Roter Buntbarsch, Rubricatochromis bimaculatus (Hemichromis bimaculatus)
12,99 €*
4 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 0,40 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Roter Buntbarsch, Rubricatochromis bimaculatus (Hemichromis bimaculatus)
| Deutscher Name: | Roter Buntbarsch |
| Wissenschaftlich: | Rubricatochromis bimaculatus |
| Synonyme: | Juwelenbuntbarsch, Afrikanischer Juwelenbuntbarsch, Jewel Cichlid |
| Herkunft: | Westafrika; gesicherter Schwerpunkt in Küstenzuflüssen von Südguinea bis Liberia |
| Gesellschafts-Aquarium: | Territorialer Paarfisch; vorzugsweise als harmonierendes Paar im Artbecken |
| Wasserwerte: | pH 6,0–7,8; etwa 4–18 °dGH, sauber und sauerstoffreich |
| Temperatur: | 22–26 °C, zur Zucht gegebenenfalls bis 28 °C |
| Beckengröße: | Ab 120 cm Kantenlänge und etwa 200 Litern für ein Paar |
| Bepflanzung: | Robuste, gut verankerte Pflanzen; freie Bodenflächen und Sichtschutz einplanen |
| Futter: | Abwechslungsreiches Cichlidenfutter sowie Frost- und Lebendfutter |
| Geschlechts-Unterschiede: | Schwer erkennbar; Weibchen laichreif oft runder und intensiver rot |
| Zucht möglich: | Offenbrüter mit ausgeprägter gemeinsamer Brutpflege |
| Maximale Größe: | Etwa 10–14 cm; Angaben schwanken durch häufige Artverwechslungen |
| Liefergröße: | ca. 4,5 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Nicht geeignet; adulte Garnelen und besonders Nachwuchs sind gefährdet |
Herkunft von Roter Buntbarsch (Rubricatochromis bimaculatus)
Rubricatochromis bimaculatus stammt aus dem westafrikanischen Oberguinea-Gebiet. Als verlässlich gilt vor allem ein vergleichsweise begrenztes Vorkommen in küstennahen Flusssystemen vom südlichen Guinea über Sierra Leone bis in das mittlere Liberia. Dort bewohnt der Rote Buntbarsch kleine Flüsse, Waldbäche und Kanäle, deren Ufer häufig von dichter Vegetation beschattet werden. Sandige oder schlammige Bereiche wechseln sich mit Wurzeln, Steinen, Falllaub und geschützten Randzonen ab. Solche Strukturen bieten Deckung, Reviergrenzen und geeignete Flächen für die Eiablage. Ältere Literatur nennt ein wesentlich größeres Verbreitungsgebiet bis nach Zentralafrika und in das Nilbecken. Viele dieser Angaben beruhen jedoch wahrscheinlich auf Verwechslungen mit ähnlichen Juwelenbuntbarschen. Auch im Aquarienhandel werden unter dem früheren Namen Hemichromis bimaculatus regelmäßig andere Arten der Gattung angeboten. Besonders intensiv blau gepunktete Tiere sollten deshalb nicht ungeprüft dieser Art zugeordnet werden. Für einen fachlich belastbaren Verkauf ist die Identität anhand von Herkunft, Zeichnung und möglichst einer seriösen Lieferantenbestimmung zu kontrollieren.
Vergesellschaftung
Der Rote Buntbarsch ist ein territorialer Paarfisch und kein typischer Bewohner eines friedlichen Gesellschaftsaquariums. Außerhalb der Fortpflanzungszeit können eingespielte Tiere vergleichsweise ruhig erscheinen, doch mit der Paarbildung und insbesondere während der Brutpflege steigt die Aggressivität erheblich. Dann verteidigt das Paar große Bereiche entschlossen gegen Artgenossen und andere Fische. Am sichersten ist die Haltung eines harmonierenden Paares in einem geräumigen Artbecken. Ein beliebig zusammengesetztes adultes Paar kann sich heftig bekämpfen. Bewährt hat sich daher die Aufzucht mehrerer Jungtiere, aus denen sich ein Paar selbst findet; verbleibende Tiere müssen anschließend rechtzeitig umgesetzt werden. Eine Vergesellschaftung mit robusten Fischen ist nur in deutlich größeren, stark gegliederten Aquarien und mit einem Ausweichbecken vertretbar. Kleine, ruhige oder bodenorientierte Arten sind ungeeignet.
Passende Wasserparameter
Die Art lässt sich in leicht saurem bis schwach alkalischem Wasser pflegen. Als praxistauglicher Bereich gelten etwa pH 6,0–7,8 und 4–18 °dGH. Wichtiger als ein exakt eingestellter Einzelwert sind stabile Verhältnisse, eine geringe organische Belastung und eine zuverlässige Filterung. Regelmäßige Teilwasserwechsel unterstützen die Kondition und reduzieren die Belastung in einem kräftig gefütterten Cichlidenbecken. Eine gute Sauerstoffversorgung ist besonders bei höheren Temperaturen sinnvoll. Für einen Zuchtansatz wird eher weiches bis mittelhartes, leicht saures bis neutrales Wasser gewählt. Plötzliche Änderungen von Temperatur, Leitwert oder pH-Wert sollten vermieden werden.
Haltungstemperatur
Für die dauerhafte Pflege eignet sich ein Temperaturbereich von etwa 22–26 °C. Zur Vorbereitung eines gut konditionierten Zuchtpaares werden häufig 24–28 °C verwendet. Dauerhaft sehr hohe Temperaturen beschleunigen den Stoffwechsel und erhöhen den Sauerstoffbedarf, ohne für die normale Haltung notwendig zu sein. Ein gut abgestimmter Heizstab und ausreichend Wasserbewegung sorgen für gleichmäßige Bedingungen.
Beckengröße
Für ein harmonierendes Paar sollte das Aquarium mindestens 120 cm Kantenlänge und rund 200 Liter Volumen bieten. Die Grundfläche und eine wirkungsvolle räumliche Gliederung sind wichtiger als zusätzliche Beckenhöhe. Größere Aquarien schaffen mehr Fluchtdistanz, können aber die ausgeprägte Brutrevierverteidigung nicht vollständig aufheben. Mehrere Paare oder weitere revierbildende Buntbarsche benötigen erheblich mehr Raum und sollten nur von sehr erfahrenen Haltern eingeplant werden. Ein einsatzbereites Ausweichbecken ist empfehlenswert, falls sich die Partner plötzlich nicht mehr tolerieren.
Bepflanzung
Eine Bepflanzung ist möglich, muss aber zum Grabeverhalten der Fische passen. Gut verwurzelte, widerstandsfähige Pflanzen sollten mit Steinen gesichert oder in geschützten Gefäßen eingesetzt werden. Aufgebundene Farne, Anubias und andere robuste Aufsitzerpflanzen sind meist praktischer als empfindliche Stängelpflanzen. Schwimmpflanzen können das Licht dämpfen und vermitteln Deckung. Gleichzeitig braucht das Paar freie Bodenbereiche sowie flache Steine oder andere feste Oberflächen als mögliche Laichplätze. Wurzeln, Höhlen und Steinaufbauten sollten so angeordnet sein, dass mehrere voneinander getrennte Sichtbereiche entstehen. Alle schweren Dekorationen müssen standsicher direkt auf dem Beckenboden ruhen.
Futter
Der Rote Buntbarsch nimmt im Aquarium in der Regel hochwertiges Granulat, Cichlidensticks und kräftiges Flockenfutter an. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Frost- oder geeignetem Lebendfutter wie Artemia, Mückenlarven, Wasserflöhen und Mysis unterstützt Kondition und natürliche Farbausprägung. Ein kleiner pflanzlicher Anteil, beispielsweise über spirulinahaltiges Futter, ergänzt den Speiseplan. Mehrere angemessene Portionen sind einer sehr großen Fütterung vorzuziehen. Futterreste sollten entfernt werden, da eine hohe organische Belastung Wasserqualität und Brutpflege beeinträchtigt. Sehr fettreiches Futter und Fleisch von Säugetieren sind nicht geeignet.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter lassen sich außerhalb der Fortpflanzungszeit nur unsicher unterscheiden. Erwachsene Männchen werden häufig etwas größer und können länger ausgezogene Rücken- und Afterflossen entwickeln. Laichbereite Weibchen wirken meist fülliger und zeigen häufig eine besonders kräftige rote Färbung. Diese Merkmale variieren jedoch individuell und sind wegen der häufigen Verwechslung ähnlicher Arten nicht zuverlässig genug, um Jungtiere sicher zu bestimmen. Am besten bildet sich ein Paar aus einer gemeinsam aufgezogenen Gruppe. Bei nur 4,5 cm großen Tieren ist eine belastbare Geschlechtsbestimmung normalerweise nicht möglich.
Zucht
Rubricatochromis bimaculatus ist ein Offenbrüter mit intensiver biparentaler Brutpflege. Ein harmonierendes Paar reinigt einen flachen Stein, eine feste Dekorationsfläche oder eine geschützte Stelle am Bodengrund. Dort legt das Weibchen die haftenden Eier ab, die anschließend vom Männchen befruchtet werden. Beide Eltern bewachen das Gelege, fächeln Frischwasser zu und führen später die Jungfische. Nach dem Schlupf werden die Larven häufig in zuvor ausgehobene Mulden umgesetzt. Sobald der Nachwuchs frei schwimmt, eignen sich frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und anderes feines Aufzuchtfutter. Während dieser Zeit ist das Paar außerordentlich wehrhaft. Andere Fische sowie überzählige Artgenossen müssen meist entfernt werden. Auch zwischen den Partnern können Konflikte entstehen, weshalb Sichtschutz und eine Trennmöglichkeit erforderlich sind.
Endgröße
Für sicher bestimmte Tiere werden etwa 10 cm Standardlänge genannt; andere Fachangaben reichen bis ungefähr 13,6 cm Standardlänge. Im Aquarium ist deshalb mit rund 10–14 cm Gesamterscheinung zu planen. Noch größere Angaben in älteren Haltungstexten können auf abweichender Messweise oder auf Verwechslungen mit ähnlichen Juwelenbuntbarschen beruhen. Für die Beckenplanung sollte nicht die geringe Verkaufsgröße von 4,5 cm, sondern das Revierverhalten ausgewachsener Tiere maßgeblich sein.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Für ein Garnelenaquarium ist der Rote Buntbarsch nicht geeignet. Garnelennachwuchs und kleine Zwerggarnelen werden als leicht erreichbare Nahrung betrachtet. Auch ausgewachsene Zwerggarnelen sind nicht sicher, selbst wenn dichte Bepflanzung einzelne Tiere zeitweise schützt. Größere Fächer- oder Großarmgarnelen können durch Revierverteidigung, besonders während der Brutpflege, verletzt werden. Eine dauerhafte gemeinsame Haltung ist daher weder für adulte Garnelen noch für deren Nachwuchs empfehlenswert.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.