Schläfen-Schlankcichlide, Telmatochromis temporalis
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Schläfen-Schlankcichlide, Telmatochromis temporalis
| Deutscher Name: | Schläfen-Schlankcichlide |
| Wissenschaftlich: | Telmatochromis temporalis |
| Synonyme: | Telmatochromis temporalis, Temporalis, Tanganjika-Schlankcichlide |
| Herkunft: | Tanganjikasee, Fels- und Übergangszonen am ganzen Ufer |
| Gesellschafts-Aquarium: | Paar oder Harem, Tanganjika-Mitbewohner |
| Wasserwerte: | pH 7,8–9,0, GH 10–20 °dH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | ab 80 cm Kantenlänge, rund 120 Liter |
| Bepflanzung: | Steinaufbauten mit Spalten, Höhlen, Sand |
| Futter: | Granulat, Mysis, Artemia, pflanzliche Kost |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen größer, mit Stirnbuckel |
| Zucht möglich: | Höhlenbrüter, Weibchen pflegt Gelege |
| Maximale Größe: | Männchen bis etwa 10–11 cm, Weibchen kleiner |
| Liefergröße: | ca. 3,0-3,5 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Ungeeignet, Garnelen werden gefressen |
Herkunft von Schläfen-Schlankcichlide (Telmatochromis temporalis)
Telmatochromis temporalis wurde 1898 von Boulenger beschrieben und ist endemisch im Tanganjikasee in Ostafrika. Die Art ist rund um den See verbreitet und besiedelt die flachen Fels- und Geröllzonen ebenso wie Übergangsbereiche zwischen Steinen und Sand. Dort hält sie sich dicht über dem Grund in der Nähe von Spalten und Höhlen auf, die als Versteck und Brutplatz dienen. Der langgestreckte, kräftige Körper ist bräunlich bis olivgrau gefärbt; an den Kopfseiten, den Schläfen, zieht sich oft ein bläulich schimmernder Streifen entlang, und Rücken- und Schwanzflosse tragen einen hellen Saum. Neben der normalen Form, die vor allem in Felsbiotopen lebt, ist aus einigen Bereichen eine deutlich kleiner bleibende Zwergform bekannt, die leere Schneckenhäuser bewohnt. Im Aquarium zeigen sich die Tiere lebhaft und neugierig, graben gern unter Steinen und verteidigen ihr Revier. Ihre Ernährung ist vielseitig: Sie weiden Aufwuchs von den Steinen und nehmen Kleinkrebse und Insektenlarven auf. Mit ihrer überschaubaren Größe und dem interessanten Brutverhalten ist sie eine lohnende, wenn auch selten angebotene Art für Liebhaber der Tanganjika-Buntbarsche.
Vergesellschaftung
Telmatochromis temporalis ist territorial, aber gegenüber ähnlich großen Tanganjika-Buntbarschen gut verträglich. Gehalten wird ein Paar oder ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen. Geeignete Mitbewohner sind Cyprichromis, Julidochromis oder kleinere Neolamprologus; aggressive Mbuna oder zu kleine Fische passen nicht.
Passende Wasserparameter
Hartes, alkalisches Wasser mit pH 7,8 bis 9,0 und einer Gesamthärte von 10 bis 20 °dH entspricht dem Tanganjikasee. Stabile Werte, wenig Nitrat und regelmäßige Teilwasserwechsel sind wichtig.
Haltungstemperatur
24 bis 27 °C sind optimal.
Beckengröße
Für ein Paar genügt ein Aquarium ab 80 cm Länge mit etwa 120 Litern, für eine Haremsgruppe oder Gesellschaft sollte es größer sein. Mehrere getrennte Höhlen entschärfen Revierstreit.
Bepflanzung
Steinaufbauten mit zahlreichen Spalten und Höhlen sowie ein feiner Sandboden bilden die Einrichtung. Steine sollten auf dem Beckenboden stehen, da die Fische darunter graben. Pflanzen sind nicht nötig, robuste Anubias stören nicht.
Futter
Als Allesfresser nimmt die Art Granulat und Flocken für Tanganjika-Buntbarsche an, ergänzt durch Frostfutter wie Mysis, Artemia und Cyclops. Ein pflanzlicher Anteil, etwa Spirulina, sollte nicht fehlen. Rote Mückenlarven nur selten reichen.
Geschlechtsunterschiede
Männchen werden deutlich größer und entwickeln im Alter einen ausgeprägten Stirnbuckel. Weibchen bleiben kleiner und schlanker. Bei Jungtieren der angebotenen Größe ist das Geschlecht noch nicht sicher erkennbar.
Zucht
Die Art ist ein Höhlenbrüter. Das Weibchen laicht in einer engen Höhle oder Spalte und pflegt das Gelege, während das Männchen das Revier verteidigt. Die Jungfische werden noch einige Zeit von den Eltern bewacht und fressen frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien.
Endgröße
Männchen erreichen etwa 10 bis 11 cm, Weibchen bleiben deutlich kleiner. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege bei etwa 8 Jahren.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Garnelen sind keine geeigneten Mitbewohner. Sie werden zwischen den Steinen aufgespürt und gefressen.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.