicht aus Falllaub, Wurzeln und einige schattenverträgliche Pflanzen wie Javafarn oder Cryptocorynen bilden den Lebensraum gut nach. Schwimmpflanzen dämpfen das Licht. Die Strömung sollte gering sein.

Futter

Gefüttert wird kleines Frost- und Lebendfutter wie Cyclops, Artemia, Daphnien und weiße Mückenlarven. Feines Granulat wird von Nachzuchten meist angenommen. Mehrere kleine Portionen am Tag sind ideal, Futterreste sollten in dem weichen Wasser nicht liegen bleiben.

Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechter unterscheiden sich deutlich: Männchen werden fast doppelt so groß wie Weibchen und haben eine spatenförmige Schwanzflosse sowie längere Flossen. Die kleineren Weibchen zeigen besonders zur Brutpflege eine kontrastreiche Zeichnung. Verkauft werden hier nur Männchen.

Zucht

Wie alle Schachbrettbuntbarsche ist die Art ein Offenbrüter, der auf Blättern oder Steinen laicht. Die Brutpflege übernimmt vor allem das Weibchen. Die Aufzucht gilt als schwierig und gelingt nur in sehr weichem, saurem Wasser. Da derzeit nur Männchen angeboten werden, ist eine Zucht mit diesen Tieren allein nicht möglich.

Endgröße

Männchen erreichen etwa 6 bis 7 cm, Weibchen bleiben mit etwa 3,5 bis 4 cm deutlich kleiner. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Erwachsene Zwerggarnelen werden meist in Ruhe gelassen, Jungtiere und frisch gehäutete Garnelen können gefressen werden. Das sehr saure Wasser ist zudem für viele Garnelen ungünstig.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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