Ostasiatische Flussgarnele, Macrobrachium nipponense
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Ostasiatische Flussgarnele, Macrobrachium nipponense
| Deutscher Name: | Ostasiatische Flussgarnele |
| Wissenschaftlich: | Macrobrachium nipponense |
| Synonyme: | Süßwassergarnele, Oriental River Prawn, East Asian River Prawn |
| Herkunft: | Ost- und Südostasien; Seen, Flüsse, Stauseen und brackige Unterläufe |
| Gesellschafts-Aquarium: | Kleine Gruppe nur in geräumigem, stark strukturiertem Artenbecken |
| Wasserwerte: | pH 6,5–8,0; etwa 4–15 °dGH; sauber und sauerstoffreich |
| Temperatur: | 20–26 °C |
| Beckengröße: | Ab 100 Litern mit großer Bodenfläche und dicht schließendem Deckel |
| Bepflanzung: | Robuste Randbepflanzung, Wurzeln, Höhlen und Laub als Deckung |
| Futter: | Omnivor; Krebstierfutter, Frost- und Lebendfutter sowie Pflanzenkost |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen meist größer und mit deutlich längeren Scherenarmen |
| Zucht möglich: | Anspruchsvoll; Zoealarven, deren Salzbedarf von der Herkunft abhängen kann |
| Maximale Größe: | Männchen bis etwa 8,6 cm, Weibchen bis etwa 7,5 cm ohne ausgestreckte Scherenarme |
| Liefergröße: | ca. 4,0-5,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Nicht mit Zwerggarnelen oder anderen kleinen Wirbellosen vergesellschaften |
Herkunft von Ostasiatische Flussgarnele (Macrobrachium nipponense)
Macrobrachium nipponense stammt ursprünglich aus weiten Teilen Ost- und Südostasiens. Gesicherte Vorkommen liegen unter anderem in China, Japan, Korea, Taiwan, Vietnam und Myanmar. Die Art bewohnt dort keineswegs nur einen einzigen Gewässertyp: Sie findet sich in Seen, Flüssen, Stauseen, kleineren Fließgewässern und teilweise auch in schwach brackigen Unterläufen und Küstenregionen. Einige Populationen leben dauerhaft im Binnenland, während andere zwischen Süß- und Brackwasserlebensräumen wechseln können. Diese große ökologische Bandbreite erklärt, warum Angaben zu Temperatur- und Salzverträglichkeit je nach untersuchter Herkunft voneinander abweichen. Die Garnele hält sich überwiegend bodennah zwischen Pflanzen, Steinen, Wurzeln und organischen Ablagerungen auf. Dort sucht sie nach Detritus, Algen, Insektenlarven, kleinen Krebstieren und anderer erreichbarer Nahrung. Außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets konnte sie sich bereits in verschiedenen Ländern ansiedeln. Sie darf deshalb unter keinen Umständen ausgesetzt oder mit Wasser und Einrichtungsgegenständen in natürliche Gewässer verschleppt werden. Für die Aquarienhaltung ist besonders wichtig, dass die genaue Herkunft einer Handelscharge meist nicht bekannt ist. Abweichende Angaben zur Fortpflanzung in reinem Süßwasser oder leichtem Brackwasser sollten daher vorsichtig beurteilt werden.
Vergesellschaftung
Diese Großarmgarnele ist kein friedlicher Aufwuchsfresser für das klassische Gesellschaftsbecken. Sie lebt zwar nicht grundsätzlich einzelgängerisch, kann Artgenossen gegenüber aber deutlich durchsetzungsfähig auftreten. Besonders ausgewachsene Männchen beanspruchen Raum und Futterplätze mit ihren langen Scherenarmen. Eine kleine Gruppe benötigt deshalb viel Bodenfläche, zahlreiche Höhlen und optische Trennungen aus Wurzeln, Steinen und Pflanzen. Mehrere Männchen sollten nur in entsprechend größeren, sehr gut gegliederten Aquarien gepflegt werden. Direkte Beobachtung nach dem Einsetzen ist wichtig, da Temperament und Rangordnung individuell unterschiedlich ausfallen können. Während und unmittelbar nach der Häutung sind die Tiere weich und wehrlos. Für jedes Tier müssen daher mehrere enge Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sein, in denen es vollständig aus dem Blickfeld seiner Artgenossen verschwinden kann. Die abgestreifte Haut darf im Becken bleiben, weil sie häufig gefressen und als Mineralstoffquelle genutzt wird. Regelmäßige, gezielte Fütterung an mehreren Stellen verringert Konkurrenz, schließt Übergriffe jedoch nicht sicher aus.
Passende Wasserparameter
Bewährt hat sich sauberes, gut gefiltertes und sauerstoffreiches Wasser im neutralen bis leicht alkalischen Bereich. Als vorsichtiger Orientierungsrahmen eignen sich ein pH-Wert von etwa 6,5 bis 8,0 und eine Gesamthärte von ungefähr 4 bis 15 °dGH. Wichtiger als ein exakt eingestellter Einzelwert sind stabile Bedingungen ohne abrupte Schwankungen. Ammonium, Ammoniak und Nitrit müssen nicht nachweisbar sein; auch hohe Nitrat- und organische Belastungen sind zu vermeiden. Ein leistungsfähiger Filter, regelmäßige Teilwasserwechsel und eine gute Oberflächenbewegung unterstützen die Sauerstoffversorgung. Frisch gehäutete Garnelen reagieren besonders empfindlich auf schlechte Wasserqualität. Neue Tiere sollten langsam an das Aquarienwasser gewöhnt werden, vor allem wenn Härte, Leitfähigkeit oder Temperatur deutlich vom Transportwasser abweichen. Da unterschiedliche Naturpopulationen auch Brackwasser besiedeln können, ist eine Salzzugabe für die normale Pflege dennoch nicht pauschal erforderlich.
Haltungstemperatur
Für die dauerhafte Aquarienhaltung ist ein Bereich von etwa 20 bis 26 °C sinnvoll. Die Art verträgt herkunftsabhängig auch kühlere oder zeitweise deutlich wärmere Bedingungen, doch solche Extremwerte sind keine Empfehlung für die dauerhafte Pflege. Bei höheren Temperaturen steigen Stoffwechsel, Futterbedarf und Sauerstoffverbrauch; zugleich können Fortpflanzung und Wachstum beschleunigt werden. Eine kräftige Belüftung ist dann besonders wichtig. Gleichmäßige Temperaturen und das Vermeiden plötzlicher Sprünge sind für Häutung und Eingewöhnung wichtiger als eine möglichst hohe Heizleistung.
Beckengröße
Für eine kleine Gruppe sollte das Aquarium mindestens etwa 100 Liter fassen und vor allem eine große Grundfläche bieten. Ein Becken mit ungefähr 80 cm Kantenlänge lässt sich deutlich besser in getrennte Reviere gliedern als ein hohes Aquarium mit kleiner Bodenfläche. Bei mehreren ausgewachsenen Männchen ist wesentlich mehr Platz ratsam. Wurzeln, Steinhaufen, Ton- oder Krebstierröhren und dicht gesetzte Sichtbarrieren schaffen Rückzugsräume. Jeder Bewohner benötigt mehrere Verstecke, darunter schmale Höhlen für die empfindliche Zeit nach der Häutung. Das Becken muss lückenlos abgedeckt sein, weil Großarmgarnelen an Kabeln, Schläuchen und Einrichtungsgegenständen aufsteigen können. Filtereinläufe und technische Öffnungen sind ebenfalls zu sichern.
Bepflanzung
Eine robuste Bepflanzung ist möglich und trägt zur Strukturierung des Beckens bei. Gut eignen sich aufgebundene Farne, Anubias, Moose sowie widerstandsfähige Rand- und Schwimmpflanzen. Entscheidend sind jedoch nicht möglichst viele Pflanzen, sondern sichere Höhlen und unterbrochene Sichtachsen. Feine oder locker verwurzelte Gewächse können bei der Nahrungssuche gestört oder aus dem Bodengrund gezogen werden. Wurzeln, Laub und verzweigte Äste vergrößern die nutzbare Oberfläche und bieten insbesondere kleineren oder frisch gehäuteten Tieren Deckung. Gleichzeitig sollte ein freier Bereich für die gezielte Fütterung und eine einfache Kontrolle der Gruppe erhalten bleiben.
Futter
Macrobrachium nipponense ist ein anpassungsfähiger Allesfresser mit deutlich opportunistisch-räuberischer Seite. Als Grundfutter eignen sich sinkende Garnelen- oder Krebstiersticks und hochwertige Granulate. Ergänzend werden Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia, kleine Würmer oder Insektenlarven angenommen. Pflanzliche Bestandteile, Algenbeläge, Laub und organischer Detritus gehören ebenfalls zum natürlichen Nahrungsspektrum. Kleine Krebstiere, Fischbrut, schwache Fische und erreichbare Schnecken können als Beute betrachtet werden. Abwechslungsreiche, mengenmäßig kontrollierte Portionen sind günstiger als seltene große Proteinmahlzeiten. In Gruppen sollte an mehreren Stellen gleichzeitig gefüttert werden, damit rangniedere Tiere ausreichend Nahrung erhalten. Nicht gefressene Reste müssen entfernt werden, bevor sie die Wasserqualität beeinträchtigen.
Geschlechtsunterschiede
Ausgewachsene Männchen werden gewöhnlich größer und schwerer als Weibchen. Besonders auffällig ist ihr kräftig entwickeltes zweites Schreitbeinpaar: Die Scherenarme können ungefähr das Anderthalbfache der Körperlänge erreichen. Weibliche Scherenbeine bleiben meist kürzer und schlanker. Weitere Unterschiede liegen an den Geschlechtsöffnungen und den Anhängen der Schwimmbeine, sind am lebenden Tier jedoch nicht immer ohne Erfahrung sicher zu erkennen. Weibchen mit Eiern tragen diese gut sichtbar angeheftet unter dem Hinterleib. Bei Jungtieren und frisch regenerierten Gliedmaßen kann die Bestimmung schwierig sein.
Zucht
Die Fortpflanzung ist möglich, aber deutlich anspruchsvoller als bei vielen Zwerggarnelen. Nach der Paarung trägt das Weibchen die Eier unter dem Hinterleib und pflegt sie mit den Schwimmbeinen. Aus den Eiern schlüpfen frei schwimmende Zoealarven, die mehrere Entwicklungsstadien durchlaufen, bevor sie sich zu bodenlebenden Junggarnelen umwandeln. Der Salzbedarf der Larven ist populationsabhängig: Binnenlandpopulationen können ihren gesamten Lebenszyklus in Süßwasser vollenden, während Larven küstennaher Herkünfte unterschiedliche Brackwasserbedingungen benötigen können. Da die Herkunft von Aquarientieren oft unbekannt ist, lässt sich die passende Salinität nicht pauschal festlegen. Für einen Zuchtversuch empfiehlt sich ein separates, gut belüftetes Aufzuchtbecken mit sehr sauberem Wasser und geeignetem feinem Lebendfutter, beispielsweise frisch geschlüpften Artemia-Nauplien. Regelmäßiges Sortieren und reichlich Struktur können Verluste durch Größenunterschiede und Kannibalismus begrenzen. Wärmeres Wasser beschleunigt die Entwicklung, erhöht jedoch zugleich Sauerstoffbedarf und Belastungsrisiko.
Endgröße
Dokumentierte Maximallängen liegen bei ungefähr 8,6 cm für Männchen und 7,5 cm für Weibchen, gemessen vom Rostrum bis zum Hinterleibsende. Einzelne Haltungsangaben können abweichen, weshalb diese Werte als vorsichtige Orientierung zu verstehen sind. Die langen zweiten Schreitbeine ausgewachsener Männchen sind in dieser Körperlänge nicht vollständig berücksichtigt und vergrößern den tatsächlichen Platzbedarf deutlich. Die angebotene Größe von etwa 4 bis 5 cm entspricht daher noch nicht zwingend einem ausgewachsenen Tier.
Verträglichkeit mit anderen Garnelen
Eine Vergesellschaftung mit Zwerggarnelen ist nicht zu empfehlen. Jungtiere, frisch gehäutete Garnelen und kleinere Schnecken können erbeutet werden; auch ähnlich große Krebstiere geraten an Futterplätzen oder nach der Häutung in Gefahr. Kleine, langsame oder bodenorientierte Fische sind ebenfalls ungeeignet, weil sie nachts oder während Ruhephasen mit den Scheren gepackt werden können. Umgekehrt können größere Fische die Garnele verletzen oder ihre Larven und Jungtiere fressen. Am sichersten ist ein geräumiges Artenbecken. Falls dennoch eine Vergesellschaftung versucht wird, kommen nur robuste, flinke Fische aus den oberen Wasserzonen infrage, verbunden mit dichter Strukturierung und sorgfältiger Beobachtung. Eine dauerhaft sichere Verträglichkeit lässt sich dabei nicht zusagen.
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Häufige Fragen (FAQ)
Warum häuten sich Garnelen und Krebse?
Garnelen und Krebse gehören zu den Krebstieren und besitzen ein Außenskelett, das aus Chitin besteht. Da dieses Exoskelett nicht mit dem Tier mitwachsen kann, müssen sie sich regelmäßig häuten, um Platz für ihr wachsendes Körpervolumen zu schaffen. Während der Häutung streifen sie ihre alte Schale ab und sind anschließend für einige Stunden bis Tage weich und verletzlich, bis das neue Exoskelett aushärtet. In dieser Phase brauchen die Tiere Versteckmöglichkeiten wie z.B. Röhren.
Die Häutungshäufigkeit hängt vom Alter und der Wachstumsphase ab:
- Junge Garnelen und Krebse häuten sich häufiger (alle paar Tage bis Wochen), da sie schneller wachsen.
- Ausgewachsene Tiere häuten sich seltener (etwa einmal pro Monat oder seltener).
Ein ausreichendes Nahrungsangebot mit Mineralstoffen (z. B. Kalzium aus Sepiaschale oder Laub) und gute Wasserwerte unterstützen eine problemlose Häutung.
Was tun, wenn eine Garnele oder ein Krebs auf dem Rücken liegt?
Eine Garnele oder ein Krebs, der auf dem Rücken liegt, kann verschiedene Ursachen haben:
- Normales Verhalten während der Häutung
- Während des Häutungsprozesses können Krebse oder Garnelen kurzzeitig auf dem Rücken liegen. Nach der Häutung sollten sie sich wieder normal bewegen.
- Probleme mit der Häutung
- Falls das Tier längere Zeit auf dem Rücken liegt und sich nicht bewegt, könnte eine missglückte Häutung vorliegen. Dies kann durch Nährstoffmangel oder falsche Wasserwerte verursacht werden.
- Maßnahmen:
- Wasserwerte überprüfen (vor allem Kalzium- und Mineralstoffversorgung).
- Sepiaschale oder spezielle Mineralfutter anbieten.
- Bei Garnelen kann ein Wasserwechsel helfen, um den Häutungsprozess zu erleichtern.
- Schwäche oder Krankheit
- Ein auf dem Rücken liegendes Tier könnte auch krank oder geschwächt sein.
- Ursachen können Stress, Sauerstoffmangel oder eine Vergiftung durch Schwermetalle (z. B. Kupfer) sein.
- Maßnahmen:
- Sofort Wasserwerte prüfen.
- Falls andere Tiere betroffen sind, einen großzügigen Wasserwechsel (30-50 %) durchführen.
- Auf Futterreste und Wasserqualität achten, um Vergiftungen vorzubeugen.
- Vergiftung oder Sauerstoffmangel
- Wenn mehrere Tiere betroffen sind, könnte eine plötzliche Wasserbelastung (z. B. nach Medikamenteneinsatz oder einer Überdosis Dünger) die Ursache sein.
- Maßnahmen:
- Starke Belüftung und sofortigen Wasserwechsel durchführen.
Ein einzelnes Tier, das sich nach einiger Zeit wieder aufrichtet und normal verhält, war wahrscheinlich nur beim Häuten oder hatte kurzzeitig Probleme mit der Balance.
Wie kann ich Krankheiten bei Garnelen und Krebsen vermeiden?
Krankheiten bei Garnelen und Krebsen lassen sich oft durch gute Haltungsbedingungen vermeiden. Hier sind die wichtigsten Maßnahmen:
- Saubere Wasserqualität gewährleisten
- Regelmäßige Wasserwechsel (alle 1-2 Wochen ca. 20-30 %).
- Ammonium, Nitrit und Nitrat kontrollieren (Nitrit sollte immer bei 0 mg/l sein).
- Kein Chlor oder Kupfer im Wasser (Leitungswasser ggf. mit Wasseraufbereiter behandeln).
- Ausgewogene Ernährung bieten
- Hochwertiges, abwechslungsreiches Futter mit pflanzlichen (alle) und tierischen Bestandteilen (Nur Krebse).
- Mineralien und Kalzium (z. B. Sepiaschale, Laub) für gesunde Häutung.
- Keine Überfütterung – Futterreste schnell entfernen, um Wasserbelastung zu vermeiden.
- Neue Tiere vorsichtig eingewöhnen
- Neue Garnelen oder Krebse langsam an das Aquariumwasser gewöhnen (Tropf-Methode über 1-2 Stunden).
- Quarantäne für neue Tiere, um Krankheiten nicht einzuschleppen.
- Stress vermeiden
- Keine aggressiven Fische oder ungeeignete Vergesellschaftung.
- Versteckmöglichkeiten durch Wurzeln, Höhlen und Pflanzen bieten.
- Keine plötzlichen Wasserveränderungen oder große Temperaturschwankungen.
- Parasiten und Infektionen vorbeugen
- Regelmäßige Kontrolle der Tiere auf Verfärbungen, Flecken oder ungewöhnliches Verhalten.
- Keine aggressiven Medikamente oder Kupferhaltige Mittel im Garnelen-/Krebsbecken verwenden.
- Neue Pflanzen vor dem einsetzen erst einige Tage wässern. Entfällt bei In Vitro-Pflanzen, diese sind immer sicher!
Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen bleiben Garnelen und Krebse in der Regel gesund und munter!
Wie gewöhne ich Krebse und Garnelen ein?
Die Eingewöhnung von Garnelen und Krebsen ist ähnlich wie bei Fischen, ein Wasserwechsel vor Beginn der Eingewöhnung empfiehlt sich grundsätzlich immer.
Zunächst hängt man nach dem auspacken aus der Styrobox die geschlossenen Beutel für einige Zeit in das Aquarium damit sich die Temperatur langsam angleichen kann. Wenn das erfolgt ist kann man den Inhalt des Beutels inkl. Tier(en) vorsichtig in ein sauberes Gefäß schütten und dann langsam in kleinen Portionen Wasser vom Aquarium zugeben damit sich die Tiere an das neue Wasser gewöhnen können.
Wenn sich das Wasservolumen mindestens verdreifacht hat kann man die Garnelen mit einem Kescher herausfangen und ins Aquarium geben. Krebse kann man entweder mit der Hand fangen (Vorsicht vor den kräftigen Scheren bei Cherax & Co.) oder ebenfalls mit einem Kescher.
Fütterung von Garnelen und Krebsen im Aquarium?
1. Was fressen Garnelen und Krebse im Aquarium?
Garnelen und Krebse sind überwiegend Allesfresser, wobei Garnelen eher zu Aufwuchsfressern zählen und Krebse einen höheren Proteinbedarf haben. In der Natur ernähren sie sich von Algen, Pflanzenresten, Mikroorganismen und kleinen tierischen Bestandteilen. Im Aquarium sollte die Ernährung abwechslungsreich sein und pflanzliche sowie tierische Komponenten enthalten.
2. Welches Futter eignet sich für Garnelen?
Für Garnelen sind spezielle Garnelenfutter-Pellets, Blätter (z. B. Seemandelbaumblätter, Walnussblätter), überbrühte Gemüse (Zucchini, Spinat, Erbsen) und Algen eine gute Wahl. Proteinhaltige Futtermittel sollten nur in Maßen gegeben werden, da zu viel tierisches Eiweiß Häutungsprobleme verursachen kann.
3. Was ist das beste Futter für Krebse?
Krebse benötigen mehr tierisches Eiweiß als Garnelen. Spezielle Krebs-Pellets, Frostfutter wie Artemia oder Mysis sowie proteinhaltige Futtersticks sind ideal. Zudem fressen sie gerne überbrühtes Gemüse, Laub und Fischfutterreste. Wichtig ist, dass das Futter sinkt, da Krebse es am Boden aufnehmen.
4. Kann ich Fischfutter für Garnelen und Krebse verwenden?
Fischfutter ist nicht optimal für Garnelen, da es oft zu proteinreich ist. Krebse können gelegentlich Fischfutter bekommen, sollten aber zusätzlich mit pflanzlicher Nahrung und speziellem Krebsfutter versorgt werden.
5. Wie oft sollte ich Garnelen und Krebse füttern?
- Garnelen: 2-3 Mal pro Woche eine kleine Menge füttern, da sie sich auch von Algen und Biofilm ernähren.
- Krebse: Täglich eine Portion füttern, um sicherzustellen, dass sie ausreichend Nährstoffe erhalten.
6. Wieviel Futter ist ideal?
Das Futter sollte innerhalb weniger Stunden vollständig gefressen sein. Zu große Mengen führen zu Futterresten, die die Wasserqualität verschlechtern. Besonders bei Garnelen genügt oft eine winzige Menge, da sie sich von natürlichen Aufwüchsen ernähren.
7. Ist Laub als Nahrung geeignet?
Ja, Laub ist eine natürliche und gesunde Futterquelle für Garnelen und Krebse. Seemandelbaumblätter, Walnuss-, Buche- und Eichenblätter sind besonders beliebt, da sie langsam zerfallen und über Wochen als Futterquelle dienen.
8. Kann ich meine Garnelen und Krebse mit Lebendfutter füttern?
Garnelen benötigen gar kein Lebendfutter, da es zuviel Protein enthält. Krebse hingegen nehmen gern gelegentlich kleine Lebendfutter-Tiere wie Artemia oder Mückenlarven an. Wichtig ist bei beiden Gattungen, insgesamt nicht zu proteinreich zu füttern, um Häutungsprobleme zu vermeiden.
9. Welche Rolle spielt Spirulina in der Ernährung?
Spirulina (z. B. Spirulina platensis) ist eine wertvolle pflanzliche Futterergänzung, die Garnelen und Krebse mit wichtigen Nährstoffen und natürlichem Astaxanthin versorgt, was die Farbausprägung fördert.
10. Kann ich mein Garnelen- oder Krebsfutter selbst herstellen?
Ja! Eine Mischung aus getrocknetem Gemüse, Algenpulver, Spirulina und Laub eignet sich als hausgemachtes Garnelenfutter. Krebse profitieren von selbstgemachten Futtertabletten mit zusätzlichem Eiweiß, z. B. aus getrocknetem Fisch oder Insektenprotein.
11. Was tun, wenn Garnelen oder Krebse das Futter nicht annehmen?
Falls die Tiere das Futter ignorieren, kann es sein, dass sie noch natürliche Nahrung im Becken finden. Alternativ kann ein anderes Futter ausprobiert werden, da manche Garnelen und Krebse wählerisch sein können.
12. Wie kann ich Überfütterung vermeiden?
Regelmäßiges Absaugen von Futterresten und eine sparsame Dosierung helfen, Überfütterung zu vermeiden. Weniger ist oft mehr – besonders bei Garnelen, die sich selbstständig von Biofilm und Algen ernähren.
Wie werden Krebse versendet?
Krebse sind wirbellose Tiere und können per DHL versendet werden. Die Tiere sind so gut verpackt, dass auch ein Transport über 2 oder 3 Tage den Tieren keine Probleme bereiten würde. In rund 90% der Fälle sind aber unsere DHL Pakete bereits am Folgetag des Versands beim Kunden. Wer seine Krebse auf jeden Fall am nächsten Tag erhalten möchte, kann wahlweise per Tierkurier GO! versenden lassen.
Der Versand von Krebsen erfolgt grundsätzlich einzeln in Beuteln mit etwas Wasser verpackt in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Krebse mit zusätzlichem Wasservolumen vor zu starker Hitze geschützt. Im Winter versenden wir Krebse automatisch mit zusätzlichen Heatpacks.
Wie werden die Garnelen versendet?
Garnelen sind wirbellose Tiere und können per DHL versendet werden. Die Tiere sind so gut verpackt, dass auch ein Transport über 2 oder 3 Tage den Tieren keine Probleme bereiten würde. In rund 90% der Fälle sind aber unsere DHL Pakete bereits am Folgetag des Versands beim Kunden. Wer seine Garnelen auf jeden Fall am nächsten Tag erhalten möchte, kann wahlweise per Tierkurier GO! versenden lassen.
Der Versand der Garnelen erfolgt grundsätzlich in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Garnelen mit zusätzlichem Wasservolumen vor zu starker Hitze geschützt. Im Winter versenden wir die Garnelen mit Heatpacks.