Marmorierte Flußgarnele, Braunarmgarnele, Macrobrachium asperulum
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Marmorierte Flußgarnele, Braunarmgarnele, Macrobrachium asperulum
| Deutscher Name: | Marmorierte Flußgarnele, Braunarmgarnele |
| Wissenschaftlich: | Macrobrachium asperulum |
| Synonyme: | Brown Arm Garnele, Brown Arm Shrimp, Palaemon asperulus |
| Herkunft: | Ostasien, vor allem Taiwan und China |
| Gesellschafts-Aquarium: | am besten im Artbecken, bedingt mit passenden Fischen |
| Wasserwerte: | weich bis hart, pH ca. 6,5 - 8,5 |
| Temperatur: | ca. 22-30° C |
| Beckengröße: | ab 60 cm, sehr gut strukturiert |
| Bepflanzung: | robuste Pflanzen, Wurzeln, Steine und Höhlen |
| Futter: | proteinbetont; Frostfutter, Lebendfutter, Pellets, Laub |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen mit kräftigeren Scheren, Weibchen mit breiterem Abdomen |
| Zucht möglich: | Ja, Jungtiere entwickeln sich im Süßwasser |
| Maximale Größe: | ca. 8-12 cm |
| Liefergröße: | ca. 1-1,5 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | mit Zwerggarnelen nicht empfohlen |
Herkunft der Marmorierten Flußgarnele (Macrobrachium asperulum)
Die Marmorierte Flußgarnele, auch Braunarmgarnele oder Brown Arm Garnele genannt, gehört zu den Großarmgarnelen aus der Familie der Palaemonidae und stammt aus ostasiatischen Süßwasserlebensräumen. Besonders gut bekannt ist Macrobrachium asperulum aus Taiwan und China, wo sie in Bächen, Flussläufen, Oberläufen, ruhigen Uferzonen und auch in abgeschlossenen Süßgewässern vorkommt. Dort bewegt sie sich zwischen Kies, Sand, Laub, Wurzeln, Steinen und unterspülten Randbereichen, immer dort, wo Deckung, kleine Beutetiere und organisches Material zusammenkommen. Das Licht ist in solchen Habitaten oft durch Uferbewuchs, Steine oder Laubschichten gebrochen, die Strömung reicht von sanft ziehend bis gut spürbar, ohne dauerhaft reißend zu sein. Optisch lebt diese Macrobrachium von ihrer warm braun marmorierten Zeichnung, den langen tastenden Armen und der wachsamen Art, mit der sie ihre Umgebung erkundet. Im Aquarium zeigt sie genau dieses urige Bachufer-Verhalten: Sie sitzt nicht nur herum, sondern prüft Höhlen, Wurzeln, Futterplätze und Reviergrenzen mit erstaunlicher Aufmerksamkeit.
Marmorierte Flußgarnele vergesellschaften
Macrobrachium asperulum ist keine klassische Gesellschaftsgarnele für ein bunt gemischtes Zwerggarnelenbecken, sondern eine charakterstarke Großarmgarnele mit eigenem Revierverhalten. Am schönsten lässt sie sich in einem Artbecken beobachten, in dem ein Paar oder eine kleine, passend zusammengestellte Gruppe genügend eigene Plätze findet. In deutlich größer eingerichteten Aquarien kann die Haltung mehrerer Tiere funktionieren, wenn Sichtbarrieren, Höhlen und getrennte Futterstellen vorhanden sind. Als Gesellschaft kommen nur ruhige, nicht zu kleine Fische infrage, die nicht in die Scheren passen und die Garnelen nicht bedrängen. Sehr kleine Fische, frisch geschlüpfte Jungfische, Schnecken mit weichem Körperanteil und Zwerggarnelen sind keine passende Gesellschaft, da sie als Nahrung betrachtet werden können. Untereinander sind besonders kräftige Männchen deutlich raumbezogen, weshalb das Aquarium nicht offen und leer, sondern mit vielen getrennten Bereichen aufgebaut werden sollte.
Tipp: Auf Fische mit großen oder langen Flossen sollte hier generell verzichtet werden, ebenso auf "Bodenschläfer".
Passende Wasserparameter
Die Braunarmgarnele zeigt sich bei den Wasserwerten erfreulich anpassungsfähig, solange das Aquarium biologisch stabil läuft und keine abrupten Schwankungen auftreten. Geeignet ist weiches bis hartes Süßwasser mit einem pH-Wert von etwa 6,5 bis 8,5. Für die Praxis bedeutet das: Die Garnele muss nicht in extrem spezialisiertes Wasser gesetzt werden, profitiert aber deutlich von sauberem, sauerstoffreichem Wasser, einer guten Filterung und regelmäßigen Teilwasserwechseln. Da Macrobrachium asperulum aus Bächen und Flussbereichen stammt, sollte das Wasser frisch wirken, ohne dass eine starke Dauerströmung direkt auf die Tiere gerichtet ist. Laub, Wurzeln und strukturierter Bodengrund unterstützen ein natürliches Mikroklima im Aquarium und bieten zusätzliche Flächen, auf denen Biofilme und feine Futterreste entstehen. Wichtig ist vor allem Beständigkeit: Ein eingelaufenes Aquarium mit ruhiger Pflege ist für diese Garnele deutlich wertvoller als ständig wechselnde Wasserwerte.
Haltungstemperatur
Für Macrobrachium asperulum eignet sich ein Temperaturbereich von etwa 22 bis 30°C. Im normalen Aquarienalltag liegt ein stabiler Bereich um 23 bis 26°C besonders angenehm, weil die Tiere dort aktiv bleiben, gut fressen und ihre Häutungen nicht durch unnötige Temperatursprünge belastet werden. Höhere Werte innerhalb des genannten Bereichs erhöhen den Stoffwechsel, weshalb dann Sauerstoffversorgung, Wasserhygiene und Futterdisziplin besonders sauber passen müssen. Dauerhaft kühle Haltung bremst Aktivität, Futteraufnahme und Wachstum sichtbar aus. Eine Heizung ist in unbeheizten Wohnräumen sinnvoll, wenn die Temperatur nachts oder im Winter unter etwa 22°C fällt. Wichtig ist eine ruhige, gleichmäßige Wärme, nicht ein ständiges Auf und Ab. In Kombination mit guter Oberflächenbewegung und einem leistungsfähigen Filter entsteht ein Wasserklima, in dem diese Großarmgarnele ihr natürliches Such- und Revierverhalten zuverlässig zeigt.
Die Beckengröße für Macrobrachium asperulum
Für ein Paar der Marmorierten Flußgarnele sollte das Aquarium mindestens 60 cm Kantenlänge besitzen, für eine kleine Gruppe entsprechend mehr Fläche und deutlich mehr Struktur. Entscheidend ist nicht nur das reine Wasservolumen, sondern die nutzbare Bodenfläche mit getrennten Aufenthaltsbereichen. Der Bodengrund darf aus feinem Kies oder Sand bestehen, gerne ergänzt durch Laubzonen, flache Steine und Wurzelstücke. Besonders wichtig sind enge und halboffene Verstecke, denn nach einer Häutung ist der Körper zunächst weich und die Garnele braucht einen geschützten Platz. Kleine Tonröhren, Schieferaufbauten, Wurzelspalten und Steinbarrieren helfen, Blickkontakt zu unterbrechen und Streit zu vermeiden. Die Einrichtung sollte so wirken wie ein kleines Bachufer: mehrere Wege, mehrere Höhlen, mehrere Futterplätze und keine freie Arena, in der sich dominante Tiere ständig begegnen. So lässt sich auch das spannende Verhalten deutlich besser beobachten, weil jede Garnele ihren eigenen Bereich nutzen kann.
Bepflanzung
Eine passende Bepflanzung ist bei der Braunarmgarnele weniger Zierde als funktionaler Teil der Einrichtung. Robuste Aufsitzerpflanzen wie Anubias, Javafarn, Bucephalandra und Bolbitis eignen sich sehr gut auf Wurzeln oder Steinen, weil sie feste Strukturen schaffen und beim Erkunden nicht so leicht beschädigt werden. Cryptocorynen, Vallisnerien und größere Bucephalandra-Gruppen können zusätzlich Randbereiche gliedern und Sichtschutz bieten. Schwimmpflanzen wie Froschbiss oder Salvinia dämpfen das Licht und lassen die Tiere tagsüber sicherer aus der Deckung kommen. Dichte Pflanzenpolster sollten trotzdem mit freien Laufwegen kombiniert werden, damit die Garnelen problemlos Futterplätze erreichen und sich nicht ständig begegnen. Besonders schön wirkt ein Aquarium mit bewachsenen Wurzeln, dunkleren Laubbereichen und einigen offenen Sand- oder Kiesflächen. Pflanzen werden dabei nicht als empfindliche Dekoration behandelt, sondern als lebender Bestandteil des Reviers, der Deckung, Schatten und Orientierung gibt.
Das Futter für die Marmorierte Flußgarnele
Macrobrachium asperulum frisst deutlich proteinbetont und sollte im Aquarium nicht wie eine reine Algen- oder Aufwuchsgarnele behandelt werden. Geeignet sind sinkende Garnelen- und Krebs-Pellets mit tierischem Anteil, Frostfutter wie Mysis, Artemia, Cyclops, rote Mückenlarven und Krill sowie feines Lebendfutter wie Wasserflöhe, Tubifex oder Enchyträen. Auch Schnecken, sehr kleine Würmchen und organische Reste werden aktiv gesucht. Ergänzend sind braunes Herbstlaub, Seemandelbaumblätter und gelegentlich überbrühte Gemüsestücke sinnvoll, nicht als Hauptnahrung, sondern als Beschäftigung, Ballaststoffquelle und Fläche für Biofilme. Wichtig ist eine gezielte Fütterung an mehreren Stellen, damit untereinander weniger Druck entsteht. Lieber kleine Portionen geben, die wirklich aufgenommen werden, als große Futterreste im Becken liegen zu lassen. Wer diese Garnele beim Fressen beobachtet, merkt schnell, wie geschickt sie mit ihren Armen tastet, greift und sortiert.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechtsunterschiede werden bei Macrobrachium asperulum mit zunehmender Größe besser sichtbar. Männchen entwickeln meist kräftigere, längere Scherenarme und wirken insgesamt etwas markanter gebaut, während Weibchen einen breiteren Hinterleib besitzen, der später Raum für die Eientwicklung und das Tragen der Eier bietet. Bei sehr jungen Tieren ist eine sichere Unterscheidung noch nicht zuverlässig möglich, weil Scherenform, Körperbreite und Proportionen erst mit dem Wachstum deutlicher werden. Bei adulten Weibchen kann der Bereich unter dem Hinterleib voller erscheinen, besonders wenn Eier getragen werden. Durch die bräunliche, teils kräftige Färbung ist ein Eifleck nicht immer gut erkennbar. Für die praktische Haltung ist deshalb weniger ein früher Blick auf Jungtiere entscheidend, sondern eine gute Struktur im Aquarium, damit sich heranwachsende Tiere ausweichen und später passende Revierabstände entwickeln können.
Die Zucht von Macrobrachium asperulum
Die Nachzucht von Macrobrachium asperulum ist grundsätzlich möglich und besonders interessant, weil diese Großarmgarnele ihren Lebenszyklus im Süßwasser durchlaufen kann. Die Weibchen tragen die Eier unter dem Hinterleib, pflegen sie dort mit ständigen Bewegungen und entlassen keine winzigen, auf Brackwasser angewiesenen Larven, sondern weit entwickelte Junggarnelen. Dadurch ist die Aufzucht im Aquarium deutlich greifbarer als bei vielen amphidromen Garnelenarten. Trotzdem sollte die Zucht nicht als Selbstläufer verstanden werden, denn dokumentierte Aquarienberichte sind vergleichsweise selten und Jungtiere brauchen feines, regelmäßig verfügbares Futter, sehr sauberes Wasser und zahlreiche Kleinstverstecke. Moospolster, Laub, feine Wurzelverzweigungen und kleine Röhren helfen den Junggarnelen, sich vor größeren Artgenossen zu schützen. Besonders wichtig ist eine ruhige Fütterung mit Staubfutter, feinem Frostfutter und Mikroorganismenaufwuchs, damit die jungen Garnelen vom ersten Tag an genügend passende Nahrung finden.
Die Endgröße von Marmorierten Flußgarnelen
Die Marmorierte Flußgarnele erreicht je nach Geschlecht, Fütterung und Haltung etwa 8 bis 12 cm Gesamtlänge, wobei kräftige Männchen durch ihre verlängerten Scherenarme deutlich imposanter wirken können als die reine Körperlänge vermuten lässt. Sie bleibt damit wesentlich handlicher als die echte Rosenberggarnele, ist aber dennoch eine deutlich größere und wehrhaftere Garnele als klassische Zwerggarnelen. Für die Lebenserwartung liegen nicht in jeder Quelle einheitliche Angaben vor; als realistischer Orientierungswert für gut gepflegte, mittelgroße Macrobrachium-Arten sind etwa 3 bis 5 Jahre anzusetzen. Entscheidend sind dabei stabile Wasserwerte, abwechslungsreiche proteinbetonte Fütterung, sichere Häutungsplätze und ausreichend Abstand zu Artgenossen. Gerade ältere Tiere entwickeln oft eine schöne Präsenz im Aquarium, weil sie feste Futterrouten, Lieblingshöhlen und klare Revierpunkte nutzen.
Verträglichkeit mit anderen Zwerggarnelen
Für ein klassisches Zwerggarnelenbecken mit Neocaridina, Caridina oder frisch geschlüpften Junggarnelen ist Macrobrachium asperulum nicht die passende Wahl. Die Braunarmgarnele ist ein geschickter Greifer und Jäger, der kleine Wirbellose und schwache Tiere als Futter wahrnehmen kann. Auch wenn einzelne Begegnungen zunächst ruhig wirken, entsteht für Zwerggarnelen dauerhaft ein unnötiges Risiko, besonders nachts, während der Häutung oder an Futterstellen. Größere, robuste Mitbewohner müssen ebenfalls sorgfältig gewählt werden, denn diese Garnele ist kein harmloser Aufwuchsfresser, sondern ein aktiver, proteinorientierter Allesverwerter mit deutlicher Vorliebe für tierische Nahrung. Am schönsten und sichersten zeigt sie sich deshalb in einem gut eingerichteten Artbecken. Dort kann sie ihr eigenes Verhalten ausleben, ohne dass kleine Garnelen, Jungtiere oder Schnecken ständig Teil der Nahrungskette werden.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Warum häuten sich Garnelen und Krebse?
Garnelen und Krebse gehören zu den Krebstieren und besitzen ein Außenskelett, das aus Chitin besteht. Da dieses Exoskelett nicht mit dem Tier mitwachsen kann, müssen sie sich regelmäßig häuten, um Platz für ihr wachsendes Körpervolumen zu schaffen. Während der Häutung streifen sie ihre alte Schale ab und sind anschließend für einige Stunden bis Tage weich und verletzlich, bis das neue Exoskelett aushärtet. In dieser Phase brauchen die Tiere Versteckmöglichkeiten wie z.B. Röhren.
Die Häutungshäufigkeit hängt vom Alter und der Wachstumsphase ab:
- Junge Garnelen und Krebse häuten sich häufiger (alle paar Tage bis Wochen), da sie schneller wachsen.
- Ausgewachsene Tiere häuten sich seltener (etwa einmal pro Monat oder seltener).
Ein ausreichendes Nahrungsangebot mit Mineralstoffen (z. B. Kalzium aus Sepiaschale oder Laub) und gute Wasserwerte unterstützen eine problemlose Häutung.
Was tun, wenn eine Garnele oder ein Krebs auf dem Rücken liegt?
Eine Garnele oder ein Krebs, der auf dem Rücken liegt, kann verschiedene Ursachen haben:
- Normales Verhalten während der Häutung
- Während des Häutungsprozesses können Krebse oder Garnelen kurzzeitig auf dem Rücken liegen. Nach der Häutung sollten sie sich wieder normal bewegen.
- Probleme mit der Häutung
- Falls das Tier längere Zeit auf dem Rücken liegt und sich nicht bewegt, könnte eine missglückte Häutung vorliegen. Dies kann durch Nährstoffmangel oder falsche Wasserwerte verursacht werden.
- Maßnahmen:
- Wasserwerte überprüfen (vor allem Kalzium- und Mineralstoffversorgung).
- Sepiaschale oder spezielle Mineralfutter anbieten.
- Bei Garnelen kann ein Wasserwechsel helfen, um den Häutungsprozess zu erleichtern.
- Schwäche oder Krankheit
- Ein auf dem Rücken liegendes Tier könnte auch krank oder geschwächt sein.
- Ursachen können Stress, Sauerstoffmangel oder eine Vergiftung durch Schwermetalle (z. B. Kupfer) sein.
- Maßnahmen:
- Sofort Wasserwerte prüfen.
- Falls andere Tiere betroffen sind, einen großzügigen Wasserwechsel (30-50 %) durchführen.
- Auf Futterreste und Wasserqualität achten, um Vergiftungen vorzubeugen.
- Vergiftung oder Sauerstoffmangel
- Wenn mehrere Tiere betroffen sind, könnte eine plötzliche Wasserbelastung (z. B. nach Medikamenteneinsatz oder einer Überdosis Dünger) die Ursache sein.
- Maßnahmen:
- Starke Belüftung und sofortigen Wasserwechsel durchführen.
Ein einzelnes Tier, das sich nach einiger Zeit wieder aufrichtet und normal verhält, war wahrscheinlich nur beim Häuten oder hatte kurzzeitig Probleme mit der Balance.
Wie kann ich Krankheiten bei Garnelen und Krebsen vermeiden?
Krankheiten bei Garnelen und Krebsen lassen sich oft durch gute Haltungsbedingungen vermeiden. Hier sind die wichtigsten Maßnahmen:
- Saubere Wasserqualität gewährleisten
- Regelmäßige Wasserwechsel (alle 1-2 Wochen ca. 20-30 %).
- Ammonium, Nitrit und Nitrat kontrollieren (Nitrit sollte immer bei 0 mg/l sein).
- Kein Chlor oder Kupfer im Wasser (Leitungswasser ggf. mit Wasseraufbereiter behandeln).
- Ausgewogene Ernährung bieten
- Hochwertiges, abwechslungsreiches Futter mit pflanzlichen (alle) und tierischen Bestandteilen (Nur Krebse).
- Mineralien und Kalzium (z. B. Sepiaschale, Laub) für gesunde Häutung.
- Keine Überfütterung – Futterreste schnell entfernen, um Wasserbelastung zu vermeiden.
- Neue Tiere vorsichtig eingewöhnen
- Neue Garnelen oder Krebse langsam an das Aquariumwasser gewöhnen (Tropf-Methode über 1-2 Stunden).
- Quarantäne für neue Tiere, um Krankheiten nicht einzuschleppen.
- Stress vermeiden
- Keine aggressiven Fische oder ungeeignete Vergesellschaftung.
- Versteckmöglichkeiten durch Wurzeln, Höhlen und Pflanzen bieten.
- Keine plötzlichen Wasserveränderungen oder große Temperaturschwankungen.
- Parasiten und Infektionen vorbeugen
- Regelmäßige Kontrolle der Tiere auf Verfärbungen, Flecken oder ungewöhnliches Verhalten.
- Keine aggressiven Medikamente oder Kupferhaltige Mittel im Garnelen-/Krebsbecken verwenden.
- Neue Pflanzen vor dem einsetzen erst einige Tage wässern. Entfällt bei In Vitro-Pflanzen, diese sind immer sicher!
Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen bleiben Garnelen und Krebse in der Regel gesund und munter!
Wie gewöhne ich Krebse und Garnelen ein?
Die Eingewöhnung von Garnelen und Krebsen ist ähnlich wie bei Fischen, ein Wasserwechsel vor Beginn der Eingewöhnung empfiehlt sich grundsätzlich immer.
Zunächst hängt man nach dem auspacken aus der Styrobox die geschlossenen Beutel für einige Zeit in das Aquarium damit sich die Temperatur langsam angleichen kann. Wenn das erfolgt ist kann man den Inhalt des Beutels inkl. Tier(en) vorsichtig in ein sauberes Gefäß schütten und dann langsam in kleinen Portionen Wasser vom Aquarium zugeben damit sich die Tiere an das neue Wasser gewöhnen können.
Wenn sich das Wasservolumen mindestens verdreifacht hat kann man die Garnelen mit einem Kescher herausfangen und ins Aquarium geben. Krebse kann man entweder mit der Hand fangen (Vorsicht vor den kräftigen Scheren bei Cherax & Co.) oder ebenfalls mit einem Kescher.
Fütterung von Garnelen und Krebsen im Aquarium?
1. Was fressen Garnelen und Krebse im Aquarium?
Garnelen und Krebse sind überwiegend Allesfresser, wobei Garnelen eher zu Aufwuchsfressern zählen und Krebse einen höheren Proteinbedarf haben. In der Natur ernähren sie sich von Algen, Pflanzenresten, Mikroorganismen und kleinen tierischen Bestandteilen. Im Aquarium sollte die Ernährung abwechslungsreich sein und pflanzliche sowie tierische Komponenten enthalten.
2. Welches Futter eignet sich für Garnelen?
Für Garnelen sind spezielle Garnelenfutter-Pellets, Blätter (z. B. Seemandelbaumblätter, Walnussblätter), überbrühte Gemüse (Zucchini, Spinat, Erbsen) und Algen eine gute Wahl. Proteinhaltige Futtermittel sollten nur in Maßen gegeben werden, da zu viel tierisches Eiweiß Häutungsprobleme verursachen kann.
3. Was ist das beste Futter für Krebse?
Krebse benötigen mehr tierisches Eiweiß als Garnelen. Spezielle Krebs-Pellets, Frostfutter wie Artemia oder Mysis sowie proteinhaltige Futtersticks sind ideal. Zudem fressen sie gerne überbrühtes Gemüse, Laub und Fischfutterreste. Wichtig ist, dass das Futter sinkt, da Krebse es am Boden aufnehmen.
4. Kann ich Fischfutter für Garnelen und Krebse verwenden?
Fischfutter ist nicht optimal für Garnelen, da es oft zu proteinreich ist. Krebse können gelegentlich Fischfutter bekommen, sollten aber zusätzlich mit pflanzlicher Nahrung und speziellem Krebsfutter versorgt werden.
5. Wie oft sollte ich Garnelen und Krebse füttern?
- Garnelen: 2-3 Mal pro Woche eine kleine Menge füttern, da sie sich auch von Algen und Biofilm ernähren.
- Krebse: Täglich eine Portion füttern, um sicherzustellen, dass sie ausreichend Nährstoffe erhalten.
6. Wieviel Futter ist ideal?
Das Futter sollte innerhalb weniger Stunden vollständig gefressen sein. Zu große Mengen führen zu Futterresten, die die Wasserqualität verschlechtern. Besonders bei Garnelen genügt oft eine winzige Menge, da sie sich von natürlichen Aufwüchsen ernähren.
7. Ist Laub als Nahrung geeignet?
Ja, Laub ist eine natürliche und gesunde Futterquelle für Garnelen und Krebse. Seemandelbaumblätter, Walnuss-, Buche- und Eichenblätter sind besonders beliebt, da sie langsam zerfallen und über Wochen als Futterquelle dienen.
8. Kann ich meine Garnelen und Krebse mit Lebendfutter füttern?
Garnelen benötigen gar kein Lebendfutter, da es zuviel Protein enthält. Krebse hingegen nehmen gern gelegentlich kleine Lebendfutter-Tiere wie Artemia oder Mückenlarven an. Wichtig ist bei beiden Gattungen, insgesamt nicht zu proteinreich zu füttern, um Häutungsprobleme zu vermeiden.
9. Welche Rolle spielt Spirulina in der Ernährung?
Spirulina (z. B. Spirulina platensis) ist eine wertvolle pflanzliche Futterergänzung, die Garnelen und Krebse mit wichtigen Nährstoffen und natürlichem Astaxanthin versorgt, was die Farbausprägung fördert.
10. Kann ich mein Garnelen- oder Krebsfutter selbst herstellen?
Ja! Eine Mischung aus getrocknetem Gemüse, Algenpulver, Spirulina und Laub eignet sich als hausgemachtes Garnelenfutter. Krebse profitieren von selbstgemachten Futtertabletten mit zusätzlichem Eiweiß, z. B. aus getrocknetem Fisch oder Insektenprotein.
11. Was tun, wenn Garnelen oder Krebse das Futter nicht annehmen?
Falls die Tiere das Futter ignorieren, kann es sein, dass sie noch natürliche Nahrung im Becken finden. Alternativ kann ein anderes Futter ausprobiert werden, da manche Garnelen und Krebse wählerisch sein können.
12. Wie kann ich Überfütterung vermeiden?
Regelmäßiges Absaugen von Futterresten und eine sparsame Dosierung helfen, Überfütterung zu vermeiden. Weniger ist oft mehr – besonders bei Garnelen, die sich selbstständig von Biofilm und Algen ernähren.
Wie werden Krebse versendet?
Krebse sind wirbellose Tiere und können per DHL versendet werden. Die Tiere sind so gut verpackt, dass auch ein Transport über 2 oder 3 Tage den Tieren keine Probleme bereiten würde. In rund 90% der Fälle sind aber unsere DHL Pakete bereits am Folgetag des Versands beim Kunden. Wer seine Krebse auf jeden Fall am nächsten Tag erhalten möchte, kann wahlweise per Tierkurier GO! versenden lassen.
Der Versand von Krebsen erfolgt grundsätzlich einzeln in Beuteln mit etwas Wasser verpackt in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Krebse mit zusätzlichem Wasservolumen vor zu starker Hitze geschützt. Im Winter versenden wir Krebse automatisch mit zusätzlichen Heatpacks.
Wie werden die Garnelen versendet?
Garnelen sind wirbellose Tiere und können per DHL versendet werden. Die Tiere sind so gut verpackt, dass auch ein Transport über 2 oder 3 Tage den Tieren keine Probleme bereiten würde. In rund 90% der Fälle sind aber unsere DHL Pakete bereits am Folgetag des Versands beim Kunden. Wer seine Garnelen auf jeden Fall am nächsten Tag erhalten möchte, kann wahlweise per Tierkurier GO! versenden lassen.
Der Versand der Garnelen erfolgt grundsätzlich in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Garnelen mit zusätzlichem Wasservolumen vor zu starker Hitze geschützt. Im Winter versenden wir die Garnelen mit Heatpacks.