Indonesischer Glanzskink, Eugongylus mentovarius
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Indonesischer Glanzskink, Eugongylus mentovarius
| Deutscher Name: | Indonesischer Glanzskink |
| Wissenschaftlich: | Eugongylus mentovarius |
| Synonyme: | Indonesian Sheen-skink, Odd-chinned Mastiff Skink |
| Herkunft: | Nördliche Molukken, Indonesien: Halmahera, Ternate, Morotai |
| Lebensweise: | Bodenbewohnend, gräbt sich gern in Laub und lockeren Boden ein |
| Aktivitätszeit: | Vor allem dämmerungs- und nachtaktiv (Angabe für die Gattung) |
| Haltungsform: | Feucht-warmes Regenwaldterrarium mit tiefem Bodengrund und vielen Verstecken |
| Mindestgröße des Geheges: | Für ein Einzeltier ab etwa 100 × 50 × 50 cm, größer bevorzugt |
| Temperaturzonen: | Tagsüber 26–29 °C, Wärmeplatz bis etwa 32 °C; nachts 22–24 °C |
| Luftfeuchtigkeit: | Etwa 70–90 %, Bodengrund in der Tiefe stets leicht feucht |
| UV und Beleuchtung: | Tag-Nacht-Rhythmus von etwa 12 Stunden; schwaches bis moderates UVB |
| Bodengrund: | Mindestens 10–15 cm lockeres Erde-Kokos-Laub-Gemisch |
| Futter: | Große Insekten, Würmer und andere Wirbellose mit Mineralstoffergänzung |
| Sozialverhalten: | Einzelhaltung am sichersten; Verträglichkeit nicht belegt |
| Maximale Größe: | Artspezifisch kaum dokumentiert; verwandte Arten um 24–26 cm Gesamtlänge |
| Lebenserwartung: | Keine verlässlichen Angaben |
| Schutzstatus und Nachweise: | Nicht in CITES- oder EU-Anhängen; keine Meldepflicht |
Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Indonesischer Glanzskink (Eugongylus mentovarius)
Eugongylus mentovarius ist auf den Nördlichen Molukken in Indonesien zu Hause. Nachgewiesen ist die Art von Halmahera, wo auch die Tiere der Erstbeschreibung von 1895 gefunden wurden, sowie von den Nachbarinseln Ternate und Morotai. Die Inseln liegen zwischen Sulawesi und Neuguinea und sind von tropischem Regenwald, Hügelland und Kokosplantagen geprägt. Die Gattung Eugongylus umfasst kräftige, kurzbeinige Skinke, die im Englischen als Glanz- oder Mastiffskinke bezeichnet werden. Ihre glatten Schuppen schimmern im Licht metallisch. Über die Lebensweise dieser Art in der Natur ist bislang wenig veröffentlicht. Für verwandte Arten der Gattung wird beschrieben, dass sie sich am Boden von Regenwäldern und Plantagen aufhalten, unter Totholz, Laub und in Haufen aus Kokosnussschalen Deckung suchen und vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv sind. Bei Störung flüchten sie mit geschmeidigen, fast schlangenartigen Bewegungen. Die Weltnaturschutzunion führt Eugongylus mentovarius als nicht gefährdet. Für die Haltung ergibt sich das Bild eines feucht-warmen Regenwaldbodens mit lockerem, grabfähigem Substrat, dicker Laubschicht und vielen sicheren Verstecken.
Das richtige Gehege
Für einen erwachsenen Glanzskink sollte das Terrarium mindestens 100 × 50 × 50 cm messen, mehr Grundfläche ist immer von Vorteil. Die Art lebt am Boden, daher zählt vor allem die Fläche; die Höhe wird hauptsächlich für einen ausreichend tiefen Bodengrund und eine strukturierte Rückwand genutzt. Das Becken muss ausbruchsicher schließen, denn kräftige Skinke zwängen sich durch erstaunlich schmale Spalten. Gute Belüftung verhindert Schimmel im dauerhaft feuchten Bodengrund. Ein ruhiger Standort kommt dem zurückgezogenen, überwiegend dämmerungs- und nachtaktiven Lebensstil entgegen.
Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung
Als Bodengrund eignet sich eine mindestens 10 bis 15 cm hohe, lockere Mischung aus ungedüngter Erde, Kokosfaser und Laubhumus, in die sich das Tier eingraben kann. Eine dicke Lage Falllaub, Rindenstücke, Korkröhren und Totholz bilden Unterschlüpfe, wie sie Glanzskinke in der Natur unter Holz und Pflanzenresten finden. Mehrere Verstecke in unterschiedlich feuchten Bereichen erlauben die Wahl des passenden Mikroklimas. Schwere Steine oder Wurzeln werden direkt auf den Terrarienboden gesetzt, damit sie beim Graben nicht abrutschen. Ein großer, flacher und standsicherer Wassernapf gehört dazu. Robuste Pflanzen wie Efeutute oder Farne verbessern das Klima und bieten zusätzliche Deckung.
UV, Beleuchtung und Wärme
Auch wenn Glanzskinke vor allem in der Dämmerung aktiv sind, brauchen sie einen klaren Tag-Nacht-Rhythmus mit etwa zwölf Stunden Licht. Ein Wärmestrahler an einer Seite schafft einen lokalen Wärmeplatz von etwa 30 bis 32 °C. Schwaches bis moderates UVB ist empfehlenswert, sofern schattige Bereiche und tiefe Verstecke erhalten bleiben. Ohne UVB muss Vitamin D3 sorgfältig über die Futterergänzung zugeführt werden. Alle Wärmequellen werden über ein Thermostat geregelt und so angebracht, dass sich das Tier nicht verbrennen kann.
Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit
Das Klima der Molukken ist ganzjährig feucht-warm. Passend sind im Terrarium Tagestemperaturen von etwa 26 bis 29 °C, am Wärmeplatz lokal bis etwa 32 °C. Nachts darf die Temperatur auf 22 bis 24 °C sinken. Die Luftfeuchtigkeit liegt idealerweise zwischen 70 und 90 %; tägliches Sprühen, vorzugsweise am Abend, und ein in der Tiefe stets leicht feuchter Bodengrund sorgen dafür. Die Oberfläche darf zwischendurch abtrocknen, damit sich keine Staunässe bildet. Ein Temperaturgefälle innerhalb des Terrariums ermöglicht dem Skink, sich seinen Wohlfühlbereich selbst zu suchen.
Fütterung und Mineralversorgung
Glanzskinke der Gattung Eugongylus sind kräftige Jäger. In der Natur fressen sie große Insekten, Spinnen und andere Wirbellose und erbeuten gelegentlich auch kleinere Echsen, etwa andere Skinke. Im Terrarium bilden passend große Schaben, Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Regenwürmer und Superwürmer die Grundlage. Die Futtertiere werden gut ernährt und regelmäßig mit Calcium und einem Vitaminpräparat bestäubt. Erwachsene Tiere werden etwa zwei- bis dreimal wöchentlich gefüttert, Jungtiere häufiger. Gefüttert wird am besten in den Abendstunden, wenn die Tiere aktiv werden.
Sozialverhalten
Über das Sozialverhalten von Eugongylus mentovarius ist kaum etwas bekannt. Da die Tiere kräftig sind und kleinere Echsen als Beute betrachten, ist die Einzelhaltung die sichere Wahl, und eine Vergesellschaftung mit anderen Reptilienarten scheidet aus. Soll ein Paar zur Zucht zusammengesetzt werden, geschieht das nur unter genauer Beobachtung und mit ausreichend Verstecken; bei Beißereien werden die Tiere sofort getrennt. Glanzskinke sind zurückhaltende Pfleglinge, die viel Zeit verborgen im Bodengrund verbringen.
Geschlechtsunterschiede
Äußerlich lassen sich die Geschlechter bei Eugongylus nur schwer unterscheiden. Männchen haben bei vielen Skinken einen etwas breiteren Kopf und eine kräftigere Schwanzwurzel, als sicheres Merkmal reicht das jedoch nicht aus. Für eine zuverlässige Bestimmung ist eine tierärztliche Untersuchung, etwa per Ultraschall, empfehlenswert. Auch das Verhalten gibt kaum Hinweise, da die Tiere viel Zeit verborgen im Bodengrund verbringen. Bei Jungtieren ist eine Bestimmung praktisch unmöglich, und auch bei erwachsenen Tieren bleibt ohne Untersuchung eine Restunsicherheit.
Fortpflanzung und Inkubation
Die Gattung Eugongylus ist eierlegend; für verwandte Arten werden Gelege von bis zu fünf Eiern beschrieben. Konkrete Erfahrungen zur Nachzucht von Eugongylus mentovarius im Terrarium sind bislang kaum dokumentiert. Voraussetzung wären ein gesundes, gut ernährtes Paar, ein feuchter, grabfähiger Ablagebereich und eine sehr gute Calciumversorgung des Weibchens. Gefundene Eier können in leicht feuchtem Substrat bei gleichmäßig warmen Temperaturen gezeitigt werden. Wer die Art vermehren möchte, leistet echte Pionierarbeit und sollte seine Beobachtungen sorgfältig festhalten.
Endgröße und Lebenserwartung
Eugongylus mentovarius ist ein kräftiger, gedrungen gebauter Skink mit kurzen Beinen, glatten, glänzenden Schuppen und einem dicken Schwanz. Artspezifische Maße sind kaum veröffentlicht; für nah verwandte Arten der Gattung werden Kopf-Rumpf-Längen um 11 cm und Gesamtlängen um 24 bis 26 cm angegeben. Jungtiere verwandter Arten sind rotbraun mit schmalen hellen Querbändern gezeichnet, erwachsene Tiere verwandter Arten sind schlicht braun gefärbt und glänzen im Licht. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Schutzstatus und rechtliche Hinweise
Eugongylus mentovarius ist weder im Washingtoner Artenschutzübereinkommen noch in den Anhängen der EU-Artenschutzverordnung gelistet und unterliegt in Deutschland keiner Meldepflicht nach der Bundesartenschutzverordnung. Ein CITES-Dokument ist nicht erforderlich. Bewahren Sie den Kaufbeleg dennoch als Herkunftsnachweis auf. Auf der Roten Liste der IUCN gilt die Art als nicht gefährdet. Unabhängig davon gelten selbstverständlich die allgemeinen tierschutzrechtlichen Anforderungen an eine artgerechte Haltung.
Risiken und sicherer Umgang
Der Glanzskink ist ungiftig. Als kräftiger, beutegreifender Skink kann er jedoch fest zubeißen, wenn er sich bedrängt fühlt; der Biss ist harmlos, kann aber schmerzhaft sein und kleine Wunden verursachen. Das Tier sollte daher ruhig und nicht hektisch von oben gegriffen werden. Wie viele Skinke kann es bei Gefahr den Schwanz abwerfen. Nach jedem Kontakt mit Tier oder Einrichtung gründlich die Hände waschen.
Nice-to-Know
Der Artname mentovarius bezieht sich auf die Kinnregion; im Englischen heißt die Art daher auch Odd-chinned Mastiff Skink. Ursprünglich wurde sie 1895 als Lygosoma mentovarium beschrieben und im Lauf der Zeit verschiedenen Gattungen zugeordnet, bevor sie ihren heutigen Platz in Eugongylus fand. Im Handel taucht die Art nur sehr selten auf. Wer sie pflegt, hält damit einen echten Exoten, über dessen Lebensweise noch viel zu lernen ist.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Reptilien versendet?
Alle Reptilien sind Wirbelltiere und werden von uns, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand von Reptilien erfolgt immer in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei niedrigen Außentemperaturen werden die Tiere mit Heatpacks zusätzlich vor kalten Temperaturen geschützt.
Geschlechtsauswahl bei unseren Reptilien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.