Feuerbrust-Kammbuntbarsch „Fogo“, Cichla mirianae, ca. 5,0-7,0 cm
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Feuerbrust-Kammbuntbarsch „Fogo“, Cichla mirianae, ca. 5,0-7,0 cm
| Deutscher Name: | Feuerbrust-Kammbuntbarsch „Fogo“ |
| Wissenschaftlich: | Cichla mirianae |
| Synonyme: | Cichla mirianae Fogo, Fogo Peacock Bass, Peacock Bass Fogo, Kammbuntbarsch Fogo |
| Herkunft: | Brasilien, Tapajós-, Xingu- und Tocantins-Gebiet; Fogo-Population, Nachzucht |
| Gesellschafts-Aquarium: | Großer Raubfisch, nur mit großen Mitbewohnern |
| Wasserwerte: | pH 6,0–7,5, GH 2–12 °dH, sehr sauberes Wasser |
| Temperatur: | 26–30 °C |
| Beckengröße: | Erwachsen ab 300 cm und mehreren tausend Litern |
| Bepflanzung: | Viel Schwimmraum, große Wurzeln, Steine |
| Futter: | Großes Frostfutter, Fischstücke, Sticks, Pellets |
| Geschlechts-Unterschiede: | Erst erwachsen erkennbar, Männchen mit Nackenbuckel |
| Zucht möglich: | Offenbrüter mit Elternfamilie |
| Maximale Größe: | Bis etwa 50 cm |
| Liefergröße: | ca. 5,0-7,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Nicht geeignet |
Herkunft von Feuerbrust-Kammbuntbarsch „Fogo“ (Cichla mirianae)
Kammbuntbarsche der Gattung Cichla, im Englischen Peacock Bass genannt, sind die größten Buntbarsche Südamerikas und in ihrer Heimat begehrte Speise- und Sportfische. Cichla mirianae wurde 2006 von Kullander und Ferreira im Rahmen einer umfassenden Revision der Gattung beschrieben. Der Typusfundort liegt im Rio Arinos im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso, einem Quellfluss des Tapajós-Systems; weitere Vorkommen sind aus dem oberen Xingu und dem Einzugsgebiet des Tocantins bekannt. Die Art lebt in klaren bis leicht trüben Flüssen, Seitenarmen und Seen, wo sie als Jäger im Freiwasser und an versunkenem Holz und Felsen kleinere Fische erbeutet. Die Bezeichnung „Fogo“, portugiesisch für Feuer, steht für eine lokale Population, die nach Händlerangaben nur aus einem einzigen, abgelegenen See in Brasilien bekannt ist. Jungtiere haben einen gelblichen Bauch, bei erwachsenen Tieren färben sich alle gelben Körperpartien feurig rot, was der Form ihren Namen gibt. Angeboten werden laut Lieferant Nachzuchten dieser Population. Sie sind an Aquarienbedingungen gewöhnt, bleiben aber wie alle Kammbuntbarsche etwas nervös und transportempfindlich; ein ruhiges, leicht abgedunkeltes Becken erleichtert die Eingewöhnung.
Vergesellschaftung
Der Feuerbrust-Kammbuntbarsch „Fogo“ ist ein ausgeprägter Raubfisch, der jeden Fisch frisst, der in sein großes Maul passt. Mitbewohner müssen deutlich größer und robust sein, etwa große Harnischwelse, große Salmler oder andere Kammbuntbarsche. Jungtiere leben gesellig in Gruppen; mit zunehmendem Alter bilden sich Paare, die zur Laichzeit ein Revier energisch verteidigen. Im Alltag sind die Tiere eher ruhig, bei Störungen reagieren sie jedoch schreckhaft und können gegen die Scheiben schießen.
Passende Wasserparameter
Kammbuntbarsche stammen aus weichem bis mittelhartem, leicht saurem bis neutralem Wasser. Geeignet sind pH 6,0 bis 7,5 und eine Gesamthärte von etwa 2 bis 12 °dH. Entscheidend sind sehr gute Wasserqualität und niedrige Nitratwerte: Die großen Fresser belasten das Wasser stark, deshalb sind eine leistungsfähige Filterung und wöchentliche große Teilwasserwechsel nötig.
Haltungstemperatur
Gehalten wird bei 26 bis 30 °C. Dauerhaft niedrigere Temperaturen schwächen die Tiere und machen sie anfällig für Krankheiten.
Beckengröße
Jungtiere können vorübergehend in Aquarien ab etwa 200 cm Länge aufwachsen, sie wachsen aber rasch. Für erwachsene Tiere sind Aquarien ab etwa 300 cm Länge, 100 cm Tiefe und mehreren tausend Litern Inhalt oder große Schauanlagen nötig. Das Becken muss dicht abgedeckt sein, da die Tiere bei Schreck springen können.
Bepflanzung
Eine schlichte Einrichtung mit großen Wurzeln, einigen Steinen und viel freiem Schwimmraum ist ideal. Pflanzen sind nicht nötig; robuste, aufgebundene Arten wie Anubias oder Javafarn sind möglich. Gedämpftes Licht und ein Sichtschutz an den Seiten verringern Schreckreaktionen.
Futter
In der Natur ernährt sich die Art überwiegend von Fischen. Nachzuchten lassen sich in der Regel gut an großes Frostfutter wie Stinte, Garnelen, Muschelfleisch und Fischstücke sowie an große Futtersticks und Pellets gewöhnen. Lebende Futterfische sind nicht nötig und bergen ein Krankheitsrisiko. Jungtiere werden mehrmals täglich gefüttert, erwachsene Tiere seltener und dafür reichlicher.
Geschlechtsunterschiede
Bei Jungtieren sind die Geschlechter nicht zu unterscheiden. Erwachsene Männchen entwickeln zur Laichzeit einen deutlichen Nackenbuckel, Weibchen bleiben meist etwas kleiner. Eine sichere Bestimmung ist erst bei geschlechtsreifen Tieren möglich.
Zucht
Kammbuntbarsche sind Offenbrüter. Das Paar säubert eine feste Unterlage wie einen Stein oder ein Holzstück und legt dort die Eier ab. Beide Eltern bewachen Gelege und Jungfische über längere Zeit und verteidigen sie energisch. Ein Gelege kann mehrere tausend Eier umfassen. Die Nachzucht gelingt nur in sehr großen Anlagen.
Endgröße
Ausgewachsen kann Cichla mirianae etwa 50 cm lang werden, im Aquarium bleiben die Tiere meist etwas kleiner. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor; große Buntbarsche werden bei guter Pflege oft deutlich über zehn Jahre alt.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Für Garnelenbecken nicht geeignet: Garnelen jeder Größe, auch erwachsene Tiere, werden als Futter angesehen und gefressen.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.