Silberarowana „Gold Albino Red Fin“, Osteoglossum bicirrhosum
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Silberarowana „Gold Albino Red Fin“, Osteoglossum bicirrhosum
| Deutscher Name: | Silberarowana „Gold Albino Red Fin“ |
| Wissenschaftlich: | Osteoglossum bicirrhosum |
| Synonyme: | Gabelbart, Albino-Arowana, Gold Albino Red Fin Arowana |
| Herkunft: | Albino-Zuchtform aus Asien, Wildart aus dem Amazonasbecken |
| Gesellschafts-Aquarium: | Einzeln oder mit großen, robusten Fischen |
| Wasserwerte: | pH 6,0–7,5, GH 2–12 °dH, KH 1–8 °dH |
| Temperatur: | 25–30 °C |
| Beckengröße: | ausgewachsen ab 300 cm Länge, über 2.000 Liter |
| Bepflanzung: | Freier Schwimmraum, wenige robuste Pflanzen, dichte Abdeckung |
| Futter: | Insekten, Garnelen, Fischstücke, Arowana-Sticks |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen schlanker mit längerer Afterflosse |
| Zucht möglich: | Maulbrüter, im Aquarium kaum möglich |
| Maximale Größe: | bis etwa 90 cm, im Aquarium meist 60–80 cm |
| Liefergröße: | ca. 20,0-25,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Garnelen werden gefressen |
Herkunft von Silberarowana „Gold Albino Red Fin“ (Osteoglossum bicirrhosum)
Der Silberarowana Osteoglossum bicirrhosum gehört zu den Knochenzünglern, einer sehr alten Fischgruppe, und ist im Amazonasbecken sowie in den Flüssen Rupununi und Oyapock verbreitet, unter anderem in Brasilien, Peru, Kolumbien, Ecuador und Guyana. In der Natur jagt er dicht unter der Wasseroberfläche überschwemmter Wälder und kann Insekten, Spinnen und sogar kleine Wirbeltiere springend von überhängenden Ästen holen; daher stammt sein Beiname Wasseraffe. Die Form „Gold Albino Red Fin“ ist eine Zuchtform, die in Fischfarmen Südostasiens, vor allem in Indonesien, vermehrt wird und in der Natur nicht vorkommt. Albino-Arowanas zeigen einen elfenbein- bis cremefarbenen Körper ohne schwarze Zeichnung; bei dieser Linie schimmern die großen Schuppen golden, und die langen Rücken-, After- und Schwanzflossen sind kräftig rot bis orange getönt. Albino- und Platinformen sind in Asien sehr begehrt, weil Arowanas dort als Glücksbringer gelten. Die Tiere wachsen schnell und werden sehr groß, deshalb sollte vor dem Kauf feststehen, dass ein ausreichend großes Becken bereitsteht. Mit 20 bis 25 cm Liefergröße sind sie bereits gut eingewöhnte, fressfreudige Jungtiere.
Vergesellschaftung
Arowanas sind Oberflächenräuber und fressen alles, was ins Maul passt. Artgenossen werden mit zunehmendem Alter oft heftig bekämpft, daher hält man sie meist einzeln. Als Mitbewohner eignen sich nur große, robuste Arten wie große Harnischwelse, Pfauenaugenbuntbarsche oder Stachelrochen in entsprechend riesigen Becken.
Passende Wasserparameter
Weiches bis mittelhartes, leicht saures bis neutrales Wasser mit pH 6,0 bis 7,5, Gesamthärte 2 bis 12 °dH und Karbonathärte 1 bis 8 °dH ist geeignet. Sehr starke Filterung und regelmäßige große Wasserwechsel sind wegen der hohen Futtermengen unerlässlich.
Haltungstemperatur
25 bis 30 °C, ideal um 27 bis 28 °C.
Beckengröße
Jungtiere wachsen rasch; ausgewachsene Tiere brauchen ein Becken von mindestens 300 cm Länge, 100 cm Tiefe und über 2.000 Liter Volumen. Eine schwere, lückenlose Abdeckung ist Pflicht, da Arowanas hervorragende Springer sind.
Bepflanzung
Wichtig ist viel freier Schwimmraum an der Oberfläche. Einige robuste Pflanzen wie Anubias oder Javafarn auf Wurzeln und gedämpftes Licht genügen; Schwimmpflanzen werden oft gefressen oder stören den Schwimmraum.
Futter
Gefüttert werden große Insekten wie Heimchen und Heuschrecken, Garnelen, Muschel- und Fischfleisch sowie spezielles Arowana-Pellet- oder Stickfutter. Lebende Futterfische sind nicht nötig und bergen Krankheitsrisiken. Jungtiere zweimal täglich, ausgewachsene Tiere etwa alle ein bis zwei Tage füttern.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter sind schwer zu unterscheiden. Männchen gelten als schlanker, mit tieferem Unterkiefer und etwas längerer Afterflosse, Weibchen wirken kräftiger. Bei Jungtieren in Liefergröße ist keine sichere Bestimmung möglich.
Zucht
Der Silberarowana ist ein Maulbrüter, bei dem das Männchen die großen Eier und später die Larven im Maul trägt. Im Aquarium gelingt die Zucht wegen der enormen Größe praktisch nicht; Nachzuchten stammen aus Teichanlagen in Asien.
Endgröße
Die Art erreicht bis etwa 90 cm, im Aquarium meist 60 bis 80 cm. Bei guter Pflege werden Arowanas 10 bis 20 Jahre alt.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Ungeeignet für Garnelen jeder Größe. Garnelen gehören zur natürlichen Beute und werden sofort gefressen.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.