Sulawesi-Wasserskink, Tropidophorus baconi
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Sulawesi-Wasserskink, Tropidophorus baconi
| Deutscher Name: | Sulawesi-Wasserskink |
| Wissenschaftlich: | Tropidophorus baconi |
| Synonyme: | Bacons Wasserskink, Sulawesi-Krokodilskink, Bacon's Water Skink |
| Herkunft: | Endemisch auf Sulawesi, Indonesien; Waldbäche und Fließgewässer |
| Lebensweise: | Semiaquatischer Uferbewohner, hält sich oft im flachen Wasser auf |
| Aktivitätszeit: | Tagsüber und in der Dämmerung aktiv; sonnt sich auf Ufersteinen |
| Haltungsform: | Aquaterrarium mit flachem Wasserteil, trockenem Sonnenplatz und vielen Verstecken |
| Mindestgröße des Geheges: | Einzeltier ab etwa 60 × 40 × 40 cm, für ein Paar ab 80 × 45 × 45 cm |
| Temperaturzonen: | Luft 24–26 °C, Sonnenplatz um 30 °C, nachts 20–22 °C |
| Luftfeuchtigkeit: | Hoch, etwa 75–90 %, bei guter Belüftung |
| UV und Beleuchtung: | Helles Tageslicht, moderates UVB und kleiner Wärmestrahler, etwa 12 Stunden |
| Bodengrund: | Feuchtigkeitshaltendes Erde-Kokos-Gemisch im Landteil, Kies und Steine im Wasserteil |
| Futter: | Insekten, Würmer und andere Wirbellose mit Mineralstoffergänzung |
| Sozialverhalten: | Einzeln oder als Paar; Männchen nicht zusammen halten |
| Maximale Größe: | Gesamtlänge etwa 20–25 cm |
| Lebenserwartung: | Keine verlässlichen Angaben |
| Schutzstatus und Nachweise: | Nicht in CITES- oder EU-Anhängen; keine Meldepflicht |
Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Sulawesi-Wasserskink (Tropidophorus baconi)
Der Sulawesi-Wasserskink kommt ausschließlich auf der indonesischen Insel Sulawesi vor. Wissenschaftlich beschrieben wurde er erst 2003 anhand von Tieren aus dem Naturreservat Patunuang im Süden der Insel, einer Region mit ausgedehnten Kalksteinformationen und tropischem Wald. Lange Zeit hatte man die Wasserskinke Sulawesis dem philippinischen Tropidophorus grayi zugeordnet, bis genaue Untersuchungen klare Unterschiede in der Beschuppung, an den Zehen und bei den Poren der Männchen zeigten. Wie seine Verwandten ist dieser Skink eng an Wasser gebunden. Er lebt an Waldbächen, sonnt sich auf Steinen am Ufer und hält sich häufig im flachen Wasser oder in feuchten Spalten zwischen Felsen und Wurzeln auf. Über sein Verhalten in der Natur ist insgesamt noch wenig bekannt. Die Gattung Tropidophorus umfasst zahlreiche Wasserskinke, die von Südchina über Indochina bis zu den Philippinen und nach Sulawesi verbreitet sind; viele Arten tragen auffällig gekielte Schuppen. Die Weltnaturschutzunion führt Tropidophorus baconi als potenziell gefährdet. Für die Haltung ergibt sich ein klares Bild: ein feucht-warmes Aquaterrarium mit sauberem Wasser, einem trockenen Sonnenplatz und vielen Verstecken in Ufernähe.
Das richtige Gehege
Für ein einzelnes Tier genügt ein Aquaterrarium ab etwa 60 × 40 × 40 cm, ein Paar bekommt besser 80 × 45 × 45 cm oder mehr. Die Einrichtung orientiert sich an einem Bachufer: Etwa ein Drittel bis die Hälfte der Grundfläche nimmt ein flacher Wasserteil ein, der Rest ist ein gut strukturierter Landteil. Wichtig ist ein vollständig trockener Platz unter dem Wärmestrahler, an dem sich das Tier abtrocknen und aufwärmen kann. Das Becken muss lückenlos schließen, damit der flinke Skink nicht durch Spalten entweicht. Eine Abdeckung mit ausreichenden Lüftungsflächen sorgt für Luftaustausch, ohne dass die Luftfeuchtigkeit zu stark sinkt, und verhindert dauerhaft beschlagene Scheiben.
Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung
Der Landteil erhält eine feuchtigkeitshaltende Mischung aus ungedüngter Erde und Kokosfaser, bedeckt mit Laub und Moos. Flache Steine, Wurzeln und Korkstücke bilden Unterschlüpfe, einige davon so platziert, dass sie bis an den Wasserrand reichen. Der Wasserteil wird nur einige Zentimeter tief angelegt, mit sanft ansteigendem Ufer aus Kies und Steinen, damit das Tier jederzeit bequem hinein- und herauskommt. Ein kleiner Filter hält das Wasser sauber; Futterreste und Kot werden regelmäßig entfernt und das Wasser häufig erneuert. Robuste Pflanzen wie Farne oder Efeutute am Ufer verbessern das Klima und bieten zusätzliche Deckung.
UV, Beleuchtung und Wärme
Der Sulawesi-Wasserskink sonnt sich in der Natur auf Ufersteinen und braucht daher neben hellem Tageslicht einen kleinen Wärmestrahler, der einen Sonnenplatz von etwa 30 °C erzeugt. Eine UVB-Beleuchtung mit moderater Stärke unterstützt den Vitamin-D3-Haushalt und die Knochengesundheit. Sie wird so angebracht, dass schattige Bereiche erhalten bleiben und das Tier selbst zwischen Licht und Deckung wählen kann. Eine Beleuchtungsdauer von etwa zwölf Stunden ist passend. Strahler und Lampen müssen für das Tier unerreichbar und vor Spritzwasser geschützt angebracht und über Thermostat und Zeitschaltuhr gesteuert werden.
Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit
Angenehm sind Lufttemperaturen von etwa 24 bis 26 °C, ergänzt durch den lokalen Sonnenplatz um 30 °C. Nachts darf es einige Grad kühler werden, etwa auf 20 bis 22 °C. Eine Überhitzung des gesamten Beckens ist unbedingt zu vermeiden, denn Wasserskinke bevorzugen eher gemäßigte Temperaturen. Die Luftfeuchtigkeit sollte hoch sein, meist zwischen 75 und 90 %, was durch den Wasserteil und tägliches Sprühen leicht erreicht wird. Gleichzeitig ist gute Belüftung wichtig, damit der Landteil nicht dauerhaft nass und muffig wird und sich keine Hautprobleme entwickeln.
Fütterung und Mineralversorgung
Gefüttert werden lebende, passend große Wirbellose wie Heimchen, Grillen, Schaben, Heuschrecken und Mehlwürmer; auch Regenwürmer eignen sich gut. Abwechslung ist wichtiger als eine einzelne Futtersorte. Die Insekten werden vor dem Verfüttern gut ernährt und regelmäßig mit Calcium und einem Vitaminpräparat bestäubt, denn ohne Ergänzung drohen Mangelerscheinungen. Jungtiere werden häufiger gefüttert, erwachsene Tiere etwa zwei- bis dreimal pro Woche. Große Exemplare nehmen gelegentlich auch nestjunge Mäuse, notwendig ist das bei abwechslungsreicher Insektenkost jedoch nicht.
Sozialverhalten
Sulawesi-Wasserskinke können einzeln oder als Paar gehalten werden. Zwei Männchen sollten nicht zusammen gepflegt werden, da es zu Revierkämpfen kommen kann. Bei Paarhaltung braucht jedes Tier genügend eigene Verstecke und Sonnenplätze, und das Gewicht beider Tiere sollte regelmäßig kontrolliert werden. Neu eingezogene Tiere sind anfangs oft scheu und flüchten bei Bewegung ins Wasser oder unter Steine. Mit der Zeit gewöhnen sie sich an ihren Pfleger, bleiben aber Beobachtungstiere und keine Tiere zum häufigen Anfassen.
Geschlechtsunterschiede
Männchen besitzen Postanalporen, die bei dieser Art in einer einzelnen Reihe angeordnet sind – eines der Merkmale, mit denen die Art bei ihrer Beschreibung vom philippinischen Verwandten abgegrenzt wurde. Weibchen fehlen diese Poren. Zudem wirkt bei Männchen die Schwanzwurzel durch die Hemipenistaschen meist etwas kräftiger. Eine sichere Bestimmung gelingt am besten bei erwachsenen Tieren. Bei Jungtieren sind die Merkmale oft noch nicht ausgeprägt, sodass sich das Geschlecht erst mit zunehmender Reife zuverlässig bestimmen lässt.
Fortpflanzung und Inkubation
Wie die meisten Wasserskinke ist Tropidophorus baconi lebendgebärend: Die Jungtiere entwickeln sich im Mutterleib und kommen voll entwickelt zur Welt, eine Inkubation von Eiern entfällt. Genaue Angaben zu Wurfgröße und Tragzeit sind für diese Art bislang kaum veröffentlicht; bei verwandten Arten werden meist nur wenige, bereits recht große Jungtiere geboren. Trächtige Weibchen benötigen eine besonders gute Calciumversorgung und ruhige, feuchte Verstecke. Die Jungtiere werden am besten getrennt in kleinen Aquaterrarien aufgezogen und nicht mit zu vielen Futtertieren auf einmal bedrängt, da sie sonst aus Stress das Fressen einstellen können.
Endgröße und Lebenserwartung
Erwachsene Sulawesi-Wasserskinke erreichen nach Haltungsangaben eine Gesamtlänge von etwa 20 bis 25 cm, wovon ein großer Teil auf den kräftigen Schwanz entfällt. Typisch sind die gekielten Rückenschuppen und der stark gekielte Schwanz, die dem Tier ein urtümliches, an kleine Krokodile erinnerndes Aussehen geben. Im Vergleich zum philippinischen Verwandten sind die Kiele auf dem Rücken etwas schwächer, die vierte Zehe dagegen relativ länger. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Schutzstatus und rechtliche Hinweise
Tropidophorus baconi ist weder im Washingtoner Artenschutzübereinkommen noch in den Anhängen der EU-Artenschutzverordnung gelistet und unterliegt in Deutschland keiner Meldepflicht nach der Bundesartenschutzverordnung. Ein CITES-Dokument ist daher nicht erforderlich. Dennoch empfiehlt es sich, den Kaufbeleg als Herkunftsnachweis aufzubewahren. Auf der Roten Liste der IUCN wird die Art als potenziell gefährdet geführt. Unabhängig davon gelten selbstverständlich die allgemeinen tierschutzrechtlichen Anforderungen an eine artgerechte Haltung.
Risiken und sicherer Umgang
Der Sulawesi-Wasserskink ist ungiftig und für den Menschen ungefährlich. Bei Bedrängnis kann er zubeißen; das ist unangenehm, aber harmlos. Wie viele Skinke kann er seinen Schwanz abwerfen, daher nie am Schwanz greifen. Da das Tier viel Zeit im Wasser verbringt, ist Hygiene besonders wichtig: Beim Wasserwechsel Handschuhe tragen oder anschließend gründlich die Hände waschen, denn Reptilien können Salmonellen übertragen. Kinder sollten nur unter Aufsicht mit dem Tier umgehen.
Nice-to-Know
Ihren Namen trägt die Art zu Ehren des amerikanischen Biologen James P. Bacon, der sich bis zu seinem Tod 1986 mit der Gattung Tropidophorus beschäftigte. Wegen ihrer rauen, gekielten Schuppen werden Wasserskinke im Handel auch Krokodilskinke genannt. Bei Wasserskinken nimmt die Haut Feuchtigkeit gut auf, weshalb sie empfindlich auf eine zu trockene Haltung reagieren. Mit ihrer Lebendgeburt und dem Leben am Bachrand nehmen sie unter den Echsen eine besondere Nische ein.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Reptilien versendet?
Alle Reptilien sind Wirbelltiere und werden von uns, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand von Reptilien erfolgt immer in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei niedrigen Außentemperaturen werden die Tiere mit Heatpacks zusätzlich vor kalten Temperaturen geschützt.
Geschlechtsauswahl bei unseren Reptilien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.