Gestreckter Fünffleck-Buntbarsch „Wildfang“, Hemichromis elongatus
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Gestreckter Fünffleck-Buntbarsch „Wildfang“, Hemichromis elongatus
| Deutscher Name: | Gestreckter Fünffleck-Buntbarsch „Wildfang“ |
| Wissenschaftlich: | Hemichromis elongatus |
| Synonyme: | Banded Jewel Cichlid, Five Star General, Fünffleckbuntbarsch, Hemichromis elongatus Wild |
| Herkunft: | Wildfang, West- und Zentralafrika, vor allem Küstenflüsse von Kamerun bis Kongo |
| Gesellschafts-Aquarium: | Paarweise im Artbecken, allenfalls mit großen, wehrhaften Fischen |
| Wasserwerte: | pH 6,5–7,5, GH 5–15 °dH |
| Temperatur: | 23–26 °C |
| Beckengröße: | ab 120 cm Länge für ein Paar, besser größer |
| Bepflanzung: | Steine, Wurzeln, Höhlen und Sichtbarrieren, robuste Pflanzen |
| Futter: | Fischfilet, Garnelen, Muschelfleisch, Mysis, Regenwürmer, Granulat |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen größer, farbiger, mit längeren Rücken- und Afterflossen |
| Zucht möglich: | Offenbrüter in festen Paaren, beide Eltern betreuen die Brut |
| Maximale Größe: | 15–18 cm |
| Liefergröße: | ca. 9,0-10,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Nicht geeignet, Garnelen werden gefressen |
Herkunft von Gestreckter Fünffleck-Buntbarsch „Wildfang“ (Hemichromis elongatus)
Der Gestreckte Fünffleck-Buntbarsch, wissenschaftlich Hemichromis elongatus, ist ein schlanker, räuberischer Buntbarsch aus dem tropischen Afrika. Sein Hauptverbreitungsgebiet sind die Küstenflüsse Niederguineas vom Ntem in Kamerun über Gabun mit Ogowe, Woleu und Nyanga bis zum Kouilou in der Republik Kongo; außerdem kommt er im Dja, einem Zufluss des mittleren Kongo, vor. Populationen aus dem Kongobecken und aus dem südlichen Afrika werden derzeit derselben Art zugerechnet, könnten aber eigenständig sein, und Meldungen aus Westafrika gelten als unsicher. Die Fische leben in flachen Seen, Bächen und Flüssen, teils auch in leicht brackigem Wasser nahe der Küste. Auf gelblich bis olivgrünem Grund tragen sie meist fünf dunkle Flecken oder Querbinden, wovon der englische Handelsname Five Star General abgeleitet ist; zur Balz zeigen vor allem die Männchen kräftige rote bis orange Töne an Kehle und Bauch. Die Art ähnelt stark dem Verwandten Hemichromis fasciatus und wird häufig mit ihm verwechselt. Die angebotenen Tiere sind Wildfänge, die in Färbung und Herkunft leicht variieren können und eine behutsame Eingewöhnung brauchen.
Vergesellschaftung
Diese Art ist sehr aggressiv und territorial. Sie frisst jeden Fisch, der ins Maul passt, und greift auch größere Mitbewohner an. Am besten pflegt man ein eingewöhntes Paar im Artbecken. Allenfalls sehr robuste, gleich große Fische wie größere Harnischwelse oder kräftige Buntbarsche können in einem großen Becken dazugesetzt werden.
Passende Wasserparameter
Ein pH-Wert von 6,5 bis 7,5 und eine Gesamthärte von etwa 5 bis 15 °dH sind geeignet. Wildfänge sollten langsam an neue Werte gewöhnt werden. Eine leistungsstarke Filterung und regelmäßige Teilwasserwechsel halten die Wasserqualität bei den fleischfressenden Fischen hoch.
Haltungstemperatur
Die Wassertemperatur sollte zwischen 23 und 26 °C liegen; zur Zucht sind 24 bis 26 °C günstig.
Beckengröße
Für ein Paar ist ein Aquarium ab 120 cm Länge das Minimum. Mehr Grundfläche entschärft Revierkämpfe deutlich, vor allem zur Brutzeit.
Bepflanzung
Steinaufbauten, Wurzeln, Höhlen und viele Sichtbarrieren gliedern das Becken. Pflanzen werden beim Graben oft gelockert; robuste Arten wie Anubias oder Javafarn auf Holz eignen sich am besten. Flache Steine dienen als Laichplätze.
Futter
Hemichromis elongatus ist vorwiegend Fischfresser. Im Aquarium lässt er sich gut an tote Nahrung wie Fischfilet, Garnelen, Muschelfleisch, Mysis und Regenwürmer gewöhnen. Granulat wird oft angenommen, sollte aber nicht die einzige Nahrung sein.
Geschlechtsunterschiede
Männchen werden etwas größer, sind kräftiger gefärbt und entwickeln mit zunehmendem Alter verlängerte Rücken- und Afterflossen. Weibchen bleiben etwas kleiner und schlichter.
Zucht
Die Tiere bilden feste Paare und laichen offen auf flachen Steinen oder in Tontöpfen. Das Weibchen legt bis zu etwa 800 Eier. Die Larven schlüpfen nach rund zwei Tagen und schwimmen etwa sechs Tage später frei. Beide Eltern bewachen den Nachwuchs rund einen Monat lang; danach sollten die Jungfische abgetrennt werden.
Endgröße
Die Art erreicht etwa 15 bis 18 cm. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege bei etwa 8 bis 10 Jahren.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Für eine Vergesellschaftung mit Garnelen ist die Art völlig ungeeignet. Garnelen gehören zum natürlichen Beutespektrum.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.