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Kopfband-Kaninchenfisch, Siganus virgatus

Zwei markante Bänder

Braune Streifen über Kopf und Schulter kennzeichnen ihn.

Großer Algenweider

Benthische Algen und Nori bilden die wichtigste Kost.

Viel Schwimmraum

Für bis zu 30 cm Endgröße eine lange Schwimmstrecke planen.

Giftige Flossenstacheln

Beim Umsetzen und im Becken vorsichtig arbeiten.

Kopfband-Kaninchenfisch, Siganus virgatus


Auf einen Blick: Kopfband-Kaninchenfisch, Siganus virgatus
Deutscher Name:Kopfband-Kaninchenfisch
Wissenschaftlich:Siganus virgatus
Synonyme:Doppelband-Kaninchenfisch
Herkunft:Indo-Westpazifik von Indien bis Nordaustralien
Riffaquarium-tauglich:Bedingt geeignet: bei Hunger Zupfen an LPS und Weichkorallen
Verträglichkeit:Meist friedlich, teils paarweise; Revierkonflikte möglich
Wasserwerte:Dichte 1,023–1,026; pH 8,1–8,4; KH 7–12 °dKH
Temperatur:23–28 °C
Beckengröße:Ab etwa 1000 l mit langer Schwimmstrecke
Futter:Benthische Algen, Nori, Spirulina; ergänzend Frostfutter
Schwierigkeitsgrad:Geräumiges Aquarium und Vorsicht vor Giftstacheln
Geschlechts-Unterschiede:Äußerlich nicht zuverlässig unterscheidbar
Zucht möglich:Aquariennachzucht nicht etabliert
Maximale Größe:Bis 30 cm Gesamtlänge
Liefergröße:ca. 6,0-7,0 cm
Im Detail: Kopfband-Kaninchenfisch, Siganus virgatus

Herkunft von Kopfband-Kaninchenfisch (Siganus virgatus)

Der Kopfband-Kaninchenfisch ist im tropischen Indo-Westpazifik weit verbreitet. Vorkommen sind von Südindien und Sri Lanka über die Andamanen, Thailand und Südostasien bis zu den Philippinen, Taiwan, Südchina und dem nördlichen Australien dokumentiert. Er hält sich in flachen Küstengewässern auf, besonders an Korallenriffen und über sandigen Abschnitten mit Fels und Weichkorallen. Jungtiere nutzen auch geschützte küstennahe Lebensräume; größere Fische sind an Riffplatten und Hängen häufig paarweise unterwegs. Ihre Nahrung besteht vor allem aus bodennah wachsenden Meeresalgen. Kennzeichnend sind zwei schräg verlaufende braune Bänder über Kopf und Schulter; feine blaue Punkte können die Zeichnung ergänzen. Hinter dem Schulterband schimmert der Körper silbrig gelb. Bei Erschrecken kann die Färbung rasch verblassen oder bräunlich werden. Ein Aquarium muss die mögliche Endgröße von 30 Zentimetern berücksichtigen, obwohl die angebotenen Tiere noch klein sind. Freie Schwimmstrecke und Riffsteine mit Aufwuchs sind gleichermaßen wichtig. Die kräftigen giftigen Flossenstacheln dienen der Abwehr; beim Arbeiten am Riffaufbau und beim Umsetzen ist Abstand nötig.

Eignung für das Riffaquarium

Gut gefütterte Tiere lassen Korallen oft in Ruhe. Bei zu wenig Algenkost können LPS und Weichkorallen angeknabbert werden; die Art ist darum nur bedingt riffgeeignet. Garnelen werden gewöhnlich nicht gejagt, kleine Wirbellose und empfindliche Polypen sollten dennoch beobachtet werden.

Vergesellschaftung und Verhalten

In der Natur werden größere Tiere auch paarweise beobachtet. Ein Paar im Aquarium muss tatsächlich harmonieren und verlangt reichlich Raum. Gegen ähnlich aussehende Kaninchenfische können Revierstreitigkeiten auftreten, während andere friedliche Riffbewohner meist toleriert werden.

Wasserwerte und Temperatur

Dichte etwa 1,023–1,026, pH 8,1–8,4, KH ungefähr 7–12 °dKH und 23–28 °C sind ein praxisnaher Bereich für stabiles Meerwasser. Gleichmäßige Wasserqualität, Sauerstoff und Strömung sind wichtiger als schnelle Korrekturen einzelner Messwerte.

Aquarium und Einrichtung

Für die bis 30 cm erreichende Art etwa 1000 Liter und eine lange Schwimmstrecke vorsehen. Riffgestein mit Algenaufwuchs, freie Durchschwimmbereiche und mehrere Rückzugsorte verbinden. Für eine Paarhaltung sind zusätzlich Platz und genaue Beobachtung erforderlich.

Futter und Futterumstellung

Benthische Meeresalgen sind die wichtigste Nahrung. Regelmäßig Nori, Spirulina und geeignete pflanzliche Futtermittel reichen; Frostfutter in kleinen Mengen ergänzen. Die Umstellung neuer Tiere auf Frost- und Trockenfutter beobachten. Ein gut gefütterter Fisch ist weniger geneigt, Korallenpolypen zu testen.

Eingewöhnung

Transporttemperatur und Salzgehalt langsam angleichen, beispielsweise per Tropfmethode. In ein eingefahrenes Becken mit Rückzug setzen und die Futteraufnahme kontrollieren. Giftige Stacheln an Rücken-, After- und Bauchflossen können schmerzhaft stechen; beim Umsetzen geeignete Behälter statt Handkontakt verwenden.

Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechter lassen sich anhand der üblichen Handelsfärbung nicht zuverlässig trennen. Zwei zusammen schwimmende Tiere sind nicht automatisch ein Zuchtpaar.

Zucht

Über eine regelmäßige Aquariennachzucht dieser Art liegen keine belastbaren Handelsangaben vor. Die vorliegende Lieferposition ist nicht als Nachzucht bezeichnet.

Endgröße und Lebenserwartung

Die maximal dokumentierte Gesamtlänge beträgt etwa 30 cm, häufig werden rund 20 cm beobachtet. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor. Die Haltung muss die mögliche Endgröße berücksichtigen.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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