Krustenanemone „Multicolor Mix“ Nachzucht, Zoanthus spec., ca. 100 - 120 Polypen
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Krustenanemone „Multicolor Mix“ Nachzucht, Zoanthus spec., ca. 100 - 120 Polypen
| Deutscher Name: | Krustenanemone „Multicolor Mix“ Nachzucht |
| Wissenschaftlich: | Zoanthus spec. |
| Synonyme: | Krustenanemonen-Mix, Zoanthiden, Zoas, Zoanthus Mix, Krustenanemonen Kolonie |
| Herkunft: | Nachzucht aus Aquakultur; Gattung in tropischen Riffen weltweit verbreitet |
| Korallengruppe: | Krustenanemone (Zoantharia), Kolonie aus vielen Einzelpolypen |
| Lichtbedarf: | Mittel, etwa 100–250 PAR; T5 oder LED |
| Strömung: | Mäßig und wechselnd, nicht direkt anströmen |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte 1,023–1,025), pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Unterer bis mittlerer Bereich, auf Gestein oder eigener Insel |
| Ernährung: | Photosynthese; zusätzlich Plankton und feines Korallenfutter |
| Wachstum: | Wüchsig, bildet mit der Zeit dichte, farbige Polypenrasen |
| Schwierigkeitsgrad: | Leicht, gut für Einsteiger geeignet |
| Lieferform: | ca. 100 - 120 Polypen |
Herkunft von Krustenanemone „Multicolor Mix“ Nachzucht (Zoanthus spec.)
Krustenanemonen der Gattung Zoanthus gehören zur Ordnung Zoantharia und zur Familie Zoanthidae. Sie sind keine echten Seeanemonen, sondern koloniebildende Blumentiere, deren Polypen über eine gemeinsame Gewebeschicht miteinander verbunden sind. In der Natur besiedeln sie flache, sonnige Riffdächer, Gezeitenzonen und Geröllflächen in tropischen und subtropischen Meeren, vom Indopazifik und dem Roten Meer bis in die Karibik. Dort überziehen sie Steine und abgestorbene Korallen mit dichten Polypenteppichen und sind starkem Licht, Brandung und wechselnden Bedingungen ausgesetzt. Diese Herkunft erklärt, warum sie im Aquarium als robust gelten. Der hier angebotene Multicolor Mix ist eine Nachzucht. Die Kolonien stammen also aus der Aquakultur und wurden nicht am Riff gesammelt, was die natürlichen Bestände schont und die Tiere an Aquarienbedingungen gewöhnt. Bitte beachten Sie: Es handelt sich um eine gemischte Kolonie verschiedener Zoanthus-Farbformen. Die Farben werden bunt gemischt geliefert und sind nicht auswählbar, jede Kolonie sieht etwas anders aus. Auch die genaue Zusammensetzung der Farbformen lässt sich nicht vorab bestimmen. Gerade diese bunte Mischung macht den Reiz eines kleinen Zoanthus-Gartens aus.
Haltung im Riffaquarium
Zoanthus gehören zu den dankbarsten Korallen für das Riffaquarium. Sie leben in Symbiose mit Zooxanthellen, winzigen Algen im Gewebe, die über Photosynthese einen großen Teil der Nährstoffe liefern. Stabile Wasserwerte, mittleres Licht und eine mäßige Strömung genügen meist, damit sich die Polypen täglich weit öffnen. Geschlossene Polypen über mehrere Tage deuten oft auf zu starke Strömung, Lichtwechsel, Schädlinge oder schwankende Werte hin. Wichtiger Sicherheitshinweis: Krustenanemonen können Palytoxin enthalten, ein sehr starkes Gift. Tragen Sie beim Umgang, beim Schneiden oder Umsetzen stets Handschuhe und eine Schutzbrille, und waschen Sie danach gründlich die Hände. Kolonien oder bewachsene Steine niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen, da dabei Giftstoffe in Spritzwasser oder Dampf gelangen können. Kontrollieren Sie neue Kolonien auf Schädlinge wie Nacktschnecken, Sonnenuhrschnecken oder Asselspinnen.
Licht, Strömung und Platzierung
Setzen Sie die Kolonie zunächst im unteren bis mittleren Bereich des Aquariums ein und gewöhnen Sie sie langsam an stärkeres Licht. Bewährt hat sich ein eigener Stein oder eine kleine Insel als Zoanthus-Garten, denn die Kolonien wachsen mit der Zeit über das Gestein und können benachbarte Korallen überwuchern. Halten Sie Abstand zu nesselstarken Korallen wie Euphyllia oder großen LPS, deren Fangtentakel die Polypen schädigen, und zu empfindlichen SPS-Korallen. Die Strömung sollte Sediment von der Kolonie fernhalten, die Polypen aber nicht dauerhaft zusammendrücken.
Wasserwerte und Spurenelemente
Die Kolonie fühlt sich in stabilem Meerwasser mit einem Salzgehalt von 33 bis 35 Promille wohl, das entspricht einer Dichte von etwa 1,023 bis 1,025. Der pH-Wert sollte bei 8,1 bis 8,4 liegen, die Karbonathärte bei 7 bis 10 °dKH, Calcium bei etwa 400 bis 450 mg/l und Magnesium bei rund 1250 bis 1350 mg/l. Die Temperatur liegt ideal bei 24 bis 27 °C. Ein leicht messbarer Nährstoffgehalt, etwa Nitrat um 2 bis 10 mg/l und Phosphat um 0,02 bis 0,05 mg/l, fördert Farbe und Wachstum, völlig nährstoffarmes Wasser lässt Zoanthus oft blass werden. Wichtiger als exakte Zahlen ist die Stabilität der Werte.
Ernährung und Fütterung
Ein Großteil der Energie stammt aus der Photosynthese der Zooxanthellen. Zusätzlich fangen die Polypen feine Schwebstoffe aus dem Wasser. Eine gelegentliche Fütterung mit Phyto- oder Zooplankton, fein zerkleinertem Frostfutter wie Mysis oder speziellem Korallenfutter ein- bis zweimal pro Woche unterstützt Wachstum und Farbenpracht. Schalten Sie dafür die Strömung kurz herunter und füttern Sie gezielt mit einer Pipette. Überfütterung belastet das Wasser und sollte vermieden werden.
Wachstum und Vermehrung
Zoanthus vermehren sich im Aquarium vor allem ungeschlechtlich durch Knospung. Neue Polypen sprossen am Rand der Kolonie aus der gemeinsamen Gewebeschicht, sodass die Kolonie unter guten Bedingungen stetig wächst und mit der Zeit dichte, bunte Polypenrasen bildet. In der Natur kommt zusätzlich eine geschlechtliche Fortpflanzung mit frei schwimmenden Larven vor. Wer die Kolonie teilen möchte, kann einzelne Polypengruppen mit einem scharfen Werkzeug abtrennen und auf eigene Steine setzen, unbedingt mit Handschuhen und Schutzbrille wegen des Palytoxins.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Krustenanemonen sind friedliche Mitbewohner für die meisten Riff-Fische, Garnelen, Schnecken und Einsiedlerkrebse. Manche Kaiserfische, Falterfische und einige Doktorfische zupfen jedoch an den Polypen und sind daher nur bedingt geeignet. Zu anderen Korallen sollte genug Abstand bestehen, da Zoanthus beim Wachstum Nachbarn überwuchern und selbst von nesselstarken Korallen angegriffen werden können. Mehrere Farbformen eines Mix wachsen in der Regel gut nebeneinander.
Eingewöhnung
Lassen Sie den Transportbeutel zunächst etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarium schwimmen, um die Temperatur anzugleichen. Danach gleichen Sie den Salzgehalt langsam mit der Tropfmethode an, über etwa 30 bis 45 Minuten. Ein Korallendip mit einem dafür vorgesehenen Mittel hilft, eingeschleppte Schädlinge zu entfernen, dabei Handschuhe und Schutzbrille tragen. Platzieren Sie die Kolonie anschließend zunächst schattiger und mit gedrosselter Strömung und rücken Sie sie über einige Tage bis Wochen an den endgültigen Platz. In den ersten Tagen bleiben die Polypen oft noch geschlossen, das ist normal.
Lieferung
Geliefert wird eine Nachzucht-Kolonie im Multicolor Mix mit ca. 100 bis 120 Polypen, in der Regel auf einem Stein oder Ableger-Untergrund aufgewachsen. Die Angabe zur Polypenzahl ist ein Richtwert, da geschlossene und kleine, neu sprossende Polypen nicht immer genau zu zählen sind. Die Farben und Farbformen werden gemischt geliefert und sind nicht auswählbar. Jede Kolonie ist ein Unikat, das sich vom Beispielbild unterscheiden kann.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.