Orgelkoralle (Nachzucht), Tubipora musica, Größe S–M
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Orgelkoralle (Nachzucht), Tubipora musica, Größe S–M
| Deutscher Name: | Orgelkoralle (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Tubipora musica |
| Synonyme: | Orgelpfeifenkoralle |
| Herkunft: | Tropischer Indopazifik; angebotene Koralle aus Nachzucht |
| Korallengruppe: | Achtstrahlige Koralle mit rotem Kalkröhrenskelett |
| Lichtbedarf: | Mittel; nach Eingewöhnung standortabhängig heller |
| Strömung: | Wechselnd, ausreichend kräftig gegen Ablagerungen |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 34–35 PSU; pH 8,1–8,4; KH 7–9 °dKH |
| Temperatur: | 24–26 °C |
| Platzierung: | Lichtoffen auf stabilem Riffgestein |
| Ernährung: | Zooxanthellen; ergänzend sehr feines Plankton |
| Wachstum: | Polster aus zahlreichen miteinander verbundenen Röhren |
| Schwierigkeitsgrad: | Für stabile, eingefahrene Riffaquarien |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Orgelkoralle (Nachzucht) (Tubipora musica)
Tubipora musica verbindet eine ungewöhnliche Skelettstruktur mit zarten, beweglichen Polypen. Die Art gehört zu den achtstrahligen Korallen und wird trotz ihres festen Kalkgebildes den Weichkorallen im weiteren aquaristischen Sinn zugeordnet. Im tropischen Indopazifik besiedelt sie beleuchtete Riffbereiche; aus Australien und Indonesien ist sie besonders gut im Aquarienhandel bekannt. Namensgebend sind die dicht beieinanderstehenden Röhren des roten Skeletts, die an die Pfeifen einer Orgel erinnern. Geöffnete Polypen können dieses Gerüst fast vollständig verdecken. Je nach Kolonie wirken ihre Tentakel und Mundbereiche grünlich, grau oder hellbraun. Das angebotene Tier ist eine Nachzucht und wird als Ableger weitergegeben, sodass kein bestimmter natürlicher Fundort dieser einzelnen Kolonie zugesichert wird. Im Aquarium lohnt sich ein Platz, an dem sowohl die feine Bewegung der Polypen als auch der Aufbau der Kolonie sichtbar bleiben. Die Hohlräume zwischen den Röhren sammeln allerdings leicht Schwebstoffe. Gute Wasserbewegung ist deshalb weit mehr als ein gestalterisches Detail: Sie unterstützt die Sauberkeit des lebenden Gewebes und gehört zusammen mit gleichmäßiger Beleuchtung zu den Grundlagen einer langfristigen Pflege.
Haltung im Riffaquarium
Die Kolonie profitiert von mittlerem Licht und breiter, wechselnder Strömung. Ablagerungen zwischen den Röhren dürfen nicht dauerhaft liegen bleiben. Bei anhaltend geschlossenen Polypen zuerst Strömung, Sediment und Wasserstabilität prüfen.
Licht, Strömung und Platzierung
Befestigen Sie das Substrat sicher und vermeiden Sie Druck auf die zerbrechlichen Röhren. Ein offener Platz auf dem Riffaufbau erleichtert die Umströmung. Nicht im Sand versinken lassen und Abstand zu nesselnden Korallen einplanen.
Wasserwerte und Spurenelemente
Salzgehalt 34–35 PSU, pH 8,1–8,4, KH 7–9 °dKH und 24–26 °C bilden eine sinnvolle Haltungsorientierung. Calcium und Magnesium regelmäßig kontrollieren, weil die Kolonie ein Kalkskelett aufbaut. Schwankungen langsam korrigieren.
Ernährung und Fütterung
Symbiotische Algen liefern einen wesentlichen Teil der Energie. Sehr feines Plankton kann ergänzend angeboten werden, größere Futterstücke passen nicht zu den kleinen Polypen. Futter sparsam dosieren und die Nährstoffentwicklung beobachten.
Wachstum und Vermehrung
Neue Röhren erweitern das zusammenhängende Polster. Wuchsform und Abstand der Röhren können variieren. Fachgerechte Ablegergewinnung verlangt wegen des zerbrechlichen Skeletts Sorgfalt. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Tubipora besitzt keine langen Kampftentakel, benötigt aber Schutz vor direktem Kontakt mit aggressiveren Nachbarn. Überwachsende Mattenkorallen rechtzeitig auf Abstand halten. Das Gewebe nicht als Ablagefläche für lose Steine nutzen.
Eingewöhnung
Temperatur und Salzgehalt langsam angleichen, bei passenden Bedingungen etwa per Tropfmethode. Zunächst etwas geschützter beleuchten und die Lichtintensität behutsam anheben. Die Kolonie am Substrat anfassen.
Lieferung
Die Nachzucht wird in der Größenklasse S–M angeboten. Diese Lieferklasse ist keine feste Zentimeterzusage. Nach Transport können die Polypen eingezogen sein und das rote Röhrengerüst deutlich hervortreten.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.