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Japanische Erdkröte, Bufo japonicus DNZ

Ruhiger Charakter

Zeigt ein sehr ruhiges Wesen und lässt sich gut stressfrei beobachten

Robust und langlebig

Widerstandsfähig bei guter Pflege und kann über 15 Jahre alt werden

Gräbt und versteckt sich

Grabfähiger Bodengrund wird aktiv genutzt, gerne auch für Rückzug bei Tag

Gut für Einsteiger

Pflegeleicht, benötigt aber durchdachtes Klima mit Feuchte und Struktur

Japanische Erdkröte, Bufo japonicus DNZ


Auf einen Blick: Japanische Erdkröte, Bufo japonicus
Deutscher Name: Japanische Erdkröte
Wissenschaftlich: Bufo japonicus
Synonyme: Bufo vulgaris japonicus, Japanese Toad
Herkunft: Japan – Hauptinseln Honshū, Shikoku und Kyūshū
Lebensweise: Semi-aquatisch, dämmerungs- und nachtaktiv
Haltungsform: Geräumiges Aquaterrarium mit Land- und Wasserteil
Mindestgröße des Terrariums: 100x50x50 cm (LxBxH) für ein Paar, größer für Gruppen
Temperatur & Luftfeuchtigkeit: 18–25°C, leichter Temperaturgradient, 60–80 % Luftfeuchtigkeit
Beleuchtung: Tageslichtspektrum mit geringem UV-Anteil, Tag-Nacht-Rhythmus wichtig
Bodengrund: Locker, grabfähig, z. B. Humus-Sand-Mischung mit Laub
Futter: Insekten, Würmer, gelegentlich kleine Wirbeltiere, Supplementierung nötig
Maximale Größe: bis 17 cm
Im Detail: Japanische Erdkröte, Bufo japonicus

Lebensraum und Verhalten der Japanischen Erdkröte (Bufo japonicus)

Die Japanische Erdkröte ist auf den japanischen Hauptinseln weit verbreitet und besiedelt verschiedene Lebensräume wie Mischwälder, Reisfelder, Gärten und Flussufer. Als semi-aquatische Art nutzt sie sowohl Land- als auch Wasserzonen und gräbt sich tagsüber gerne in lockere Böden ein. In der Dämmerung und Nacht wird sie aktiv und geht auf Nahrungssuche. Dabei zeigt sie ein ruhiges, unaufgeregtes Verhalten und eine hohe Standorttreue. In der Natur nutzt sie gerne Komposthaufen, hohle Baumstümpfe oder feuchte Mulden als Unterschlupf.

Die richtige Haltung im Aquaterrarium

Für die Haltung im Terrarium empfiehlt sich ein strukturiertes Aquaterrarium mit flachem Wasserteil und großem Landbereich. Das Wasserbecken muss leicht zugänglich sein und mindestens eine Teilbadefläche aufweisen. Der Landteil sollte gut strukturiert und mit grabfähigem Substrat ausgestattet sein. Unterschlüpfe aus Rindenstücken, Steinen oder Tonröhren werden gerne genutzt. Eine Luftfeuchte von 60–80 % lässt sich durch regelmäßiges Sprühen oder automatische Beregnung erzielen. Eine gute Belüftung ist unerlässlich, um Schimmel und Staunässe zu vermeiden.

Bepflanzung und Struktur

Der Landteil sollte naturnah gestaltet sein mit stabilen Pflanzen wie Calathea, Farne oder Ficus-Arten. Trockene Ecken, Laubhäufen und Moospolster bieten Struktur und Rückzugsorte. Der Wasserbereich kann mit Sumpfpflanzen bepflanzt werden. Eine natürliche Gliederung in offene und geschützte Zonen trägt zur Stressvermeidung bei und unterstützt artgerechtes Verhalten.

Beleuchtung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Ein stabiler Tag-Nacht-Rhythmus mit 10–12 Stunden Licht ist Pflicht. LED-Leuchten mit Tageslichtspektrum und geringem UV-Anteil genügen für die Art. Tagsüber sollten Temperaturen zwischen 20 und 25 °C herrschen, nachts sind 18 °C ideal. Eine leichte Nachtabsenkung ist erwünscht. Heizmatten oder Wärmelampen können unterstützend eingesetzt werden, solange sie sicher installiert sind. Die Luftfeuchte wird durch tägliches Sprühen oder automatische Systeme konstant gehalten. In der Winterphase kann eine kühlere Ruhezeit mit reduzierter Beleuchtung und Fütterung hilfreich sein.

Fütterung: Was frisst Bufo japonicus?

Die Japanische Erdkröte ernährt sich überwiegend von Insekten wie Grillen, Heimchen, Schaben und Würmern. Auch Asseln, Schnecken oder gelegentlich kleine Wirbeltiere werden genommen. Die Beute muss lebend sein, da sie auf Bewegung reagiert. Jungtiere fressen täglich kleine Portionen, adulte Tiere zwei- bis dreimal pro Woche. Vitamine und Kalziumpräparate sollten regelmäßig supplementiert werden.

Geschlechtsunterschiede bei Bufo japonicus

Männchen bleiben kleiner und besitzen zur Paarungszeit dunkle Kehlfärbungen und Rufe. Weibchen werden größer und massiger. Der Amplexus erfolgt bevorzugt im Wasser.

Fortpflanzung und Entwicklung

In der Natur laicht die Japanische Erdkröte nach Frühlingsregen in seichten Tümpeln oder Wassergräben. Die Weibchen legen lange Laichschnüre ab, aus denen nach wenigen Tagen Kaulquappen schlüpfen. Die Metamorphose dauert meist vier bis acht Wochen. Eine Nachzucht im Terrarium ist anspruchsvoll, aber möglich, wenn Temperatur- und Feuchtereize exakt gesteuert werden.

Größe und Lebenserwartung

Mit bis zu 17 cm Körperlänge zählt die Japanische Erdkröte zu den größeren Amphibienarten. Weibchen werden deutlich größer als Männchen. Bei guter Pflege kann sie 10 bis 15 Jahre, teils auch deutlich länger leben.

Nice-to-Know: Glücksbringer in Japan

In der japanischen Kultur gilt die Erdkröte seit Jahrhunderten als Symbol für Glück, Schutz und Heimkehr. In alten Legenden begleitet sie wandernde Mönche als spirituelles Tier oder hilft Reisenden, sicher zurückzukehren – daher auch das Wortspiel mit dem japanischen Begriff „kaeru“, das sowohl „Kröte“ als auch „zurückkehren“ bedeutet. Krötenfiguren aus Ton oder Holz sind bis heute beliebte Glücksbringer und werden in Haushalten, Geschäften und an Reiseschreinen aufgestellt. Die Japanische Erdkröte ist also nicht nur ein faszinierendes Tier, sondern trägt auch eine tiefe kulturelle Bedeutung in sich.

Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen

Die Art verfügt über Hautdrüsen, die Bufotoxine absondern können. Diese Substanzen schützen sie vor Fressfeinden, können jedoch Schleimhäute reizen. Nach Hautkontakt sind gründliches Händewaschen und der Schutz empfindlicher Personen, Kinder und Haustiere ratsam. Bei sachgemäßem Umgang ist die Haltung jedoch völlig unproblematisch.

Temperaturbereiche: Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede

Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:

  • Frösche
    • Meist eine glatte, feuchte Haut
    • Lange Hinterbeine für weite Sprünge
    • Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
    • Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
  • Kröten
    • Trockene, warzige Haut
    • Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
    • Können in trockeneren Gebieten überleben
    • Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
  • Unken
    • Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
    • Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
    • Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.

Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?

Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.

Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.

Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:

  • Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
  • Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
  • In der Regel keine Hautatmung haben.

Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.

Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).

Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?

Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.

Häufige Futterquellen für Amphibien:

  • Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
  • Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
  • Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)

Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?

Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:

  • Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
  • Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird

Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.

Halten Amphibien eine Winterruhe?

Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.

  • Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
  • Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
  • Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.

Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?

Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:

  • Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
  • Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
  • Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander

Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.

Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?

Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.

Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?

  • Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
  • Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
  • Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
  • Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
  • Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.

Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?

Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.

  • Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
  • Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
  • Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.

Alternative Proteinquellen für große Amphibien:

Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill

Fazit:

Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.

Wie werden Amphiben versendet?

Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.

Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.

Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?

Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.

Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:

  • Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
  • Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
  • Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.

Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.

Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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