Diskus „Blue Neon“, Symphysodon aequifasciatus, ca. 7,0 cm
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Diskus „Blue Neon“, Symphysodon aequifasciatus, ca. 7,0 cm
| Deutscher Name: | Diskus „Blue Neon“ |
| Wissenschaftlich: | Symphysodon aequifasciatus |
| Synonyme: | Blue Neon Discus, Neonblauer Diskus, Symphysodon discus Blue Neon |
| Herkunft: | Zuchtform aus Asien; Wildform aus dem Amazonasbecken |
| Gesellschafts-Aquarium: | Gruppe ab etwa fünf Tieren, mit ruhigen Beifischen |
| Wasserwerte: | pH 5,5–7,0, GH 1–8 °dH, sehr sauberes Wasser |
| Temperatur: | 28–31 °C |
| Beckengröße: | ab 150 cm, mindestens 50 cm hoch |
| Bepflanzung: | Wurzeln, hohe Pflanzen, ruhige Zonen, Sand |
| Futter: | Diskusgranulat, Artemia, Mysis, Frostfutter |
| Geschlechts-Unterschiede: | Kaum erkennbar, nur an der Legeröhre bei Laichreife |
| Zucht möglich: | Offenbrüter, Jungfische fressen Hautsekret der Eltern |
| Maximale Größe: | etwa 15–18 cm |
| Liefergröße: | ca. 7,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Bedingt, kleine Garnelen werden gefressen |
Herkunft von Diskus „Blue Neon“ (Symphysodon aequifasciatus)
Symphysodon aequifasciatus wurde 1904 von Pellegrin beschrieben. Die Wildformen leben im Amazonasbecken in Brasilien, Peru und Kolumbien, wo sie in ruhigen Uferzonen zwischen versunkenen Ästen und Wurzeln in sehr weichem, warmem Wasser stehen. Die Systematik der Gattung ist umstritten, und die meisten Aquarienstämme sind über Jahrzehnte aus mehreren Wildpopulationen zusammengezüchtet worden. Zuchtformen werden deshalb, wie im Handel üblich, unter Symphysodon aequifasciatus geführt. Vor allem in Südostasien entstehen bis heute zahlreiche Farbschläge, die nach Grundfarbe, Zeichnung und Glanz benannt werden. Die Linie „Blue Neon“ ist eine blau-türkise Zuchtform, deren Name auf den intensiven, neonartig leuchtenden Blauglanz des Körpers zurückgeht. Da es sich um Handelsnamen handelt, kann die Ausprägung je nach Züchter etwas abweichen, und die volle Farbe entwickeln Diskusfische erst mit zunehmender Größe. Diskusfische gelten als die Könige des Aquariums: Sie sind ruhig, gesellig und werden bei guter Pflege sehr zutraulich. Wichtig sind sehr sauberes, warmes Wasser und eine Gruppe, in der sich eine Rangordnung bilden kann.
Vergesellschaftung
Diskusfische sind gesellige Schwarmfische und werden in Gruppen ab etwa fünf Tieren gehalten, damit sich Aggressionen verteilen. Als Beifische eignen sich ruhige, wärmeliebende Arten wie Rotkopfsalmler, Panzerwelse der Art Corydoras sterbai oder Antennenwelse. Hektische oder flossenzupfende Fische stressen die Tiere.
Passende Wasserparameter
Weiches, leicht saures Wasser mit pH 5,5 bis 7,0 und einer Gesamthärte von etwa 1 bis 8 °dH ist ideal; Nachzuchten vertragen auch etwas härteres Wasser. Entscheidend sind niedrige Nitratwerte durch häufige, großzügige Wasserwechsel und eine gute Filterung.
Haltungstemperatur
Diskusfische brauchen warmes Wasser von 28 bis 31 °C.
Beckengröße
Für eine Gruppe sind Becken ab 150 cm Länge und mindestens 50 cm Höhe nötig, da die Fische hochrückig sind und viel Wasservolumen brauchen.
Bepflanzung
Wurzeln, hochwachsende Pflanzen wie Amazonas-Schwertpflanzen und ruhige, etwas schattige Zonen bieten Sicherheit. Feiner Sand oder ein freier Boden erleichtert die Pflege. Starke Strömung und laute Umgebung sollten vermieden werden.
Futter
Gefüttert wird abwechslungsreich mit hochwertigem Diskusgranulat, Artemia, Mysis und anderem Frostfutter. Jungtiere brauchen mehrere kleine Mahlzeiten am Tag. Futterreste sollten zügig entfernt werden, damit die Wasserqualität stabil bleibt.
Geschlechtsunterschiede
Männchen und Weibchen sind äußerlich kaum zu unterscheiden. Ältere Männchen haben oft eine steilere Stirn und spitzere Rückenflosse; sicher ist die Unterscheidung erst an der Genitalpapille während der Laichzeit.
Zucht
Diskusfische sind Offenbrüter. Das Paar laicht an senkrechten Flächen wie Laichkegeln oder Blättern und bewacht das Gelege gemeinsam. Die Jungfische ernähren sich in den ersten Tagen von einem Hautsekret, das die Eltern auf ihrer Körperoberfläche bilden.
Endgröße
Ausgewachsene Diskusfische erreichen etwa 15 bis 18 cm Durchmesser. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege bei etwa 10 bis 15 Jahren.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Bedingt geeignet: Größere Garnelen werden toleriert, kleine Garnelen und Nachwuchs werden gefressen.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.