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Indonesische Demoiselle, Pomacentrus melanochir

Kleiner Riffbewohner

Erreicht ausgewachsen etwa 7,5 cm Gesamtlänge im Meer.

Lebhaft im Riff

Nutzt Freiwasser zum Fressen und Felslücken als Rückzug.

Feines tierisches Futter

Kleine Frostfutterportionen passen zum Planktonfresser.

Reviere bewusst planen

Sichtschutz und getrennte Verstecke entlasten den Besatz.

Indonesische Demoiselle, Pomacentrus melanochir


Auf einen Blick: Indonesische Demoiselle, Pomacentrus melanochir
Deutscher Name:Indonesische Demoiselle
Wissenschaftlich:Pomacentrus melanochir
Synonyme:Indonesian Damsel, Indonesischer Riffbarsch
Herkunft:Küstenriffe Indonesiens und der Philippinen; weitere Nachweise aus Sri Lanka.
Riffaquarium-tauglich:Mit Korallen voraussichtlich gut verträglich; sehr kleine Krebstiere können als Nahrung dienen.
Verträglichkeit:Revierbildender Riffbarsch; Gruppenhaltung nur mit viel Raum und Ausweichmöglichkeiten.
Wasserwerte:Salzgehalt 34–35 PSU, pH 8,0–8,4, KH 7–10 °dKH; stabile Meerwasserverhältnisse.
Temperatur:Für die Haltung vorsichtig etwa 25–27 °C anstreben.
Beckengröße:Als vorsichtige Planungsempfehlung ab etwa 300 Litern; Gruppen deutlich größer.
Futter:Kleines tierisches Frost- und Lebendfutter; geeignetes Granulat langsam angewöhnen.
Schwierigkeitsgrad:Für erfahrene Meerwasseraquarianer; artspezifische Langzeitberichte sind selten.
Geschlechts-Unterschiede:Äußerlich keine verlässlich nutzbaren Geschlechtsmerkmale für die Auswahl.
Zucht möglich:Substratlaicher mit vom Männchen bewachtem Gelege; Larvenaufzucht anspruchsvoll.
Maximale Größe:Bis etwa 7,5 cm Gesamtlänge.
Liefergröße:ca. 3,0-4,0 cm
Im Detail: Indonesische Demoiselle, Pomacentrus melanochir

Herkunft von Indonesische Demoiselle (Pomacentrus melanochir)

Die Indonesische Demoiselle bewohnt flache Küstenriffe im tropischen Meer. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt in Indonesien und auf den Philippinen; außerdem werden Vorkommen bei Sri Lanka genannt. Damit verbindet der Handelsname eine wichtige Herkunftsregion mit einer Art, deren tatsächliche Verbreitung über einzelne Inselgruppen hinausreicht. Typische Lebensräume liegen in etwa einem bis acht Metern Tiefe. Dort steht das Wasser keineswegs still: Auch stärker durchströmte Riffbereiche werden genutzt. Die Tiere halten sich über felsigem oder korallenreichem Untergrund auf und nehmen kleine Nahrungspartikel aus dem freien Wasser auf. Beim Fressen können sich zahlreiche Individuen über den Felsen sammeln. Solche Beobachtungen beschreiben die Situation im Meer und lassen sich nicht unmittelbar auf eine enge Gruppe im Aquarium übertragen. Felslücken bleiben wichtige Rückzugsorte und dienen auch im Zusammenhang mit der Fortpflanzung als geschützter Bereich. Für die Einrichtung ergibt sich daraus ein Wechsel aus gegliedertem Riffaufbau, kurzen Fluchtwegen und freiem Schwimmraum. Der angebotene Fisch ist als Bestelltier eingeplant; eine konkrete Fangregion oder Nachzuchtherkunft ist für dieses Angebot nicht ausgewiesen.

Eignung für das Riffaquarium

Korallen gehören nicht zur beschriebenen Hauptnahrung. Die Art ist deshalb für ein passend besetztes Riffbecken grundsätzlich in Betracht zu ziehen. Winzige Krebstiere und andere kleine Wirbellose können dagegen in das Beutespektrum fallen. Eine pauschale Verträglichkeitsgarantie für Garnelennachwuchs wäre unangebracht.

Vergesellschaftung und Verhalten

Die Ansammlung beim Planktonfang bedeutet keine verlässlich friedliche Gruppenhaltung im Aquarium. Planen Sie Reviergrenzen, Sichtschutz und mehrere voneinander getrennte Verstecke. Ruhige, sehr kleine oder später eingesetzte Fische müssen beobachtet werden. Bei anhaltendem Jagen ist eine Trennung erforderlich.

Wasserwerte und Temperatur

Als aquaristische Zielwerte eignen sich etwa 34–35 PSU Salzgehalt, pH 8,0–8,4 und KH 7–10 °dKH bei ungefähr 25–27 °C. Diese Angaben sind vorsichtige Haltungsrichtwerte und keine experimentell ermittelten Artgrenzen. Sorgen Sie für sauerstoffreiches Wasser und abwechslungsreiche Strömung, ohne die Rückzugsplätze ununterbrochen direkt anzublasen.

Aquarium und Einrichtung

Mangels belastbarer artspezifischer Mindestvolumina empfehlen wir zur Planung vorsichtig mindestens etwa 300 Liter mit gut gegliedertem Aufbau. Für mehrere Tiere sind deutlich mehr Platz und zusätzliche Revierbereiche nötig. Die Endgröße allein beschreibt den Raumbedarf eines revierbildenden Riffbarsches nicht. Eine Abdeckung vermindert das Risiko von Fluchtsprüngen.

Futter und Futterumstellung

Bieten Sie kleine Portionen Mysis, Artemia und anderes feines Meerwasserfrostfutter an. Zu Beginn kann passendes Lebendfutter die Futteraufnahme erleichtern. Kleine marine Granulate erst ergänzen, wenn sie sicher angenommen werden. Mehrere überschaubare Fütterungen verteilen die Nahrung besser; kontrollieren Sie, ob jedes Tier tatsächlich frisst.

Eingewöhnung

Gleichen Sie Temperatur und Salzgehalt langsam an, beispielsweise durch eine kontrollierte Tropfmethode. Beobachten Sie dabei Atmung und Wasserqualität; lange Standzeiten im geöffneten Transportwasser vermeiden. Setzen Sie den Fisch bei gedämpftem Licht in einen Bereich mit schnell erreichbaren Verstecken und prüfen Sie die Futteraufnahme in den folgenden Tagen.

Geschlechtsunterschiede

Eine sichere Geschlechtsauswahl nach Körperfarbe ist nicht belegt. Färbung und Kontrast können sich mit Stimmung und Alter verändern. Ein äußerlich ähnliches Paar ist deshalb nicht automatisch ein verträgliches Zuchtpaar.

Zucht

Die Art legt haftende Eier am Untergrund ab. Das Männchen bewacht und belüftet das Gelege. Selbst bei einer Eiablage ist die erfolgreiche Aufzucht der kleinen Larven eine eigene Aufgabe mit geeignetem Aufzuchtbecken und sehr feinem Erstfutter; Nachzuchterfolge im normalen Gesellschaftsbecken sind nicht zu erwarten.

Endgröße und Lebenserwartung

Die dokumentierte maximale Gesamtlänge liegt bei etwa 7,5 cm. Die Liefergröße bezeichnet dagegen einen deutlich jüngeren Fisch. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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