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Lianjiang-Flossensauger, Pseudogastromyzon lianjiangensis

Seltene Art

Wenig gehandelter chinesischer Flossensauger für Liebhaber

Starke Strömung

Braucht kühles, sauerstoffreiches Wasser mit kräftiger Strömung

Gruppentier

Am besten in einer Gruppe ab fünf Tieren pflegen

Aufwuchsfresser

Weidet Algen und Aufwuchs von Steinen und Scheiben ab

Lianjiang-Flossensauger, Pseudogastromyzon lianjiangensis


Auf einen Blick: Lianjiang-Flossensauger, Pseudogastromyzon lianjiangensis
Deutscher Name:Lianjiang-Flossensauger
Wissenschaftlich:Pseudogastromyzon lianjiangensis
Synonyme:Flossensauger, Chinesischer Flossensauger
Herkunft:Südchina, Bergbäche
Gesellschafts-Aquarium:friedlich, in einer Gruppe ab fünf Tieren, mit ruhigen Strömungsfischen
Wasserwerte:sauberes, sauerstoffreiches Wasser, pH 6,0 - 7,5, weich bis mittelhart
Temperatur:ca. 19 - 24 °C
Beckengröße:ab 80 cm Kantenlänge, flach und mit starker Strömung
Bepflanzung:robuste Pflanzen und Moose an Steinen, glatte Steine und Kies
Futter:Aufwuchs, Algenfutter, Frost- und Lebendfutter
Geschlechts-Unterschiede:Weibchen kräftiger und größer, Männchen bei Reife mit Kopfwarzen
Zucht möglich:bei Verwandten möglich, bei dieser Art kaum bekannt
Maximale Größe:ca. 6 - 8 cm
Liefergröße:ca. 4,0-5,0 cm
Mit Garnelen verträglich:adulte Garnelen meist unproblematisch, Jungtiere nicht sicher
Im Detail: Lianjiang-Flossensauger, Pseudogastromyzon lianjiangensis

Herkunft von Lianjiang-Flossensauger (Pseudogastromyzon lianjiangensis)

Pseudogastromyzon lianjiangensis gehört zu den chinesischen Flossensaugern, kleinen Bachschmerlen, die in schnell fließenden, sauerstoffreichen Bergbächen Südchinas leben. Der Körper ist abgeflacht, und die breiten, paarigen Brust- und Bauchflossen bilden eine Saugscheibe, mit der sich die Tiere auch in starker Strömung an Steinen festhalten und Aufwuchs abweiden. Die Art ist verhältnismäßig unauffällig gefärbt und zeigt eine feine, dunkle Bänderung auf hellem Grund. Sie wird nur selten gehandelt und ist deshalb für Liebhaber interessant, die gern Besonderheiten der Gattung pflegen. Über Verbreitung und Biologie im Freiland ist wenig veröffentlicht; die Angaben zur Haltung beruhen daher auf den engen Verwandten der Gattung, etwa dem bekannteren Pseudogastromyzon myersi. Wie diese stammen die Tiere meist aus Wildfängen und brauchen ein gut eingefahrenes Becken mit kräftiger Strömung, glatten Steinen und viel Aufwuchs. Wer sie pflegen möchte, sollte vorab bedenken, dass solche Bachbewohner sehr sauberes Wasser und eine stabile Strömung benötigen. Nach der Ankunft sollten sie ruhig und ohne Hektik eingewöhnt werden.

Vergesellschaftung

Flossensauger sind friedliche Fische, die sich vor allem mit Artgenossen beschäftigen. Gegenüber ähnlich geformten Bodenfischen, besonders anderen Flossensaugern, können sie revierbetont sein. Am besten pflegt man eine Gruppe ab fünf Tieren, dann verteilen sich die Auseinandersetzungen. Als Beifische eignen sich ruhige Strömungsfische wie kleine Bärblinge oder Bachgrundeln, die ähnliche Wasserwerte mögen. Hektische oder futterstarke Arten sind ungeeignet, weil Flossensauger schwache Futterkonkurrenten sind.

Passende Wasserparameter

Gefragt ist sauberes, klares und sehr sauerstoffreiches Wasser mit einem pH-Wert um 6,0 bis 7,5 und weicher bis mittelharter Härte. Wichtiger als der genaue Wert ist die Stabilität: Nitrit und Ammonium dürfen nicht messbar sein, und das Becken muss gut eingefahren sein. Regelmäßige Teilwasserwechsel mit temperiertem Wasser halten die Wasserqualität hoch.

Haltungstemperatur

Flossensauger bevorzugen kühles bis gemäßigtes Wasser von etwa 19 bis 24 °C. Wärmeres Wasser enthält weniger Sauerstoff und belastet die Tiere schnell, deshalb sollte das Becken im Sommer nicht überhitzen. Ein Lüfter oder ein kühler Standort hilft bei Bedarf.

Beckengröße

Für eine kleine Gruppe empfiehlt sich ein Aquarium ab etwa 80 cm Kantenlänge. Ein flaches Becken mit großer Bodenfläche ist besser als ein hohes. Wichtig sind eine kräftige Strömung durch Pumpen oder Außenfilter mit hoher Umwälzung sowie eine gut schließende Abdeckung, denn Flossensauger können an Glasflächen klettern.

Bepflanzung

Der Bodengrund besteht idealerweise aus Sand, feinem Kies und glatten, abgerundeten Steinen, auf denen sich Aufwuchs bildet. Robuste Pflanzen wie Anubias oder Javafarn sowie Moose lassen sich auf Steinen und Wurzeln befestigen. Das Becken sollte hell stehen, damit sich genügend Aufwuchs entwickeln kann; in neu eingerichteten Becken fühlen sich die Tiere nicht wohl.

Futter

Flossensauger weiden Biofilm und Algen von Steinen und Scheiben ab. Ergänzend nehmen sie Algenwafer, feines Flockenfutter sowie Frost- und Lebendfutter wie Wasserflöhe, Artemia oder Mückenlarven. Gefüttert wird in kleinen Portionen, damit die Tiere nicht gegen schnellere Mitbewohner verlieren.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen sind größer und kräftiger gebaut und zeigen weniger kontrastreiche Zeichnung. Männchen entwickeln mit der Reife kleine Kopfwarzen und sind etwas mutiger und revierbetonter. Die Angaben stammen von verwandten Arten der Gattung.

Zucht

Von nahe verwandten Pseudogastromyzon-Arten sind Nachzuchten im Aquarium bekannt, bei denen die Männchen unter Steinen Nester graben und das Weibchen dort ablaicht. Für Pseudogastromyzon lianjiangensis liegen keine gesicherten Angaben zur Nachzucht vor.

Endgröße

Die Tiere erreichen etwa 6 bis 8 cm; die Angabe stammt aus Vergleichswerten der Gattung. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Adulte Garnelen werden von diesen Aufwuchsfressern meist nicht bedrängt. Für Jungtiere und sehr kleine Garnelen lässt sich keine verlässliche Aussage treffen, da sie bei Gelegenheit gefressen werden können.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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