Florida-Scheibenanemone „Orange“, Ricordea florida, 1 Polyp
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Florida-Scheibenanemone „Orange“, Ricordea florida, 1 Polyp
| Deutscher Name: | Florida-Scheibenanemone „Orange“ |
| Wissenschaftlich: | Ricordea florida |
| Synonyme: | Florida-Ricordea |
| Herkunft: | Karibik, Florida und Golf von Mexiko |
| Korallengruppe: | Scheibenanemone (Corallimorpharia), ohne Kalkskelett |
| Lichtbedarf: | Schwach bis mittel, langsam anpassen |
| Strömung: | Schwach bis mäßig, indirekt |
| Wasserwerte: | Salzgehalt etwa 35 ‰ (Dichte 1,023–1,026), pH 8,0–8,4, KH 7–12 °dKH |
| Temperatur: | Etwa 24–27 °C |
| Platzierung: | Bodennaher Stein oder Ableger-Sockel |
| Ernährung: | Licht über Symbionten; gelegentlich feines Futter |
| Wachstum: | Ein Polyp kann sich langsam ausbreiten und teilen |
| Schwierigkeitsgrad: | Stabile Meerwasserwerte und behutsame Lichtgewöhnung |
| Lieferform: | 1 Polyp |
Herkunft von Florida-Scheibenanemone „Orange“ (Ricordea florida)
Ricordea florida ist eine Scheibenanemone aus dem westlichen Atlantik, besonders aus der Karibik, dem Golf von Mexiko und der Region Florida. Sie ist ein Corallimorpharier und bildet kein festes kalkiges Korallenskelett. Stattdessen liegt ihre weiche, runde Mundscheibe direkt auf einem kleinen Stein oder anderem harten Untergrund. Die Oberfläche ist dicht mit kurzen, rundlichen Bläschen besetzt; dadurch unterscheidet sie sich von glatteren Discosoma-Scheibenanemonen. Bei der angebotenen Form wirken diese Bläschen orange. Der Handelszusatz beschreibt eine Färbung, keine taxonomisch getrennte Art. Farbintensität und Verteilung hängen auch vom einzelnen Polypen und der Beleuchtung ab. Photosynthetische Symbionten leisten einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung. Feine Nahrung kann zusätzlich über die Oberfläche aufgenommen werden. In Riffen wächst die Art an geschützten, ausreichend beleuchteten Stellen. Im Aquarium ist ein sicher liegender Ablegerstein im unteren bis mittleren Bereich ein gut kontrollierbarer Startplatz. Harte direkte Strömung würde die Scheibe ständig zusammenziehen. Zu stark nesselnden Korallen ist Abstand nötig. Das Verbreitungsgebiet belegt nicht den konkreten Fangort des angebotenen Polypen, und ohne Lieferantenkennzeichnung wird keine Nachzucht zugesagt.
Haltung im Riffaquarium
Ein eingefahrenes Meerwasseraquarium mit stabiler Salinität und mittlerem Licht eignet sich. An neue Beleuchtung behutsam gewöhnen, damit das Gewebe nicht ausbleicht. Die Scheibe soll flach öffnen können und nicht dauerhaft von Strömung umgeschlagen werden.
Licht, Strömung und Platzierung
Den kleinen Stein oder Sockel bodennah in einem ruhigen, gut beleuchteten Bereich ablegen. Ein freier Rand verhindert direkten Kontakt zu benachbarten Korallen und erlaubt, die Ausbreitung zu beobachten. Den Polypen selbst nicht festkleben.
Wasserwerte und Spurenelemente
Orientierung: rund 35 ‰ Salzgehalt beziehungsweise Dichte 1,023–1,026, pH 8,0–8,4, KH 7–12 °dKH und 24–27 °C. Schwankungen langsam ausgleichen; schnelle Änderungen von Salinität und Temperatur vermeiden.
Ernährung und Fütterung
Symbiotische Algen liefern unter geeigneter Beleuchtung einen Teil der Energie. Kleine Futterpartikel oder sehr feines Frostfutter können ergänzend angeboten werden. Große Stücke und überschüssiges Futter vermeiden.
Wachstum und Vermehrung
Ein einzelner Polyp kann sich allmählich über den Stein ausbreiten und weitere Polypen bilden. Das Wachstum ist individuell und hängt von Licht, Nährstoffen und stabilen Bedingungen ab. Ein separater Ablegerstein erleichtert die Kontrolle.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Die Scheibe darf nicht mit stark nesselnden Steinkorallen oder Anemonen in direkten Kontakt geraten. Zu Nachbarn freien Raum lassen. Für Anemonenfische ist Ricordea florida keine belegte Wirtsanemone.
Eingewöhnung
Vor dem Einsetzen die Temperatur ausgleichen und den Salzgehalt des Transportwassers langsam mit der Tropfmethode angleichen. Danach den Ablegerstein vorsichtig platzieren. Nach Transport kann die Scheibe zunächst geschlossen sein.
Lieferung
Geliefert wird ein Polyp auf geeignetem Substrat. Die Angabe 1 Polyp beschreibt die Anzahl, keine zugesagte Zentimetergröße. Farbe und Öffnungszustand können nach Transport und bei anderer Beleuchtung variieren.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.