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Rotpunkt-Zwergbuntbarsch „Red Point“, Apistogramma sp., ca. 3,0-4,0 cm

Rote Punktreihen

Männchen mit feinen roten Tupfen auf den Körperseiten

Klassiker der Aquaristik

Seit Jahrzehnten gepflegter Zwergbuntbarsch aus Kolumbien

Robuste Nachzucht

An Aquarienbedingungen gewöhnt und dadurch gut zu pflegen

Spannende Brutpflege

Das Weibchen führt die Jungen aufmerksam durch das Becken

Rotpunkt-Zwergbuntbarsch „Red Point“, Apistogramma sp., ca. 3,0-4,0 cm


Auf einen Blick: Rotpunkt-Zwergbuntbarsch „Red Point“, Apistogramma sp.
Deutscher Name:Rotpunkt-Zwergbuntbarsch „Red Point“
Wissenschaftlich:Apistogramma sp.
Synonyme:Apistogramma Red Point, Apistogramma Rotpunkt, A106, Redspot Dwarf Cichlid
Herkunft:Kolumbien, Einzug von Orinoco und Amazonas, im Handel Nachzucht
Gesellschafts-Aquarium:Paar oder ein Männchen mit zwei Weibchen, kleine ruhige Beifische
Wasserwerte:pH 5,5–7,0, GH 1–8 °dH
Temperatur:24–28 °C
Beckengröße:ab 60 cm für ein Paar, größer für eine Gruppe
Bepflanzung:Dichte Bepflanzung, Laub, Wurzeln und kleine Höhlen
Futter:Artemia, Daphnien, Cyclops, Mückenlarven, feines Granulat
Geschlechts-Unterschiede:Männchen größer, mit roten Punktreihen und längeren Flossen
Zucht möglich:Höhlenbrüter, Brutpflege überwiegend durch das Weibchen
Maximale Größe:Männchen etwa 6–7 cm, Weibchen um 4,5 cm
Liefergröße:ca. 3,0-4,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Erwachsene Zwerggarnelen meist geduldet, Nachwuchs wird gefressen
Im Detail: Rotpunkt-Zwergbuntbarsch „Red Point“, Apistogramma sp.

Herkunft von Rotpunkt-Zwergbuntbarsch „Red Point“ (Apistogramma sp.)

Hinter dem Handelsnamen Red Point, deutsch Rotpunkt, verbirgt sich ein Zwergbuntbarsch, der seit Jahrzehnten in der Aquaristik gepflegt wird und dessen genaue Herkunft bis heute nicht abschließend geklärt ist. Die Tiere gehören in eine Gruppe nah verwandter Formen, die im Kennnummernsystem der Apistogramma-Kenner unter A106 bis A108 geführt werden. Die wissenschaftlich beschriebene Art Apistogramma alacrina aus Kolumbien stimmt in Körperform und Zeichnung weitgehend mit diesen Aquarienfischen überein; ob alle Rotpunkt-Formen tatsächlich zu dieser Art gehören, ist unter Fachleuten jedoch umstritten. Deshalb wird der Fisch hier vorsichtig als Apistogramma sp. geführt. Die bekannten Fundorte von A. alacrina liegen im Río Ariari im Orinoco-Einzug sowie im Río Orteguaza, einem Zufluss des Río Caquetá im Amazonasgebiet. Dort leben die Fische in langsam fließenden Bächen, Seitenarmen und Tümpeln mit weichem, saurem Wasser und dicken Laubschichten. Den Namen verdankt der Rotpunkt den Reihen kleiner roter Punkte, die ausgefärbte Männchen auf den Körperseiten zeigen. Die angebotenen Tiere stammen aus Nachzucht und sind dadurch deutlich anpassungsfähiger als frisch importierte Wildfänge.

Vergesellschaftung

Am besten pflegt man ein Paar oder ein Männchen mit zwei Weibchen, sofern jedes Weibchen eine eigene Höhle findet. Als Mitbewohner eignen sich kleine, friedliche Schwarmfische wie Ziersalmler der Gattung Nannostomus oder kleine Salmler sowie Panzerwelse. Andere Apistogramma-Arten passen nicht dazu, da es zu Revierkämpfen und Kreuzungen kommen kann.

Passende Wasserparameter

Weiches, leicht saures Wasser mit einem pH-Wert von etwa 5,5 bis 7,0 und einer Gesamthärte von 1 bis 8 °dH entspricht dem natürlichen Lebensraum. Nachzuchten kommen auch mit etwas härterem Wasser zurecht, für die Zucht ist weiches Wasser jedoch wichtig. Kleine, regelmäßige Teilwasserwechsel halten die Werte stabil.

Haltungstemperatur

Die passende Wassertemperatur liegt bei 24 bis 28 °C. Zur Zucht dürfen es 26 bis 28 °C sein.

Beckengröße

Für ein Paar genügt ein Aquarium ab 60 cm Länge. Für ein Männchen mit mehreren Weibchen sollte das Becken größer sein und mehrere abgegrenzte Bereiche bieten.

Bepflanzung

Gedämpftes Licht, dichte Bepflanzung mit Anubias, Javafarn und Schwimmpflanzen, dazu Wurzeln, Laub und kleine Höhlen wie Kokosnussschalen oder Tonröhren schaffen eine sichere Umgebung. Als Bodengrund eignet sich feiner Sand.

Futter

Der Rotpunkt ernährt sich in der Natur vor allem von kleinen Bodentieren. Im Aquarium sind Artemia, Daphnien, Cyclops und kleine Mückenlarven als Frost- oder Lebendfutter ideal. Viele Tiere nehmen auch feines Granulat an.

Geschlechtsunterschiede

Männchen werden deutlich größer, zeigen die namensgebenden roten Punktreihen auf den Flanken sowie ausgezogene Rücken- und Bauchflossen. Weibchen bleiben kleiner, sind schlichter gefärbt und werden zur Brutzeit kräftig gelb mit dunklen Abzeichen.

Zucht

Die Art laicht in Höhlen oder Spalten. Das Weibchen übernimmt die Pflege von Gelege und Jungfischen weitgehend allein und kann dabei sehr energisch werden, in kleinen Becken sollte das Männchen dann umgesetzt werden. Die Jungfische sind empfindlich gegenüber schwankenden Wasserwerten und brauchen mehrmals täglich kleine Portionen Artemia-Nauplien.

Endgröße

Männchen erreichen etwa 6 bis 7 cm Gesamtlänge, Weibchen bleiben mit rund 4,5 cm deutlich kleiner. Die Lebenserwartung liegt bei etwa 3 bis 5 Jahren.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Erwachsene Zwerggarnelen werden meist geduldet, Jungtiere der Garnelen dagegen als Futter gejagt. Für reine Garnelenbecken ist der Fisch daher nicht geeignet.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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