Variabler Baumsteiger, Ranitomeya variabilis
103,99 €*
31 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 3,10 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Variabler Baumsteiger, Ranitomeya variabilis
| Deutscher Name: | Variabler Baumsteiger |
| Wissenschaftlich: | Ranitomeya variabilis |
| Synonyme: | Einpunkt-Baumsteiger, Variabler Blattsteiger, Zimmermanns Pfeilgiftfrosch |
| Herkunft: | Amazonasraum in Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Peru und Französisch-Guayana |
| Lebensweise: | Tagaktiver, überwiegend baumbewohnender Kleinstfrosch |
| Haltungsform: | Paarweise oder als aufmerksam beobachtete Kleingruppe |
| Mindestgröße des Terrariums: | Für ein Paar ab etwa 45 × 45 × 60 cm, größer empfohlen |
| Temperatur und Luftfeuchtigkeit: | Etwa 22–25 °C am Tag, nachts kühler; 75–100 % Luftfeuchte im Tagesverlauf |
| Beleuchtung: | Helle Pflanzenbeleuchtung bei rund 12 Stunden Tageslänge; schwaches UVB optional |
| Bodengrund: | Drainage, lockeres Regenwaldsubstrat, Moos und reichlich Laub |
| Futter: | Drosophila, Springschwänze und anderes geeignetes Kleinstfutter |
| Maximale Größe: | Etwa 1,4–2,1 cm Kopf-Rumpf-Länge |
Lebensraum und Verhalten von Variabler Baumsteiger (Ranitomeya variabilis)
Ranitomeya variabilis stammt aus dem feuchtwarmen bis örtlich kühleren Amazonasraum Südamerikas. Das heute anerkannte Verbreitungsgebiet umfasst Teile Brasiliens, Kolumbiens, Ecuadors und Perus sowie Französisch-Guayana. Neuere taxonomische Untersuchungen haben außerdem Populationen aus Französisch-Guayana und dem angrenzenden brasilianischen Bundesstaat Amapá dieser Art zugeordnet, die zuvor anders bestimmt worden waren. Je nach Population bewohnt der Variable Baumsteiger sowohl Tieflandregenwald als auch bewaldete Ausläufer der Anden bis ungefähr 1.100 Meter Höhe. Entsprechend unterschiedlich können die klimatischen Ansprüche einzelner Herkunftslinien ausfallen. Im natürlichen Lebensraum hält sich der winzige, tagaktive Frosch bevorzugt an Pflanzen, Lianen, Stämmen und in wasserführenden Blattachseln auf. Besonders wichtig sind Bromelien und andere Pflanzen, deren Trichter kleine Wasseransammlungen bilden. Diese Phytotelmen dienen als Versteck, Aufenthaltsort und Kinderstube für die Larven. Die Art nutzt die vertikale Struktur des Waldes deutlich und wird wegen ihrer geringen Größe trotz ihrer auffälligen Färbung leicht übersehen. Im Handel bezeichnet Ranitomeya variabilis mehrere farblich und klimatisch unterschiedliche Herkunftsformen; ohne dokumentierten Fundort lässt sich keine bestimmte Lokalform sicher angeben.
Die richtige Haltung
Benötigt wird ein ausbruchsicheres, hochformatiges Regenwaldterrarium mit guter Belüftung und dauerhaft feuchtem, jedoch nicht vernässtem Innenraum. Für ein Paar ist etwa 45 × 45 × 60 cm als praxisgerechte Untergrenze anzusetzen; mehr Höhe und Grundfläche erleichtern die Strukturierung und schaffen Ausweichmöglichkeiten. Rück- und Seitenwände sollten mit Kork, Wurzeln, Ästen und bewachsenen Kletterflächen gegliedert werden. Bromelien und leicht geneigte, wasserführende Röhrchen bieten zusätzliche Aufenthalts- und mögliche Laichplätze. Eine Drainage verhindert Staunässe. Beregnung oder feiner Sprühregen sorgt für Feuchtigkeit, während die Flächen zwischen den Sprühphasen oberflächlich abtrocknen dürfen. Ein flacher, leicht zugänglicher Wasserbereich ist möglich, ersetzt aber weder Beregnung noch wasserführende Pflanzen. Paarhaltung ist übersichtlich; eine Kleingruppe erfordert ein deutlich größeres, reich gegliedertes Terrarium und regelmäßige Kontrolle auf Verdrängung oder Futterkonkurrenz. Verschiedene Arten und nicht eindeutig übereinstimmende Herkunftslinien sollten nicht gemeinsam gehalten werden.
Die richtige Bepflanzung
Eine dichte, mehrschichtige Bepflanzung kommt dem kletternden Lebensstil besonders entgegen. Gut geeignet sind stabile Trichterbromelien, rankende Aronstabgewächse, Marcgravia, kleinblättrige Ficus-Arten, Farne, Moose und robuste Begonien. Entscheidend sind freie Kletterwege, waagerechte Blätter, geschützte Rückzugsplätze und mehrere wasserführende Blattachseln in unterschiedlichen Höhen. Der Boden wird mit einer kräftigen Laubschicht bedeckt, die Mikrofauna beherbergt und den Fröschen zusätzliche Jagdflächen bietet. Pflanzen müssen frei von Pflanzenschutzmitteln, Blattglanz, Düngerresten und scharfkantigen Befestigungen sein. Bromelientrichter werden regelmäßig kontrolliert und bei Verschmutzung vorsichtig mit geeignetem, schadstofffreiem Wasser gespült.
Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte
Für nicht näher bezeichnete Herkunftslinien ist ein moderater Bereich von etwa 22–25 °C am Tag und ungefähr 18–22 °C in der Nacht ein vorsichtiger Ausgangspunkt. Dauerhafte Temperaturen über 26 °C sollten vermieden werden, besonders bei Hochlandpopulationen. Tieflandformen können etwas wärmere Bedingungen gewohnt sein, weshalb der dokumentierte Fundort für die Feinabstimmung wichtig ist. Die relative Luftfeuchtigkeit darf im Tagesverlauf ungefähr zwischen 75 und 100 % schwanken: morgens und nachts sehr hoch, tagsüber mit leichter Abtrocknung und stetigem Luftaustausch. Dauerhaft stickige, tropfnasse Luft begünstigt Haut- und Hygieneprobleme. Eine helle, wärmefreie Pflanzenbeleuchtung mit etwa zwölf Stunden Tageslänge unterstützt Aktivitätsrhythmus und Pflanzenwuchs. Spezifische UVB-Bedarfswerte sind für diese Art nicht ausreichend geklärt. Schwaches UVB kann bei schattigen Rückzugszonen angeboten werden, muss aber kontrolliert und bei der Vitamin-D3-Supplementierung berücksichtigt werden.
Fütterung
Der Variable Baumsteiger benötigt lebendes Kleinstfutter, das sicher in sein schmales Maul passt. Als Basis eignen sich kleine Drosophila, ergänzt durch Springschwänze, winzige tropische Asseln, Erbsenblattläuse und sehr kleine Heimchen. Erwachsene Tiere werden gewöhnlich mehrmals pro Woche in überschaubaren Portionen gefüttert; Jungtiere brauchen häufigere Angebote besonders kleiner Beute. Abwechslung verbessert die Nährstoffversorgung und fördert natürliches Jagdverhalten. Die Futtertiere werden regelmäßig frisch mit einem für Amphibien geeigneten Calcium-, Mineralstoff- und Vitaminpräparat bestäubt. Präparate mit Vitamin D3 beziehungsweise Vitamin A sind nach Herstellerangabe und abgestimmt auf die Beleuchtung einzusetzen, da sowohl Mangel als auch Überversorgung problematisch sein können. Nicht gefressene Heimchen sollten entfernt werden.
Geschlechtsunterschiede
Ausgewachsene Weibchen sind meist etwas größer, kräftiger und in der Bauchpartie runder als Männchen. Adulte Weibchen erreichen häufig etwa 18–20 mm, während Männchen meist schlanker bleiben. Rufende Tiere sind Männchen; ihr leiser Werberuf ist häufig das verlässlichste äußere Geschlechtsmerkmal. Bei jungen oder nicht rufenden Tieren ist eine sichere Geschlechtsbestimmung anhand der Körperform allein kaum möglich.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
Ranitomeya variabilis nutzt wasserführende Pflanzenhöhlen und Blattachseln zur Fortpflanzung. Die Gelege umfassen meist wenige Eier, häufig etwa zwei bis sechs, und werden unmittelbar an oder nahe der Wasserlinie einer Phytotelme abgelegt. Nach dem Schlupf übernimmt das Männchen den Transport der Larven und setzt sie einzeln in kleine Wasseransammlungen, beispielsweise in Bromelientrichtern, ab. Eine regelmäßige Versorgung mit unbefruchteten Nähreiern, wie sie von manchen anderen Baumsteigerfröschen bekannt ist, findet bei dieser Art nicht statt. Im Terrarium können Bromelien oder leicht geneigte, teilweise mit Wasser gefüllte Laichröhrchen angeboten werden. Die Kaulquappen können kannibalisch sein und werden für eine kontrollierte Aufzucht deshalb einzeln untergebracht. Sauberes, geeignetes Wasser, stabile moderate Temperaturen und sorgfältige Hygiene sind wichtiger als häufiges Eingreifen. Fortpflanzung darf nicht durch dauerhaft übermäßige Beregnung oder Fütterung erzwungen werden.
Endgröße und Lebenserwartung
Ausgewachsene Tiere erreichen je nach Geschlecht und Herkunft ungefähr 14–21 mm Kopf-Rumpf-Länge. Weibchen liegen häufig am oberen Ende dieses Bereichs und wirken fülliger, während Männchen meist etwas kleiner und schlanker bleiben. Abweichende Größenangaben im Handel können auf unterschiedliche Lokalformen oder Messweisen zurückgehen.
Nice-to-Know
Der Artname variabilis bedeutet „veränderlich“ und passt zur auffallend großen Vielfalt der Zeichnung. Je nach Herkunft können Rückenstreifen, Flecken, Netzmuster sowie gelbe, grüne, blaue oder schwarze Farbanteile unterschiedlich ausgeprägt sein. Diese Varianten sind keine beliebig austauschbaren Zuchtfarben, sondern können regionalen Populationen entsprechen. Tiere verschiedener, nicht eindeutig dokumentierter Linien sollten daher nicht miteinander verpaart werden. Trotz der geringen Körpergröße nutzt die Art das gesamte Terrarium und ist bei guter Strukturierung häufig auch tagsüber bei der Jagd und beim Klettern zu beobachten.
Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen
Wildlebende Baumsteigerfrösche können Alkaloide aus bestimmten Beutetieren in ihren Hautsekreten anreichern. In menschlicher Obhut nachgezogene Tiere erhalten diese speziellen Nahrungsquellen gewöhnlich nicht und besitzen deshalb in der Regel nicht das ausgeprägte Giftprofil freilebender Exemplare. Als vollkommen harmlos sollten Hautsekrete dennoch nicht behandelt werden. Direkter Hautkontakt ist zu vermeiden, da Schleimhäute und empfindliche Haut gereizt werden können. Gleichzeitig nimmt die durchlässige Froschhaut Seifenreste, Cremes, Desinfektionsmittel und andere Schadstoffe leicht auf. Notwendiges Umsetzen erfolgt möglichst berührungslos in einem Behälter oder mit sauberen, angefeuchteten, puderfreien Handschuhen. Anschließend werden die Hände gewaschen; Augen und Mund dürfen während der Arbeit am Terrarium nicht berührt werden.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede
Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:
-
Frösche
- Meist eine glatte, feuchte Haut
- Lange Hinterbeine für weite Sprünge
- Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
- Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
-
Kröten
- Trockene, warzige Haut
- Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
- Können in trockeneren Gebieten überleben
- Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
-
Unken
- Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
- Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
- Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.
Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?
Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.
Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.
Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:
- Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
- Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
- In der Regel keine Hautatmung haben.
Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.
Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).
Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?
Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.
Häufige Futterquellen für Amphibien:
- Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
- Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
- Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)
Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?
Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:
- Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
- Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird
Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.
Halten Amphibien eine Winterruhe?
Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.
- Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
- Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
- Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.
Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?
Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:
- Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
- Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
- Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander
Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.
Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?
Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.
Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?
- Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
- Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
- Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
- Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
- Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.
Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?
Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.
- Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
- Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
- Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.
Alternative Proteinquellen für große Amphibien:
Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill
Fazit:
Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.
Wie werden Amphiben versendet?
Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.
Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.
Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?
Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.
Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:
- Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
- Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
- Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.
Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.
Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.