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Perlmutt-Erdfresser „Red“, Geophagus brasiliensis

Rötliche Grundfarbe

Warmer, rötlich brauner Körper mit perlmuttartigen Glanzflecken

Typischer Erdfresser

Spannend beim Durchkauen des Sandes auf der Suche nach Futter

Robust und anpassungsfähig

Kommt mit unterschiedlichen Wasserwerten gut zurecht

Fürsorgliche Eltern

Beide Partner bewachen Gelege und führen die Jungfische

Perlmutt-Erdfresser „Red“, Geophagus brasiliensis


Auf einen Blick: Perlmutt-Erdfresser „Red“, Geophagus brasiliensis
Deutscher Name:Perlmutt-Erdfresser „Red“
Wissenschaftlich:Geophagus brasiliensis
Synonyme:Brasilperlmutterfisch, Pearl Cichlid Red, Geophagus brasiliensis Red, Red Bahia
Herkunft:Handelsform, Art aus Ost- und Südbrasilien bis Uruguay
Gesellschafts-Aquarium:Paarweise oder Gruppe, mit robusten mittelgroßen Fischen
Wasserwerte:pH 6,0–7,5, GH 5–15 °dH
Temperatur:20–26 °C, zur Zucht 24–26 °C
Beckengröße:ab 150 cm Länge, rund 400 Liter für ein Paar
Bepflanzung:Feiner Sand, Wurzeln, Steine, robuste Pflanzen in Töpfen
Futter:Granulat, Frostfutter wie Mysis und Mückenlarven, pflanzliche Kost
Geschlechts-Unterschiede:Männchen größer mit längeren Flossen, im Alter oft Stirnbuckel
Zucht möglich:Offenbrüter, beide Eltern pflegen Gelege und Jungfische
Maximale Größe:Meist 15–20 cm, große Männchen auch darüber
Liefergröße:ca. 4,0-5,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Nicht geeignet, Garnelen werden gefressen
Im Detail: Perlmutt-Erdfresser „Red“, Geophagus brasiliensis

Herkunft von Perlmutt-Erdfresser „Red“ (Geophagus brasiliensis)

Der Perlmutt-Erdfresser „Red“ ist eine Handelsform von Geophagus brasiliensis, einem der am längsten bekannten südamerikanischen Buntbarsche. Die Art wurde bereits 1824 beschrieben und ist in den Küstenflüssen Ost- und Südbrasiliens weit verbreitet, nach Süden reicht ihr Vorkommen bis nach Uruguay. Sie besiedelt dort ganz unterschiedliche Lebensräume, von klaren Bächen über Seen und Lagunen bis hin zu Überschwemmungsflächen, und dringt gelegentlich sogar in brackiges Wasser vor. Typisch für Erdfresser ist die Nahrungssuche im Bodengrund: Die Fische nehmen Sand ins Maul, sieben kleine Bodentiere heraus und geben den Sand über die Kiemen wieder ab. Hinter dem Namen Geophagus brasiliensis verbirgt sich nach heutigem Wissen ein Komplex sehr ähnlicher Formen, eine umfassende Revision steht noch aus. Im Handel werden mehrere Linien mit rötlicher bis bronzefarbener Grundfärbung als Red oder Red Bahia angeboten. Diese Tiere zeigen auf warmem, rötlich braunem Grund die typischen perlmuttartig glänzenden Schuppenflecken, die der Art ihren deutschen Namen gegeben haben. Die angebotenen Tiere stammen aus Nachzucht und sollten nicht mit anderen Formen verpaart werden.

Vergesellschaftung

Der Perlmutt-Erdfresser ist für einen Buntbarsch dieser Größe recht verträglich, wird zur Brutzeit aber deutlich territorial. Man hält ihn paarweise oder zieht eine kleine Gruppe Jungtiere auf, aus der sich ein Paar bildet. Als Mitbewohner eignen sich robuste, flinke Fische ähnlicher Größe, etwa größere Salmler, Harnischwelse oder andere ruhige Südamerikaner. Kleine Fische werden als Futter betrachtet.

Passende Wasserparameter

Die Art ist anpassungsfähig und stellt keine hohen Ansprüche. Ein pH-Wert von 6,0 bis 7,5 und eine Gesamthärte von etwa 5 bis 15 °dH sind gut geeignet. Wichtiger als bestimmte Werte sind sauberes Wasser, kräftige Filterung und regelmäßige Teilwasserwechsel, da die Tiere viel fressen und den Boden aufwirbeln.

Haltungstemperatur

Die Art stammt teils aus subtropischen Regionen und verträgt auch kühleres Wasser. Für die Pflege genügen 20 bis 26 °C, zur Zucht sind 24 bis 26 °C günstig.

Beckengröße

Für ein erwachsenes Paar sollte das Aquarium mindestens 150 cm lang sein und rund 400 Liter fassen. Eine große Bodenfläche ist wichtiger als die Höhe, da die Tiere viel Zeit am Grund verbringen.

Bepflanzung

Feiner, kantengerundeter Sand ist Pflicht, damit die Fische ihn ungehindert durchkauen können. Wurzeln und flache Steine bieten Struktur und Laichplätze. Pflanzen werden oft ausgegraben; robuste Arten setzt man daher in Töpfe oder verwendet Aufsitzer- und Schwimmpflanzen.

Futter

Als Allesfresser nimmt der Perlmutt-Erdfresser fast jedes Futter an. Hochwertiges, sinkendes Granulat bildet die Basis, ergänzt durch Frostfutter wie Mysis, Artemia und Mückenlarven sowie pflanzliche Bestandteile. Mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag entsprechen dem natürlichen Fressverhalten.

Geschlechtsunterschiede

Männchen werden größer, haben länger ausgezogene Rücken- und Afterflossen und zeigen oft einen kräftigeren Glanz. Ältere Männchen entwickeln häufig einen Stirnbuckel. Bei Jungtieren lassen sich die Geschlechter noch nicht sicher unterscheiden.

Zucht

Die Art ist ein Offenbrüter. Das Paar säubert einen flachen Stein oder eine Wurzel und legt dort die Eier ab. Beide Eltern bewachen Gelege und Larven, die häufig in Gruben im Sand umgebettet werden, und führen die Jungfische anschließend gemeinsam. Artemia-Nauplien und feines Staubfutter eignen sich zur Aufzucht.

Endgröße

Die Tiere erreichen meist 15 bis 20 cm, große Männchen können unter guten Bedingungen auch etwas größer werden. Die Lebenserwartung liegt bei etwa 8 bis 10 Jahren.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Für eine Vergesellschaftung mit Garnelen ist die Art ungeeignet. Garnelen werden beim Durchsuchen des Bodens aufgespürt und gefressen.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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