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Purpurprachtbarsch „Red“, Pelvicachromis pulcher

Verstärktes Rot

Größerer, kräftig roter Bauchfleck und mehr Rot am Kopf

Elternfamilie

Beide Eltern führen gemeinsam den Jungfischschwarm

Anpassungsfähig

Robuste Nachzucht für viele Gesellschaftsaquarien

Höhlenbrüter

Laicht verborgen an der Decke einer Bruthöhle

Purpurprachtbarsch „Red“, Pelvicachromis pulcher


Auf einen Blick: Purpurprachtbarsch „Red“, Pelvicachromis pulcher
Deutscher Name:Purpurprachtbarsch „Red“
Wissenschaftlich:Pelvicachromis pulcher
Synonyme:Kribensis Red, Roter Purpurprachtbarsch, Kribensis
Herkunft:Zuchtform; Wildform aus Südnigeria und Westkamerun
Gesellschafts-Aquarium:Paar mit friedlichen Beifischen
Wasserwerte:pH 6,0–7,5, GH 3–12 °dH
Temperatur:24–27 °C
Beckengröße:ab 80 cm Kantenlänge, rund 100 Liter
Bepflanzung:Sandboden, Höhlen, dichte Bepflanzung
Futter:Granulat, Flocken, Artemia, Mückenlarven
Geschlechts-Unterschiede:Weibchen mit purpurrotem Bauch, Männchen größer
Zucht möglich:Höhlenbrüter, Elternfamilie mit Jungfischschwarm
Maximale Größe:Männchen etwa 9–10 cm, Weibchen 7–8 cm
Liefergröße:ca. 4,0-5,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Adulte Zwerggarnelen bedingt, Nachwuchs wird gefressen
Im Detail: Purpurprachtbarsch „Red“, Pelvicachromis pulcher

Herkunft von Purpurprachtbarsch „Red“ (Pelvicachromis pulcher)

Der Purpurprachtbarsch Pelvicachromis pulcher wurde 1901 von Boulenger beschrieben und ist einer der beliebtesten westafrikanischen Zwergbuntbarsche. Die Wildform stammt aus dem Süden Nigerias und dem angrenzenden Westen Kameruns, wo sie Flüsse, Bäche und Sumpfgebiete im Küstentiefland bewohnt, teils in weichem, teils in leicht brackigem Wasser zwischen dichter Ufervegetation. Unter dem Handelsnamen Kribensis ist die Art seit Jahrzehnten weit verbreitet und wird in großer Zahl nachgezüchtet. Die angebotene Form „Red“ ist eine Nachzuchtlinie, bei der die roten Anteile gegenüber der Wildform verstärkt sind: Der typische purpur- bis kirschrote Bauchfleck ist größer und kräftiger, und auch Kehle und Kiemendeckel zeigen mehr Rot. Von der noch intensiver selektierten Linie „Super Red“ unterscheidet sie sich durch eine etwas natürlichere Gesamtfärbung mit erhaltener dunkler Längsbinde. Die Ausprägung schwankt von Tier zu Tier und ist bei Weibchen in Brutstimmung am stärksten. Purpurprachtbarsche sind lebhafte, anpassungsfähige Pfleglinge mit faszinierendem Brutpflegeverhalten, bei dem beide Eltern ihren Jungfischschwarm gemeinsam führen, und eignen sich dadurch hervorragend für gut eingerichtete Gesellschaftsaquarien.

Vergesellschaftung

Ein Paar lässt sich gut mit friedlichen, mittelgroßen Schwarmfischen wie Salmlern, Barben oder Regenbogenfischen sowie Panzerwelsen vergesellschaften. Zur Brutzeit verteidigen die Tiere ihr Revier um die Bruthöhle energisch, bei ausreichend Platz bleiben Konflikte aber begrenzt. Mehrere Paare benötigen ein großes, gut strukturiertes Becken.

Passende Wasserparameter

Nachzuchttiere sind anpassungsfähig. Ideal ist weiches bis mittelhartes Wasser mit pH 6,0 bis 7,5 und einer Gesamthärte von 3 bis 12 °dH. Der pH-Wert beeinflusst bei dieser Art das Geschlechterverhältnis der Nachzucht: In saurerem Wasser entstehen tendenziell mehr Weibchen.

Haltungstemperatur

24 bis 27 °C sind optimal, zur Zucht etwa 26 bis 27 °C.

Beckengröße

Für ein Paar genügt ein Aquarium ab 80 cm Kantenlänge mit etwa 100 Litern. Wichtig sind mehrere Höhlen und Sichtbarrieren, damit sich Revier und Brutplatz klar abgrenzen lassen.

Bepflanzung

Feiner Sand, in dem die Tiere gern graben, dazu Höhlen aus Steinen, Kokosnussschalen oder Tonröhren und eine dichte Bepflanzung schaffen eine gute Umgebung. Feste Pflanzen wie Anubias und Cryptocorynen eignen sich besonders.

Futter

Purpurprachtbarsche sind unkomplizierte Allesfresser. Hochwertiges Granulat oder Flocken bilden die Basis, ergänzt durch Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Cyclops, Daphnien und Mückenlarven. Pflanzliche Bestandteile werden ebenfalls gefressen.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen sind kleiner, rundlicher und tragen den leuchtend purpurroten Bauchfleck, der zur Brutzeit besonders intensiv wird. Männchen werden größer, haben zugespitzte Rücken- und Afterflossen und meist mehrere Augenflecken in der oberen Schwanzflosse.

Zucht

Pelvicachromis pulcher ist ein Höhlenbrüter mit Elternfamilie. Das Weibchen umwirbt das Männchen und laicht an der Decke einer Höhle; anschließend pflegt es das Gelege, während das Männchen das Revier verteidigt. Nach dem Freischwimmen führen beide Eltern den Jungfischschwarm, der Artemia-Nauplien und feines Staubfutter frisst.

Endgröße

Männchen erreichen etwa 9 bis 10 cm, Weibchen bleiben bei 7 bis 8 cm. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege bei etwa 5 bis 7 Jahren.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Ausgewachsene Zwerggarnelen werden in gut bepflanzten Becken teilweise geduldet, ihr Nachwuchs wird aber gezielt gefressen.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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