Augenfleck-Prachtbarsch „Matadi“, Pelvicachromis subocellatus
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Augenfleck-Prachtbarsch „Matadi“, Pelvicachromis subocellatus
| Deutscher Name: | Augenfleck-Prachtbarsch „Matadi“ |
| Wissenschaftlich: | Pelvicachromis subocellatus |
| Synonyme: | Rotvioletter Prachtbarsch, Ocellated Kribensis, Yellow Face Krib, Gelbwangen-Kribensis |
| Herkunft: | Westafrika, Küstenregionen; Fundortform Matadi aus dem Gebiet des unteren Kongo (DR Kongo) |
| Gesellschafts-Aquarium: | Paarweise, friedlich; zur Brutzeit territorial an der Höhle |
| Wasserwerte: | pH ca. 5,5–7,5 (Spanne laut Quellen bis 8,0), GH ca. 5–20 °dGH; weich bis mittelhart, nitratarm |
| Temperatur: | 22–26 °C, bewährt etwa 23–26 °C |
| Beckengröße: | Für ein Paar ab ca. 60 cm Kantenlänge (ca. 60–70 l); im Gesellschaftsbecken besser 80 cm |
| Bepflanzung: | Sandboden, Höhlen, Wurzeln, robuste Pflanzen an Hartmaterial, Schwimmpflanzen |
| Futter: | Allesfresser mit Hang zu tierischer Kost: Granulat, Flocken, Frost- und Lebendfutter |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen größer, mit spitzen Flossen; Weibchen rundlicher, zur Balz mit rotem Bauch |
| Zucht möglich: | Höhlenbrüter, Elternpaar betreut Gelege und Jungfische gemeinsam; regelmäßig nachgezogen |
| Maximale Größe: | Männchen ca. 8–9,5 cm, Weibchen ca. 6–7 cm; Lieferware 4–6 cm |
| Liefergröße: | ca. 4,0-6,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Adulte große Garnelen nur bedingt, Garnelennachwuchs gilt als Futter; nicht empfohlen |
Herkunft von Augenfleck-Prachtbarsch „Matadi“ (Pelvicachromis subocellatus)
Pelvicachromis subocellatus, der Augenfleck-Prachtbarsch, gehört zu den kleinen Buntbarschen Westafrikas. Die Art wurde 1872 von Albert Günther als Hemichromis subocellatus beschrieben und steht heute in der Gattung Pelvicachromis, deren Arten früher unter dem Namen Pelmatochromis geführt wurden. Das Verbreitungsgebiet liegt in den Küstenregionen Westafrikas. Genannt werden Nigeria, Gabun und die Demokratische Republik Kongo, teils auch Angola und die Republik Kongo; die Angaben der Quellen weichen hier leicht voneinander ab. Die Fische leben in Tümpeln und langsam fließenden Bächen, manche dieser Gewässer sind leicht brackig, andere sind huminstoffreiche, braun gefärbte Schwarzwasserbäche mit viel Falllaub und Wurzelwerk. Der Zusatz „Matadi“ bezeichnet keine Zuchtform und keine Unterart, sondern eine Fundortform, die nach dem Sammelgebiet am unteren Kongo benannt ist. Typisch sind der gelbe Kopfbereich und bei den Weibchen die Farbfolge aus dunklem Band, leuchtend rotem Bauch und silbrigem Fleck in Richtung Rückenflosse. Daneben ist im Handel die Form „Moanda“ bekannt. Wer die Linien sauber halten möchte, verpaart Matadi nur mit Matadi. Im Hobby ist die Art deutlich seltener zu sehen als andere Pelvicachromis, und sie wird gelegentlich mit dem Rotbauch-Kribensis verwechselt.
Vergesellschaftung
Der Augenfleck-Prachtbarsch gilt als verträglich und eignet sich für ruhige Gesellschaftsbecken, solange er ausreichend Platz bekommt. Am wohlsten fühlt sich ein Paar, das sich ein eigenes Revier mit mehreren Höhlen einrichten kann. Zur Brutzeit verteidigen die Tiere ihre Höhle energisch gegen Artgenossen und gegen Fische, die zu nah kommen; in engen Becken kann das zu Stress bei den Mitbewohnern führen. Als Partner kommen friedliche, schwimmfreudige Fische der mittleren und oberen Wasserschichten infrage, etwa kleine Salmler oder Bärblinge. Andere bodenorientierte Höhlenbrüter, vor allem weitere Pelvicachromis oder Zwergbuntbarsche mit ähnlichem Anspruch, sollten Sie nur in großen, gut strukturierten Becken zusammen pflegen. Mehrere Paare derselben Art brauchen deutlich mehr Grundfläche und Sichtbarrieren. Mit der Lieferware von 4 bis 6 cm ist die Paarbildung noch nicht abgeschlossen. Am besten halten Sie eine kleine Gruppe und lassen die Tiere ein Paar bilden, die überzähligen Fische sollten dann abgegeben werden können.
Passende Wasserparameter
Die Quellen nennen für die Art einen pH-Wert von etwa 5,5 bis 7,5, eine Angabe reicht bis 8,0, sowie eine Gesamthärte von etwa 5 bis 20 °dGH. Die Tiere passen sich also an recht unterschiedliche Bedingungen an, fühlen sich aber in weichem bis mittelhartem, leicht saurem bis neutralem Wasser mit niedrigen Nitratwerten am wohlsten. Für die Zucht ist leicht weiches, schwach saures Wasser von Vorteil. Regelmäßige Teilwasserwechsel mit temperiertem Wasser halten die Belastung gering. Eine moderate Strömung und ein gut eingefahrener Filter sind ausreichend; Falllaub oder Erlenzapfen können das Wasser in Richtung Schwarzwasser färben, was dem natürlichen Lebensraum nahekommt. Brackwasser ist für die Pflege nicht nötig, obwohl manche Fundgewässer leicht salzhaltig sind. Wegen der Abweichungen in den Quellen sollten Sie die Wasserwerte vor dem Einsetzen messen und neue Fische langsam eingewöhnen.
Haltungstemperatur
Geeignet ist ein Bereich von etwa 22 bis 26 °C. Im Alltag bewähren sich meist 23 bis 26 °C, bei der Zucht eher die wärmere Hälfte dieser Spanne. Lange Phasen unter 22 °C oder deutlich über 27 °C sollten Sie vermeiden, ebenso starke Temperatursprünge beim Wasserwechsel. Ein zuverlässiger Heizer mit Thermostat und ein zweites Kontrollthermometer sind sinnvoll.
Beckengröße
Für ein einzelnes Paar nennen Fachquellen ein Becken von etwa 60 × 37 × 30 cm mit rund 70 Litern als ausreichend; andere empfehlen mindestens 80 cm Kantenlänge. Wenn Sie den Augenfleck-Prachtbarsch mit weiteren Fischen vergesellschaften, ist ein Aquarium ab 80 cm und etwa 100 Litern die ruhigere Lösung. Wichtiger als Wasserhöhe ist die Bodenfläche, denn hier bilden die Tiere ihre Reviere. Mehrere Höhlen und Sichtschutz geben Revierkonflikten weniger Raum. Das Becken sollte gut abgedeckt sein, damit keine Fische herausspringen.
Bepflanzung
Ein weicher Sandboden ist ideal, denn die Fische graben gern an ihrer Höhle. Als Verstecke eignen sich Kokosnusshöhlen, saubere, umgedrehte Tontöpfe, flache Steinaufbauten und Wurzeln. Pflanzen wählen Sie am besten robust und gut verankert, zum Beispiel Anubias, Javafarn oder Cryptocorynen, die an Holz oder Steinen befestigt oder in Töpfen gesetzt werden, damit sie beim Graben nicht ausgespült werden. Schwimmpflanzen dämpfen das Licht, das die Art ohne besondere Ansprüche toleriert. Falllaub schafft Rückzugsorte und erinnert an den natürlichen Lebensraum. Lassen Sie zwischen den Aufbauten freie Schwimm- und Grabflächen.
Futter
Der Augenfleck-Prachtbarsch frisst bereitwillig und ist nicht wählerisch. Eine Grundlage aus hochwertigem Granulat oder Flocken, ergänzt durch Frost- und Lebendfutter wie Daphnien, Mückenlarven, Artemia oder Tubifex-Alternativen, deckt den Bedarf gut. Gelegentlich dürfen pflanzliche Anteile wie Spirulina-Flocken dazukommen. Füttern Sie lieber zwei kleine Portionen am Tag, die in wenigen Minuten gefressen sind. Vor und während der Brutzeit unterstützt abwechslungsreiches Futter die Kondition der Elterntiere.
Geschlechtsunterschiede
Männchen werden größer und entwickeln spitz ausgezogene Rücken- und Afterflossen; auch die Bauchflossen sind länger und zugespitzt. Weibchen sind rundlicher, bleiben kleiner und haben gerundete Bauchflossen. Sie sind außerhalb der Brutzeit eher unscheinbar, zeigen dann aber ihre auffällige Balzfärbung: ein dunkles Band, einen leuchtend rotbis rosafarbenen Bauch und einen silbrigen Fleck, der in die Rückenflosse übergeht. Bei Jungtieren von 4 bis 6 cm lässt sich das Geschlecht noch nicht sicher bestimmen.
Zucht
Die Art ist ein Höhlenbrüter, der im Aquarium regelmäßig nachgezogen wird. Meist geht die Initiative vom Weibchen aus: Es tanzt vor dem Männchen und zeigt dabei den Bauch. Das Paar sucht eine Höhle oder gräbt sich unter Dekoration eine eigene, das Gelege wird dort abgelegt. Beide Eltern bewachen Gelege und Jungfische. Die Jungen lassen sich mit frisch geschlüpften Artemia oder feinem Aufzuchtfutter ernähren. Damit die Linie sauber bleibt, sollten Männchen und Weibchen der Form Matadi nicht mit anderen Formen wie Moanda gekreuzt werden. In Gemeinschaftsbecken steigt zur Brutzeit die Aggression, deshalb ist ein Ausweichbecken für Nachwuchs oder Mitbewohner hilfreich.
Endgröße
Ausgewachsen werden die Männchen etwa 8 bis 9,5 cm lang, die Weibchen bleiben rund einen Zentimeter bis mehrere Zentimeter kleiner und erreichen etwa 6 bis 7 cm. Die Quellen weichen hier etwas voneinander ab. Die Lieferware von 4 bis 6 cm besteht aus Jungtieren, die noch Zeit bis zur Ausfärbung und zum Erreichen der Endgröße brauchen. Gegenüber anderen Pelvicachromis ist der Körper etwas höher und gedrungener.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Zu dieser Art gibt es keine belastbaren Verträglichkeitsangaben; die folgende Einschätzung beruht auf dem Verhalten vergleichbarer, bodennah jagender Buntbarsche. Erwachsene, größere Garnelen werden nicht zwingend bejagt, vor allem mit vielen Verstecken kann es gutgehen, ein Risiko bleibt aber bestehen, besonders in der Brutzeit, wenn das Paar sein Revier verteidigt. Garnelennachwuchs und kleine Zwerggarnelen sind dagegen Futter und überleben im selben Becken in der Regel nicht. Wer Garnelen halten möchte, sollte sie getrennt pflegen.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.