Roter Sternfleck-Leierfisch „Red Scooter“, Synchiropus stellatus
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Roter Sternfleck-Leierfisch „Red Scooter“, Synchiropus stellatus
| Deutscher Name: | Roter Sternfleck-Leierfisch „Red Scooter“ |
| Wissenschaftlich: | Synchiropus stellatus |
| Synonyme: | Roter Spinnenfisch, Sternen-Mandarinfisch, Stern-Mandarinfisch, Roter Scooter-Leierfisch, Red Scooter Dragonet, Starry Dragonet, Scooter Blenny |
| Herkunft: | Indischer Ozean von Ostafrika bis Sumatra, Riffe in 5–40 m Tiefe |
| Riffaquarium-tauglich: | Riffgeeignet; Korallen und größere Garnelen bleiben unbehelligt |
| Verträglichkeit: | Einzeln oder als Paar, nie zwei Männchen zusammen |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 8–12 °dKH, Nitrat niedrig |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | Ab etwa 300 Liter, gut eingefahren mit viel Lebendgestein |
| Futter: | Copepoden und Kleinkrebse aus dem Becken, ergänzend Artemia und feines Frostfutter |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel bis anspruchsvoll wegen der speziellen Ernährung |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen mit hoher, gezeichneter erster Rückenflosse und kräftigeren Farben |
| Zucht möglich: | Freilaicher; Nachzuchten gelingen nur selten |
| Maximale Größe: | Meist 5–7,5 cm |
| Liefergröße: | ca. 4,0-5,0 cm |
Herkunft von Roter Sternfleck-Leierfisch „Red Scooter“ (Synchiropus stellatus)
Der Rote Sternfleck-Leierfisch, im Handel als Red Scooter bekannt, stammt aus dem Indischen Ozean. Sein Verbreitungsgebiet reicht von der ostafrikanischen Küste mit Kenia, Tansania und Südafrika über die Seychellen, Mauritius, die Malediven und Sri Lanka bis nach Sumatra. Er lebt an geschützten Küstenriffen in fünf bis vierzig Metern Tiefe, meist zwischen zehn und zwanzig Metern, und hält sich bevorzugt über Korallenschutt, Geröll und algenbewachsenem Fels auf. Dort hüpft er mit seinen kräftigen Bauchflossen ruckartig über den Grund und pickt unablässig winzige Krebstiere auf, was ihm den Spitznamen Scooter eingebracht hat. Die Körperoberseite ist rosa bis rötlich oder goldfarben marmoriert, zwischen dunklen sternförmigen Flecken liegen helle, silbrige Punkte, die Unterseite ist hell mit dunkelroten Tupfen. Männchen und Weibchen sind unterschiedlich gefärbt, und die Intensität des Rots schwankt von Tier zu Tier und mit der Umgebung, sodass die gelieferte Färbung vom Bild abweichen kann. Im Handel wird die Art gelegentlich fälschlich als Synchiropus marmoratus angeboten. Diese Art lebt jedoch im gemäßigten Süden Australiens und spielt im Zierfischhandel praktisch keine Rolle. Nach der Roten Liste gilt der Sternfleck-Leierfisch als nicht gefährdet.
Eignung für das Riffaquarium
Der Leierfisch ist für das Riffaquarium sehr gut geeignet. Korallen, Muscheln, Schnecken und größere Garnelen lässt er in Ruhe. Gefressen werden nur winzige Krebstiere wie Copepoden und Flohkrebse, die im Becken eine wichtige Nahrungsgrundlage für ihn sind.
Vergesellschaftung und Verhalten
Gegenüber anderen Fischen ist er sehr friedlich. Zwei Männchen bekämpfen sich jedoch bis zum Tod und dürfen nie gemeinsam gepflegt werden; ein Paar oder ein Männchen mit mehreren Weibchen ist in ausreichend großen Becken möglich. Mandarinfische und andere Leierfische, aber auch Futterkonkurrenten wie Seenadeln, kleine Lippfische oder hektische Fresser sollten nicht mit ihm zusammenleben, weil sie die Mikrofauna leer fressen.
Wasserwerte und Temperatur
Gepflegt wird die Art bei einer Dichte von 1,023 bis 1,025, einem pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und einer Karbonathärte von 8 bis 12 °dKH. Die Temperatur liegt idealerweise zwischen 24 und 27 °C. Stabile Werte und ein ausgereiftes Becken mit gesunder Bodenfauna sind entscheidend.
Aquarium und Einrichtung
Empfohlen wird ein Riffbecken ab etwa 300 Litern, das mindestens sechs bis zwölf Monate eingefahren ist und viel Lebendgestein sowie eine große Bodenfläche bietet. Nur dann entwickelt sich eine ausreichende Population an Copepoden und Flohkrebsen. Ein Refugium ohne Fische, in dem sich Kleinkrebse ungestört vermehren, ist sehr hilfreich.
Futter und Futterumstellung
Der Leierfisch frisst fast ausschließlich lebende Kleinkrebse, die er den ganzen Tag über vom Gestein und Boden pickt. Wildfänge nehmen anfangs meist nur Lebendfutter wie Copepoden an. Viele Tiere lernen nach der Eingewöhnung, auch Artemia, Mysis und feines Frostfutter zu fressen, eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Regelmäßiges Nachimpfen des Beckens mit Copepoden sichert die Versorgung, und ein gut genährtes Tier erkennt man an einem gerundeten Bauch.
Eingewöhnung
Neue Tiere gleicht man langsam an Temperatur und Salzgehalt des Beckens an, am besten mit der Tropfmethode über mindestens eine Stunde. Eingesetzt wird bei gedämpftem Licht direkt in Bodennähe zwischen Lebendgestein. In den ersten Wochen sollte man genau beobachten, ob der Fisch ausreichend frisst und der Bauch rund bleibt.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter sind unterschiedlich gefärbt und gut zu unterscheiden. Männchen besitzen eine höhere, gezeichnete erste Rückenflosse mit Linien und Augenflecken und sind meist kräftiger rot gefärbt. Bei Weibchen ist die erste Rückenflosse kleiner, schwarz und weiß gesäumt. Je nach Geschlecht und Tier kann die gelieferte Färbung daher vom Produktbild abweichen.
Zucht
Die Art ist ein Freilaicher: Männchen und Weibchen steigen zur Paarung gemeinsam auf und geben Eier und Sperma ins freie Wasser ab. Die Aufzucht der winzigen Larven ist sehr anspruchsvoll, Nachzuchten gelingen nur selten.
Endgröße und Lebenserwartung
Der Sternfleck-Leierfisch erreicht meist 5 bis 7,5 Zentimeter, einzelne Angaben reichen bis 9 Zentimeter. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.