Sangi Kardinalbarsch, Fibramia thermalis
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Sangi Kardinalbarsch, Fibramia thermalis
| Deutscher Name: | Sangi Kardinalbarsch |
| Wissenschaftlich: | Fibramia thermalis |
| Synonyme: | Sangi-Kardinalbarsch, Half-barred Cardinal |
| Herkunft: | Tropischer Indopazifik; geschützte küstennahe Riffe und Lagunen |
| Riffaquarium-tauglich: | Korallen geeignet; sehr kleine Garnelen gefährdet |
| Verträglichkeit: | Ruhiger Gruppenfisch für friedlichen Besatz |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 33–35 PSU; pH 8,1–8,4; KH 7–10 °dKH |
| Temperatur: | 25–27 °C |
| Beckengröße: | Empfehlung ab 500 Litern für eine kleine Gruppe |
| Futter: | Kleine Mysis, Artemia, Copepoden; Trockenfutter langsam anbieten |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel; sichere Futterannahme kontrollieren |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich nicht zuverlässig zu bestimmen |
| Zucht möglich: | Männlicher Maulbrüter |
| Maximale Größe: | Bis etwa 8,5 cm |
| Liefergröße: | ca. 4,0-6,0 cm |
Herkunft von Sangi Kardinalbarsch (Fibramia thermalis)
Fibramia thermalis ist ein Bewohner des tropischen Indopazifiks. Die Art ist von Ostafrika über den Indischen Ozean bis in den westlichen Pazifik verbreitet und kommt unter anderem an den Küsten Australiens sowie bei Vanuatu und im südlichen Japan vor. Sie besiedelt küstennahe Riffbereiche, geschützte flache Lagunen und Übergänge zwischen Fels, Korallen und sandigen Flächen. Auch Seegrasbereiche gehören zum dokumentierten Lebensraumspektrum. Meist bleibt sie in den oberen zwanzig Metern und findet zwischen Riffvorsprüngen oder Korallen Schutz. Kleine Gruppen stehen dort nahe geeigneter Deckung. Als überwiegend nachtaktiver Kardinalbarsch zeigt sie ein anderes Tagesmuster als viele ständig umherschwimmende Riffbewohner. Ihre bräunlich bis leicht violett wirkende Oberseite, der helle Bauch und das dunkle Augenband passen zu dieser zurückhaltenden Erscheinung. Jungtiere können noch deutlich durchscheinender aussehen und einen auffälligen Fleck an der Schwanzbasis tragen. Im Aquarium sollte diese Herkunft durch ruhige Unterstände und eine geschützte Aufenthaltszone berücksichtigt werden. Ein völlig offener Aufbau mit grellem Licht lässt den Tieren dagegen kaum Ausweichmöglichkeiten.
Eignung für das Riffaquarium
Korallenpolypen gehören nicht zur Nahrung. Winzige Garnelen und andere kleine Wirbellose können hingegen gefressen werden. Daher ist ein Riffaquarium mit ausreichend großen Mitbewohnern geeignet, während die Aufzucht kleiner Krebstiere im selben Becken kaum zu erwarten ist.
Vergesellschaftung und Verhalten
Die Art bildet kleine Gruppen und sollte ruhige Partner erhalten. Beobachten Sie Rangkonflikte und Paarbildung aufmerksam. Hektische Fresser können diese zurückhaltenden Kardinalbarsche beim Füttern verdrängen. Große räuberische Fische sind ungeeignet.
Wasserwerte und Temperatur
Ein stabiler Zielbereich für die Aquarienhaltung liegt bei 25–27 °C, 33–35 PSU Salzgehalt, pH 8,1–8,4 und KH 7–10 °dKH. Diese empfohlenen Pflegewerte sind keine gemessenen artspezifischen Toleranzgrenzen. Gute Sauerstoffversorgung und ausgereifte Filterung sind Voraussetzung.
Aquarium und Einrichtung
Für eine kleine Gruppe empfehlen wir ab etwa 500 Litern. Schaffen Sie schattige Überhänge und mehrere voneinander getrennte Unterstände. Eine ruhige Strömungszone hilft den Tieren, ihren Platz zu finden. Das Volumen allein ersetzt keinen passenden Aufbau.
Futter und Futterumstellung
Bieten Sie kleine Mysis, Artemia und Copepoden als Frost- oder Lebendfutter. In der Anfangszeit können gezielte kleine Gaben bei gedämpftem Licht die Futteraufnahme erleichtern. Feine Flocken oder Granulate später schrittweise ergänzen und die Annahme jedes Tieres kontrollieren.
Eingewöhnung
Temperatur und Salzgehalt langsam angleichen, beispielsweise kontrolliert mit der Tropfmethode. Die Transportwasserqualität bestimmt dabei die angemessene Dauer. Setzen Sie die Tiere bei schwachem Licht ein, vermeiden Sie abruptes Einschalten der Beleuchtung und sichern Sie sämtliche Öffnungen gegen Herausspringen.
Geschlechtsunterschiede
Normale Körperfärbung und Größe reichen nicht für eine sichere Geschlechtsbestimmung. Während der Brutpflege kann der gefüllte Maulbereich des Männchens einen Hinweis geben; außerhalb dieser Phase bleibt die Zuordnung unsicher.
Zucht
Die Männchen tragen die Eier im Maul. Eine Fortpflanzung im Aquarium ist möglich, die Aufzucht der kleinen Larven verlangt jedoch ein getrenntes System und geeignetes Plankton. Ohne entsprechende Vorbereitung ist eine erfolgreiche Vermehrung im Gemeinschaftsbecken nicht zu erwarten.
Endgröße und Lebenserwartung
Die maximale Gesamtlänge wird mit etwa 8,5 cm angegeben. Planen Sie das Aquarium für ausgewachsene Tiere. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.